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Der Standpunkt

Also. Das Problem ist. Es ist eine Frage des Standpunktes. Respektive. Die Leute können nicht mehr damit umgehen. Die Einen nicht. Und die Anderen auch nicht. Das war früher anders. Gibt es heute schon auch noch. Aber früher mehr. Heute weniger. Früher war alles eine Frage des Standpunktes. Und wer welchen vertrat, das wusste man. Oder merkte es. Ziemlich schnell. Besonders wenn man selber einen anderen. Es war verlässlich. Wenn Einer einen hatte, Dann vertrat er den auch. Meistens felsenfest. Heute? Heute kommt es nicht mehr auf den Standpunkt an. Die Meisten haben sowieso keinen. Oder für lau. Heute richtet sich vieles nach dem wo man steht. Also auf welcher Seite. Und die ist durchaus flexibel. Und damit auch der Standpunkt. Ein Beispiel. Ich besitze kein eigenes Auto mehr. Aus Prinzip. Nicht weil ich muss. Freiwillig. Was aber nicht heisst, dass ich nicht mehr Auto fahre. Also als Beifahrer sowieso. Aber auch als Fahrer. Ich habe nichts gegen das Prinzip Auto. Wenn man es vernünfti…
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Der Thron

Da schreibt man einmal etwas über seinen Vater. Nur zwei Sätze. Wirklich. Ich schwör. Vielleicht waren es auch drei. Kann sein. Einmal. Schreibt man was. Ein wenig sentimental. Aus Versehen. Ein klitze kleines bisschen nur. Schon geht’s los. Weich geworden aufs Alter. Nachsichtig. Sentimental. Zeigt ungewohnt Gefühle. Kaum wieder zu erkennen. Nicht nur Frauen. Nein. Viel schlimmer. Männer auch. Ich tu’s nie wieder. Versprochen. Ich schwör. Gefühle zeigen. In meinen Geschichten. Also persönliche. Und mehr als einmal «ich schwör» in einer Geschichte zu bringen, auch nicht mehr. Ehrenwort. Hat aber vielleicht schon etwas mit dem Alter zu tun. Weil, nächste Geschichte auch. Mit der Altersempfindlichkeit. Die grösste Erfindung der Menschheit? Aus Ihrer Sicht? Aber gut überlegen! Kommen sie nie drauf. Vielleicht die, die einen haben. Und das entsprechende Alter. Wie ich. Sonst nicht. Früher. Früher war das anders. Als junger Mensch. So mit 20. Um den Dreh rum. Motorradfahrer. Mit zwei, dr…

Lange Rede kurzer Sinn

Schnell. Geduld? Keine. Also die wenigsten. Am liebsten schon gestern. Oder noch früher. Dass wertvollste, was man also schenken kann? Zeit. Und ein Ohr. Oder zwei. Leihweise. Nicht so van Gogh mässig. Der hat sein Ohr ja auch abgegeben. Quasi. Nein. Wirklich nur leihweise. Hin- oder zuhören. Ist wirklich wertvoll. Auf beide Seiten. Ich versuche zuzuhören, bin aber auch ganz dankbar. Wenn mir mal jemand zuhört. So wie sie es tun. Die Leser dieser Geschichten. Sie schenken mir auch. Immer wieder. Ihre Aufmerksamkeit. Das ist für mich Lohn und Ansporn. Ich, wir, bessere Hälfte und ich. Wir versuche daher auch ab und zu etwas zurückzugeben. Das nächste Mal am 23. Mai. Details später. Nur damit sie schon einmal vorgewarnt sind. Zurück zum Thema. Zeit schenken. Weil, auch ich. Habe auch so eine Unart. Oder Tic. Also nicht, dass sie jetzt Angst haben müssen. Von wegen Tourette oder so. Wobei Angst etwas weit gegriffen. Einer meiner Schulfreunde hatte einen. War ganz lustig damals. Für uns. …

Dingens

Es ist ja meistens so. Das man eine Erfahrung macht. Immer wieder. Also ich. Nämlich, Dinge sind nicht konsequent zu Ende gedacht. Von Anfang an. Darum gerät man mitunter ins Stolpern. Die, welche die Dinge ins Leben gerufen, aber nicht ans Ende gedacht haben. Und die, die die ins Leben gerufene Dinge benutzen. Und auch nicht ans Ende gedacht haben. Wie zum Beispiel die EU. EU gründen? Aufnahmeritual? Alles kein Problem. Schnell ausgedacht. Fertig. Rein kann man immer. Jetzt will aber jemand raus. Daran hat keiner gedacht. Darum weiss man nicht wie. Warum schon gar nicht. Auf der anderen Seite die Briten. Die wollen raus. Kurz angedacht und beschlossen. Das Ende? Offen. Weil eben nicht. Bis dahin gedacht. Dafür jetzt nackte Menschen im Unterhaus. Als Sinnbild des Chaos. Und vielleicht auch Entsetzens. Oder Auftragsvergaben beim Bund. Schnell angedacht und umgesetzt. Wie die Briten. Raus kommt man nicht mehr. Darum gehen jetzt Bundesaufträge nach Griechenland. Nix gegen Griechenland.…

Relationen

Fake News. Den Begriff kennen heutzutage wohl die meisten Menschen. dahinter stecken Menschen, die entweder Informationen zu ihren Gunsten manipulieren. Oder Meinungen beeinflussen möchten. Ziemlich aktuell heute. Manches mal stecken aber auch einfach nur zur Übertreibung neigende Hysteriker. Meine Vermutung ist ja, das ist keine Erscheinung der Neuzeit. Ich denke mal, das war schon immer so. Nehmen sie nur mal das Buch der Bücher. Ein ziemlich krasses Beispiel. Darum ist es angeraten, mit einem gesunden Mass  an Skepsis durch das Leben zu laufen. Wenn zum Beispiel wieder mal jemand sich bemüssigt fühlt, etwas in der Zeitung kund zu tun. Wie letztens der Reisende nach Arosa. Der sich darüber beschwerte, dass man ihm einfach zwei tote Tiere auf den Sitz gegenüber legte. Ob dies denn erlaubt sei. Und es sich dann herausstellte, es waren zwar zwei tote Tiere. Sehr tot. Schon länger. Es handelte sich nämlich um deren Fell. Ohne Inhalt. Ich mag schon nicht mal mehr den Kopf schütteln.
Ode…

Samstagmorgen

Das schönste an Wien? Wenn sie schon einmal vor Ort waren, wissen sie es. Ansonsten raten sie. Also? Die Kaffee-Kultur. Und damit verbunden? Die Kaffeehäuser. Meiner Meinung nach. Sehenswürdigkeiten gibt es viele. Überall auf der Welt. Kaffeehäuser nur in Wien. Natürlich können sie auch in Zürich in ein Cafe sitzen. Oder Basel. Bern auch. Oder sonstwo auf der Welt. Den richtigen Kaffeehaus-Groove erleben sie nur in Wien.
Damit ein Kaffeehaus funktioniert, braucht es eine bestimmte Art Mensch als Kellner. Oder Ober. Das können sie nicht lernen. Man wird so geboren oder lässt es gleich wieder sein. Für einen richtigen Kaffeehaus-Ober ist jeder Gast der sich erdreist das Etablissement zwecks Konsumation eines Getränkes zu betreten? Ein persönlicher Affront. Ein potentieller Angriff auf seine Würde und Integrität. Und das lässt er sie spüren. Sofort und unmittelbar. Sollten sie sich erdreisten und ihn zwecks einer Bestellung anzusprechen. Er entscheidet. Wann sie bedient werden. Und ob ü…

Ausgleich

Wenn sie an Spanien denken, was kommt ihnen dann in den Sinn? In Bezug auf die Menschen. Spanier. Ortsansässige. Aber auch jene im Ausland lebenden. Na? Was? Kann ihnen jetzt schon sagen! Zu weit. Sie suchen viel zu weit. Dabei ist es offensichtlich. Es gibt auch ältere. Spanier. Also über Zwanzigjährige. Deutlich älter sogar. Manchmal habe ich das Gefühl, im Schnitt sogar älter als Schweizer. Oder überhaupt. Man sagt, das liege am Fisch. Oder Olivenöl. Oder der Lebensfreude. Also an allem möglichen. An was es sicher nicht liegt? An den Apotheken in Spanien. Eigenerfahrung. Gestern.

Gehen sie mal in der Schweiz in eine Apotheke. Sie brauchen einen Waffenerwerbsschein. Mindestens. Auch, wenn sie nur irgendwelche Vitamin C Brausetabletten kaufen. Sie werden nur schon argwöhnisch beobachtet, wenn sie sich unbegleitet dem Regal mit den Tabletten nähern. Generalverdacht. Sie Ahnungsloser könnten sich ja versehentlich damit um die Ecke bringen. Und wenn sie sich dann zur Kasse begeben?

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