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Samstagmorgen

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Das schönste an Wien? Wenn sie schon einmal vor Ort waren, wissen sie es. Ansonsten raten sie. Also? Die Kaffee-Kultur. Und damit verbunden? Die Kaffeehäuser. Meiner Meinung nach. Sehenswürdigkeiten gibt es viele. Überall auf der Welt. Kaffeehäuser nur in Wien. Natürlich können sie auch in Zürich in ein Cafe sitzen. Oder Basel. Bern auch. Oder sonstwo auf der Welt. Den richtigen Kaffeehaus-Groove erleben sie nur in Wien.
Damit ein Kaffeehaus funktioniert, braucht es eine bestimmte Art Mensch als Kellner. Oder Ober. Das können sie nicht lernen. Man wird so geboren oder lässt es gleich wieder sein. Für einen richtigen Kaffeehaus-Ober ist jeder Gast der sich erdreist das Etablissement zwecks Konsumation eines Getränkes zu betreten? Ein persönlicher Affront. Ein potentieller Angriff auf seine Würde und Integrität. Und das lässt er sie spüren. Sofort und unmittelbar. Sollten sie sich erdreisten und ihn zwecks einer Bestellung anzusprechen. Er entscheidet. Wann sie bedient werden. Und ob ü…

Ausgleich

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Wenn sie an Spanien denken, was kommt ihnen dann in den Sinn? In Bezug auf die Menschen. Spanier. Ortsansässige. Aber auch jene im Ausland lebenden. Na? Was? Kann ihnen jetzt schon sagen! Zu weit. Sie suchen viel zu weit. Dabei ist es offensichtlich. Es gibt auch ältere. Spanier. Also über Zwanzigjährige. Deutlich älter sogar. Manchmal habe ich das Gefühl, im Schnitt sogar älter als Schweizer. Oder überhaupt. Man sagt, das liege am Fisch. Oder Olivenöl. Oder der Lebensfreude. Also an allem möglichen. An was es sicher nicht liegt? An den Apotheken in Spanien. Eigenerfahrung. Gestern.

Gehen sie mal in der Schweiz in eine Apotheke. Sie brauchen einen Waffenerwerbsschein. Mindestens. Auch, wenn sie nur irgendwelche Vitamin C Brausetabletten kaufen. Sie werden nur schon argwöhnisch beobachtet, wenn sie sich unbegleitet dem Regal mit den Tabletten nähern. Generalverdacht. Sie Ahnungsloser könnten sich ja versehentlich damit um die Ecke bringen. Und wenn sie sich dann zur Kasse begeben?

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Die Geister der Vergangenheit

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Samstagmorgen. Im Kosmos. Also. In der Stadt. Nicht das All. Wobei. Wäre ich auch mal gerne. Nur so. Kurz. Schauen, wies so ist. Da oben. Oder unten. Weil Sichtweise. Für die Einen ist oben unten. Und umgekehrt. Das Kosmos in der Stadt? Das ist schon mal der Hammer. Wann immer möglich, verbringe ich hier etwas Zeit. Ist so gar nicht Zürich. Und dann doch wieder. Nicht falsch verstehen. Nichts gegen Zürich. Ich liebe diese Stadt. Andere Städte aber auch. Zürich ist im Gegensatz zu den meisten anderen aber relativ klein. Sehr klein. Keine halbe Million Einwohner. In anderen Ländern ist das noch Dorf. Jetzt hat es aber einige Orte und Plätze in der Stadt. Die strahlen etwas aus. Internationalität. Urbanität auch. Grossstädtisches. Ist fast ein wenig wie ein Städtetrip. Nur näher halt. Billiger nicht unbedingt. Weil Zürich. Aber näher.
Also wenn immer möglich, sprich alleine, dann Kosmos. Viele meiner Geschichten sind hier entstanden. Also sind sie als Leser auch etwas Kosmos. Wenn mal i…

Glücksritter

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Was lassen sie zurück? Der Welt. Wenn sie gehen müssen. Also zeitlich. Das Zeitliche segnen. Lassen sie überhaupt etwas zurück? Ausser eine hoffentlich sauber aufgeräumte Wohnung. Und einen einigermassen geordneten Nachlass. Ist zur Zeit ja ganz gross in Mode. Nicht nur bei Menschen meinen Alters. Listigerweise auch schon bei Jüngeren. Wobei das Thema an und für sich ja eher weniger. Also lustig. Für einen selber, der etwas hinterlässt. Und die Anderen, die den Mist mitunter aufwischen müssen, auch nicht.
Zum Glück muss ich mir darüber keine Gedanken mehr machen. Meine Hinterlassenschaften wandelt schon auf Erden. Derer drei an der Zahl. Mindestens. Also, von denen ich weiss. Man weiss ja nie alles. Auch nicht, wenn dann der Moment kommt. Was genau ich meiner Hinterlassenschaft alles hinterlasse, nun, diese Überraschung will ich ihnen nicht vornweg nehmen. Das halte ich es eher so wie Ostern oder Weihnachten. Überraschungseffekt, quasi. So viel Spass muss sein. Also mir. Mir gegönnt …

Ausgespuckt und Peng

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Ich weiss gar nicht mehr, wie wir darauf kamen. Wo das überhaupt her kam. Weil. Begonnen hat es mit den Jahreszeiten. Also einer Jahreszeit. Der kommenden. Frühling. Glaubs. Eigentlich mit den Gefühlen, die derjenige auslöst. In den Menschen. Weiblicher Natur. Gehäuft. Also eher bei den Frauen, als den Männern. Und dem Auto. Dem Schiebedach. Also es kam auch ein Auto mit Schiebedach darin vor. Um präzise zu sein. Also kurz gesagt. Ja, kann ich auch. Kurz. Ich schwör. Also kurz gesagt, hat eine weibliche Kollegin ein Auto gekauft. Mit diesem fährt sie offenen Schiebedachs durch die Landschaft. Und den Frühling. Auf der Suche nach dessen Gefühlen. Und ihren. Die da ausgelöst werden. Worauf ich meinte. Also kund tat. Meine Meinung. Wir wohnen an einem See und mit Sonne findet man die gesuchten Gefühle mitunter auch an dessen Gestaden. Oder Gestade. Also Ufer. Dazu bräuchte es noch nicht einmal ein Auto. Schiebedach schon gar nicht. Also ich nicht. Mir reicht da eine Flasche Wein und ein…

Abgehoben

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Jetzt muss man wissen. Ich, als wir, bessere Hälfte und ich, haben kein Auto. Zwar einen Führerschein. Das schon. Aber beide kein Auto mehr. Wir fahren ÖV. Einer unserer persönlichen Beiträge zum Thema Umweltschutz. Dafür erlauben wir uns. Ab und an Mal. In ein Flugzeug zu steigen. Also nicht gerade jeden Tag. Aber doch hin und wieder. Nur das jetzt nicht gleich wieder Aufschrei. Und so. Von wegen ökologischer Fussabdruck. Ich trage 48. Mein Abdruck also eh schon. Wir tragen auch kein Pelz. Ernähren uns vernünftig. Heisst kaum Fleisch. Aber wenn, dann ein gutes Stück. Von einem Rind, das ich persönlich beim Vornamen kannte. Und ich davon überzeugt wurde, es konnte anständig leben und hatte einen erträglichen Tod. Wobei. Wie kann der Tod jemals erträglich sein? Egal was vorher war. Aber lassen wir das. Es geht ja eigentlich ums Fliegen.
Weil. Dieses Mal hatten wir grosses Glück. Erfuhren nach unserer Buchung ein Upgrade in die Business Class. Wir fliegen nie Business. Darum war die Fr…

Abgründe, menschliche. Und andere

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Ehe wir mit dieser Geschichte beginnen noch eine kleine Anekdote. Letztens waren besser Hälfte und ich, an eine Geburtstagsparty eingeladen. Bei wem genau und an welchem Ort ist erstmal nicht so wichtig. Die Person, die uns eingeladen hat, zählt zum engeren Freundeskreis der besseren Hälfte und hat sich kürzlich persönlich verändert. Beziehungsmässig. Also nicht nur. Aber das war schlussendlich der Auslöser. Verändert hat sich unter anderem auch die Wohnsituation. Back to the roots würde ich es nennen. So wie damals, als wir alle mal jung waren und zum ersten Mal das schützende Zuhause verliessen. Erinnern sie sich noch an ihre erste Wohnung? Oder WG. Egal wie gross, egal wo und egal in welchem Zustand. Hauptsache selbstständig. Was dazu führte, dass die meisten von uns in einer Höhle lebten, nicht grösser als ein Hamsterkäfig. Über die Jahre hat man sich dann verbessert. Beruflich. Beziehungsmässig und auch in Sachen Wohnung. Die wurde mit jedem Wechsel, des Partners oder der Wohnun…