Zweckoptimismus

Es kommt jetzt darauf an. Also nicht so generell. Eher allgemein. Ob man eher Optimist. Oder dann doch negativ. Grundsätzlich. Von der Lebenseinstellung her. Weil. Der Pessimist. Also der Negative. Der würde jetzt ja behaupten. Von wegen mit Absicht. Man hätte es mit Absicht eskalieren lassen. Man. Also ich. Um genau zu sein. Der Optimist? Der eher nicht. Aber die Meisten je eher negativ. Darum haben die ja so viel Erfolg. Diese Medien. Mit vier Buchstaben. Ohne direkt Namen zu nennen. Aber da können sie sich selber ein Bild davon machen. In Deutschland. Oder einen Blick drauf werfen. Hier in der Schweiz. Weil, wenn die Stimmung eher positiv? Dann wischt man sich nicht mal den Hintern damit ab. Wenn negativ. Die Stimmung. Oder die Neuigkeiten. Dann Auflagensteigerung. Obwohl’s dann eher erst recht zum Abwischen wäre.

Ich hab so ein kleines schwarzes Notizbuch. Da schreibe ich rein. Was mir so begegnet. Tagsüber. Und dazu dann in den Sinn kommt. Weil, es kommt mir soviel dazu in den Sinn. Was ich tagsüber so sehe. Und wenn ich ganz hinten bin, mit dem Sinnen, dann habe ich vorne schon wieder vergessen. Darüber ärgere ich mich dann. Hin und wieder. Aber nicht negativ. Weil vom Grundsatz her dann schon eher positiv. Also Optimist. Ich werde dann melancholisch. Ob all der vergessenen Pointen.
Genau darum sind wir ja trotzdem gefahren. Nach Italien. Jetzt. Vor nicht allzu langer Zeit. Weil wir finden. Also ich. Ich finde. Zuviel Theater. Um dieses Virus. Ich will jetzt nicht statistisch werden. Ausserdem erwischt es einen sowieso. Früher oder später. Im Leben. Der Tod. Jeden. Darum lebe ich ja so wie ich lebe. Jetzt. Hier und heute. Damit ich dann nicht sagen muss. Wenn’s mich dann erwischt. Oh, hätte ich nur. Wie so viele andere.

In eben dieses schwarze Buch. In welches ich schreibe. Mit Datum. Habe ich vorhin rein gesehen. Ende Dezember. Der letzte Eintrag. Gab mir zu denken. Daher beschlossen. Wird nun wieder anders. Ich schwör. Nicht dass ich dann noch sagen muss. Hätte ich nur. Wegen Italien. Und dem Virus. Wobei. Das Virus eigentlich gar nicht das Problem. Sondern die Negativen. Und damit kommen wir wieder auf den Punkt. Eskalation. Und Absicht oder nicht. Dabei habe ich es nur gut gemeint. Vorhin. Im Tram. Weil alle ein bisschen negativ. Zuweilen hysterisch. Wenn vorne im Tram einer hustet. Jetzt gerade. Verlassen sie es hinten fluchtartig. Ob all dieser Negativheit war ich so melancholisch, dass ich ganz froh war. Als das Telefon klingelte. Ein guter Freund am Apparat. Dem habe ich dann ein bisschen erzählt. Von Italien. Und unserer Reise. Am Telefon. Um etwas gute Laune und so. Vielleicht ein wenig lauter als üblich. Und weil Winter. Und so viele Menschen im Tram. Und die Luft. Die Luft etwas trocken. Wurde ich vom vielen Reden auch etwas trocken. Im Hals. Und während sie so trockneten. Meine Stimmbänder. Und ich immer noch erzählte, von Italien. Wurde der Platz um mich herum immer grösser. Und die Blicke. Die immer giftiger. Nur darum. Darum habe ich meine Erzählung noch ein bisschen angereichert. Mit ein paar kleinen Hustern. Und nicht, weil ich es eskalieren lassen wollte. Wirklich. Ich schwör.

In diesem Sinne. Und auch im Sinne von Allgemein. Wie eine Kollegin heute sagte. Volle Kraft. In diesen nicht ganz einfachen Zeiten. Zuversicht. Und Optimismus. Und volle Kraft voraus.

Wie das der Kapitän der Titanic im Angesicht des Eisbergs auch befahl. Volle Kraft voraus! Und immer schön positiv bleiben.


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