Direkt zum Hauptbereich

Das Ende

Ich will ja nichts beschwören. Keinesfalls. Nicht das es noch heisst, ich wäre ein Pessimist. Wirklich nicht. Ich schwör. Das Positive sehen. Oder wie meine Mutter immer sagte: «Keine Türe schliesst sich, ohne dass dafür nicht eine andere aufgeht!» Nun ist mein Verhältnis zu meiner Mutter ein eher, sagen wir mal durchaus ambivalentes. Regelmässige Leser wissen das. Aber wo sie recht hat, hat sie recht. In dieser Beziehung immer. Ich bin durch viele offene Türen gegangen. Ein paar gingen auch direkt vor meiner Nase schon wieder zu. Während ich noch im Schwung drauflos. Darum meine Nase. Etwas tendenziös nach links. Wenn man von rechts schaut. Nichts beschwören. Aber. Es muss einmal gesagt sein. Die Welt geht den Bach runter. Punkt. Und nicht nur einen. Marker! Es gibt Marker, an denen lässt sich das festmachen. Quasi. Grossbritannien zum Beispiel. Weltmacht. James Bond. The Kingsman. Harry Potter. Monty Phyton. Mr. Bean. Lamm mit Pfefferminzsauce. Die Queen. Die Welt versank im Wahnsinn? Auf Grossbritannien war verlass. Argentinien wollte auf die Falklands? Die eiserne Lady nahm mal kurz den grossen Hammer aus der Kiste und haute drauf. Krise erledigt. Dabei? Schuldiger war ein kleiner Schrotthändler aus Argentinien. Namens Constantino Davidoff. Wer hätte das gedacht. Ist übrigens der zweite Vorname meines jüngsten Sohnes. Constantino. Eine gewisse Ironie im Leben sei mir gegönnt.
Und jetzt das! Zuerst Brexit und dann auch noch Johnson. Das ist wie Mexiko und Trump. Oder AFD und Sachsen/Brandenburg. Nur schlimmer. Sie wissen, was ich meine. Immer wenn ich denke, schlimmer kann es nun nicht mehr kommen? Rumms! Geht es nochmals drei Etagen tiefer. Jedes Mal. Und oben sitzt einer auf dem Lokus und kackt noch einen dicken Haufen drüber. So wie damals bei einem blind Date. Übers Telefon. Das Gegenüber eine Stimme, wie ein Reibeisen. Bei jedem Ton läuft es in Wellen über den Rücken. Angriff! Abmachen! Zusage. Zittrig im Café sitzen. Mit Blick auf die Strasse. Und dann segelt da eine Fregatte auf dich zu. Aufgetakelt bis über die Toppen. Weit ausladende Hüften. Sehr weit. Nicht nur die. Sie schwitzen schon. Weil instinktiv. Wissen sie es. Es ist die Stimme, die da auf dich zu segelt. Und wäre das nicht schon schlimm genug, denken sie an die drei Etagen, kackt noch Einer einen obendrauf. Sie trägt einen Rock mit Leopardenmuster. Leopardenmuster. Meine sehr verehrten Damen. Es folgt nun eine komplette Liste mit Dingen, denen Leopardenmuster stehen:

Leoparden!

Bitte. Verschonen sie mich. Aber! Jetzt! Wenn sie meinen, das könnte man nicht mehr schlagen? Weit gefehlt. Neben Optimist bin ich auch noch ziemlich tolerant. Gut. Ausser gegenüber Leopardenmustern. Aber sonst schon. Wirklich. Ich schwör. Bis kürzlich auf der Terrasse meines derzeitigen Lieblingsrestaurants. Am Tisch neben unserem. Eine, ziemlich sicher, italienische Familie. Kleines Gedeck. Mit allem. Also rund 20 Personen. Und dem Schwiegersohn. Ein Zweimetermann. 130 Kilo. Mindestens. In Shorts und T-Shirt. Tattoos von oben bis unten. Und nix mit Blümchen oder Herzchen oder Leopardenmuster, oder so. Nein, von der sehr deftigen Sorte. Normalerweise, wenn mir abends so etwas entgegenkommt? Wechsel der Strassenseite durchaus opportun. Also ein Tier. Wirklich. Er grunzte sogar ein bisschen. Mit seiner Vorderseite. Weil ich ihn erst von hinten sah. Bis er sich setzte. Und mir damit seine Vorderseite zudrehte.

Ein Tragegeschirr. Mit Inhalt. Zwei Wochen alt. Ich weiss es. Ich habe gefragt. Während sich seine Partnerin/Kindsmutter daneben Einen hinter die Binde kippte.

Ein Tier. Mit einem Tragegeschirr. Es geht bachab.


Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Cosa Nostra

Es ist eigentlich keine grosse Sache. Knapp 7 Stunden. In Kilometern absolut überschaubar. Das findet auch der Schalterbeamte der SBB, der uns die Ticket ausstellt. Das ginge ruckzuck. Quasi eine Verbindung. Nur winzige zweimal umsteigen. In Milano und Genova. Retour das Selbe. Nur umgekehrt. Natürlich. Er könne uns da eine ausgezeichnete Verbindung offerieren. Kürzeste Aufenthalte in Milano und  Genova. 20 Minuten maximal. Da, spätestens da hätten sämtliche Alarmglocken schrillen müssen. Weil, Pustekuchen. 20 Minuten. Hin ging es ja noch. Weil SBB. Bis Milano. Sprich Verspätung minimal. 15 Minuten oder so. Wir natürlich erstens ganz hinten im Zug. Und auf Gleis 3. Der Zug nach Genova? Gleis 20. Umsteigezeit? 5 Minuten. In Milano. Kennen sie den Bahnhof Milano Centrale? Da passt Zürich HB dreimal rein. Mindestens. Und wir natürlich nicht die Einzigen. Die umsteigen wollten und die sich im Bahnhof aufhielten. Zumeist Italiener. Jetzt! Der Italiener an und für sich relativ relaxed. Als …

Kritische Grösse

Ich bin dann mal weg. In den Ferien. Nicht lange. Nur ein paar Tage. Mit meinen zwei jüngeren Söhnen. Noch einmal den Sommer etwas verlängern. Wobei der sich ja selber. Immer wieder. Verlängert. Letzte Woche hiess es noch Schnee. Also in den Bergen. Nicht in Zürich. Zwar...

Der Zeitpunkt unserer Ferien nicht von ungefähr. Herbstferien. In der Schule. Der Jüngste noch schulpflichtig. Und im Geschäft auch etwas ruhiger. Aber? Es ist nicht der einzige Grund. Ab Sonntag kehrt in der Stadt generell wieder etwas Ruhe ein. Weil Film Festival am Ende. Zu! Also zu Ende. Nicht dass noch Gerüchte entstehen.

Gerüchte gäbe es ja zuhauf. Auch über Schnee in Zürich. Die letzten Tage. Man behauptet. Die erhöhte Konzentration von Schnee, sprich Kokain, sei an Wochenenden sogar im Zürcher Abwasser nachweisbar. An kulturellen Anlässen? Wie das Film Festival? Und anderen? Sowieso. Sagt man.

Überhaupt. Das ZFF. Polarisiert. Wie der Hafenkran. Die Einen finden's toll, die Anderen überflüssig. Die, die&…

Endcool

Letztens habe ich von der Reise nach Italien berichtet. Hin und zurück. Das dazwischen lies ich mal aussen vor. Weil Geheimtipp. Also dieser Ort, an den ich schon seit mehreren Jahren immer wieder mal fahre. Dachte ich zumindest. Entweder nämlich im tiefsten Winter. Dann, wenn ich genug habe von Bergen und Schmuddelwetter. Wenn Weite angesagt ist und das Licht des Mittelmeers. Dann allerdings zu kalt. Das Wasser. Reicht gerade für den grossen Zeh. So aus Prinzip. Damit ich's behaupten kann. Ich hätte es getan. Am 23. Dezember. Den grossen Zeh im Meer gehabt. Also nach aussen tönt's dann ein wenig anders. Schwimmen. Ich war dann im Meer schwimmen. Ich schwör. Während sich die anderen in der Schweiz eine Schlacht liefern. Um die besten Plätze am Glühweinstand. Oder die schönsten Tannen für den Weihnachtsbaum. Dann sitze ich gerne noch einmal unter Palmen.
Oder dann im Hochsommer. Wenn mir nichts anderes mehr einfiel. Und das Geld für einen dreiwöchigen Seychellen Urlaub nicht re…