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Hauruck

Also diese Franzosen. Unglaublich. Ich dachte ja immer. Es sind die Amerikaner. Oder Russen. Die Russen eigentlich auch. Aber die Franzosen? Weil, Franzosen ein bisschen wie Italiener. Jetzt nehmen sie's mir bitte nicht übel. Also weder die Franzosen. Noch die Italiener. Oder überhaupt. Ich schwör. Aber man weiss es ja. Beide. Franzosen und Italiener. Als Ganzes. So. Sagen wir mal sehr. Nun ja. Ich nenne es. Emotional. Emotional und theatralisch. Eigentlich mehr letzteres. Nicht böse gemeint. Wirklich nicht. Aber in Sachen Drama? Pur! Beide. Ich weiss, von was ich rede. Ich hatte Beziehungen. Persönliche. Sehr enge. Zu beiden. Lagern. Also Personen beider Lager. In dieser Zeit? Der Beziehung! Ganz ehrlich? Ich musste nie in ein Theater. Weil zuhause. Grosses. Ich könnte schreiben. Bücher. Dabei? Im Herzen? Und in der Seele? Weich. Wie ein kurz gekochtes Frühstücksei. Nach aussen viel Emotionen und Theater. Nach innen? Heisse Luft. Auch viel. Bis hin zur Entscheidungsfreude. Wenig bis nur partiell vorhanden. Also bei den Italienern. Da trifft Mama die Entscheidungen. Alle. Immer. Bei den Franzosen ist es Charles de Gaulle. Auch heute noch. Oder Napoleon. Auch auch heute noch. Der Franzose an und für sich? Zimperlich. Dachte ich. Dagegen Amerikaner? Ich hab schon mal den Asphalt geküsst. In USA. Weil ich einem Polizisten gegenüber eine vage Ansage gemacht habe. Kaum Mund wieder zu. Schon geküsst. Den Asphalt. Der Mund war noch nicht einmal ganz zu. Also quasi Zungenkuss. Dabei sinds doch eigentlich wir. Reisläufer. Söldner. Krieger. Immer schon. Würde man nicht meinen. Wenn man uns so sieht. Mit Alphorn, Fondue und den Händen in der Hosentasche. Bis man uns reizt. Also die Amerikaner? Kein Theater. Kein Drama. Kein Zögern. Peng! Und am Boden. Fertig. Aus.
Darum war ich so überrascht. Bessere Hälfte auch. Letztes Weekend. In Lyon. Frankreich. Von den Franzosen. Also der Polizei. Wobei. Den Anderen auch.
War ja etwas angespannt. Das letzte Weekend. Wegen der Gelbwesten. Waren aber nur ein paar. Auf dem grossen Platz. In Lyon. Im Vergleich zu den Touristen. Das waren Tausende. Inklusive. Kind und Kegel. Tausende. Weil Lichterfest. Und mitten drin? In deren Mitte? 20 Gelbwesten. Vielleicht auch 21. Also wirklich keine grosse Sache. Und die Bewohner Lyons? Im Generellen? Freundlich. Sehr. Auch uns gegenüber. Ausser den Polizisten. Angeführt von Napoleon. Eine stattliche Anzahl Mannschaftswagen. Tatütata. Gefüllt mit Mannschaft. Zuvorderst Napoleon. Der stieg aus. Lies schweifen. Seinen Blick. Über die Menge. Wozu er auf einen Mannschaftswagen stieg. Weil Napoleon. Sie wissen ja. Gerüchte weise konnte der aufrecht. Unter einem Tisch. Aber ich will ja nichts sagen. Der Blick schweifte. Jedenfalls. Und blieb hängen. Nicht an tausenden von Touristen, kleinen und grossen. Nein. An 20 Gelbwesten. Oder 21. Mittendrin.

Hauruck. Das Tränengas reichte für die Gelben. Und den Touristen gleich mit. Und nicht zu knapp. Nicht kleckern. Klotzen! Ganz grosses Theater. Ich muss meine Meinung revidieren. Der Franzose. An und für sich. In Lyon. Sehr freundlich. Uns gegenüber. Aber zögern? Zögern nicht mehr.


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