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Die Nummer Eins

Einfach mal davon ausgehend. Sie sind es. Sehr gut. Weil, ich bin es auch. Also wir. Bessere Hälfte und die Kinder und der Hund. Hund? Welcher Hund? Wir bekommen einen Hund? Wird die erste Frage sein, die mir bessere Hälfte stellt, wenn Sie diese Geschichte liest. Also gut gerutscht und heile angekommen. Im neuen Jahr. Das meine ich. Die meisten von Ihnen zumindest. Ein paar blieben wohl auf der Strecke. Das ist der Lauf der Dinge. Traurig, aber wahr. Und traurig auch? Was noch? Nein, wir bekommen keinen Hund. Katze schon gar nicht. Dann lieber Hund. Aber eben nicht. Du weisst warum. Also frag nicht. 
Meine Schwester dafür. Auch gut gerutscht. Und angekommen. Und einen Hund auch. Einen neuen. Der alte blieb auf der Strecke. Der Vorsatz, nie mehr einen zu wollen dann auch. So ist das. Mit den Jahreswechseln, den Vorsätzen und den Hunden. Ich mag's Ihr und ihrer Familie ja gönnen. Da der neue Alte ja auch schon wieder 8 Jahre, also Menschenjahre zählt. Darum wird's wohl wieder nicht so lange gehen. Mit dem auf der Strecke bleiben. Weil Formel. Ein Menschenjahr gleich sieben Hundejahre. Ist also schon älter als ich. Nicht das ich jetzt vorhabe, auf der Strecke zu bleiben. Noch nicht. Im Gegensatz zu meinen guten Vorsätzen. Und hier ganz einfach. Weil die immer relativ schnell auf der Strecke blieben. Darum habe ich mir dieses Jahr erst gar keine gemacht. Was soll ich mich selber stressen. Tun schon die Anderen. Durchaus auch im Positiven. Also Sinn. So wie heute. Im Tram. 
Sie wissen ja. Das Tram. Eine meiner beliebtesten Bühnen auf denen ich mir den Stoff für meine Geschichten hole. Nicht nur. Der öffentliche Raum im Allgemeinen. Aber heute? Heute Tram. 
Ich gebe mir Mühe. Wirklich. Ich schwör. Das können Sie mir ruhig glauben. Ich versuche wirklich nicht immer allzu genau hinzuhören. Aber manchmal. Es geht einfach nicht anders. Die Umstände. Weil irgendwie involviert. Zum Beispiel den Kinderwagen ins Tram gehievt. Heute. Und dann Danke und Blabla und schon involviert. Irgendwie. Zwei Frauen. Mit Kinderwagen. Plus Kind. Und einer dritten und vierten. Frau. Zu Beginn noch nicht Involviert. Aber lustig. Aufgrund derer Reaktionen, taten sie es auch. Mithören.  
Jetzt weiss Mann und man ja, das Thema Frau heutzutage. Sagen wir mal. Nicht immer ganz einfach. Also zwischenmenschlich, mein ich. Weil viele Vorurteile, Miss- und Unverständnisse. Auf beiden Seiten. Ich will gar nicht näher darauf eingehen. Aber es lässt einen vorsichtig werden. Nicht nur als Mann. Früher, noch ziemlich unverkrampft. Heute doch eher erst abwägend. Darf man das noch oder schon nicht mehr oder wie oder was. Darum ging es in diesem konkreten Fall ziemlich lange. Sehr. Nämlich von der Haltstelle Bahnhofquai bis Bellevue. Eigentlich nur bis zur Brücke davor. Und dann ging es einfach nicht mehr.  
Die besagten Damen mit ihrem Kinderwagen samt Inhalt, stiegen also ins Tram. Und begannen sich sogleich lauthals zu unterhalten. Also die Eine der Beiden. Die unterhielt die Andere. Mit Anekdoten und Aussagen über Zürich. Was ich ja noch ganz ehrenwert finde. Finden würde. Weil falsch. Die Behauptungen. Alle. Aus dem Gespräch nach war zu schliessen, die Damen vom Land. Beide. Der Balg auch. Aber die Eine in ihrer Jugend mal in Zürich gelebt. Und darum Koryphäe. Lokale Begebenheiten betreffend. Und jetzt ehrlich. Wirklich. Ich schwör wiederholt. Ich stelle niemanden absichtlich bloss. Ich schreibe Geschichten. Über Leute. Und Situationen. Aber auch hier. In und durch meine Geschichten. Bitte keine Blossstellung. Darum hielt ich mich zurück. Und im Griff. Obschon ich nicht der Einzige war im Tram im Umfeld der beiden Damen. Die begannen unruhig auf ihren Sitzen hin und her zu rutschen. Bei jeder Behauptung ein bisschen mehr. 
Jetzt muss ich zugeben, es war nicht nur wegen der Blossstellung. Es war auch. Angst. Besonders, da in der Überzahl. Und die heutige Zeit. In der man zum Thema "Frau" allgemein etwas vorsichtig sein sollte. Bis zur Brücke. Kurz vor dem Bellevue. Über die Limmat. Weil besagte Dame erklärte. "...und das ist ein Fluss und der heisst Limmat und der fliesst hier in den Zürichsee"! 
"USSE"!! 
Platzend! Zeitgleich. Aus drei Kehlen. Einer männlichen und zwei weiblichen. Es heisst "die Limmat" und "sie" fliesst hier "aus" dem Zürichsee und "nicht" rein. Das kam dann von mir. Ziemlich leise, ich gebe es zu.

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