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Regulation

Oh mein Gott! Das gibt Ärger! Ich werde nie mehr den Abfall aus der Küche entsorgen können. Nie mehr! Ich schwör.
Dabei habe ich diesbezüglich eh schon Probleme mit der besseren Hälfte. Weil ich zu rigoros entsorge. Aber ein Abfallsack ist ein Abfallsack ist ein Abfallsack. Oder etwa nicht? Und alles, was weg muss, muss da rein. Bei mir zumindest. Unter Umständen auch mal eine Glasflasche. Oder ein Fitzelchen Papier. Oder eine Milchtüte. Meine Güte! Tun sie nicht so, als hätten sie nicht auch schon.
Ich geb's ja zu. Man könnte es besser machen.
Was ich aber immer mache? Ich bring den Müll runter. Und nicht nur als Mittel zum Zweck. Zum Zwecke, des mich unerlaubt von zuhause zu entfernen. Wirklich nicht. Was kann ich dafür, im Niederdörfli zu wohnen und jedesmal jemanden zu treffen! Eben.
Aber das hat jetzt ein Ende. Und wer trägt Schuld daran? Reda! Ein Kolumnist. Jetzt hätte ich fast Kommunist geschrieben. Dabei kenne ich ihn eigentlich gar nicht. Aber ich lese. Seine Geschichten. Auch die, über die "gelbe Pest". Die Geschichte handelt eigentlich von Velos. Aber auch Regulatorien. Und irgendwie habe ich mich Gedanklich auf diese Regulatorien eingeschossen. Auch das in Zürich alles streng reguliert ist. Auch die Abfallentsorgung. Mittels und durch Züri-Säcke. Und darum ist Reda schuld, dass ich unseren nicht mehr entsorgen kann.
Weil, gerade nach Redas, kam eine weitere Geschichte. Über Zürichs dienstältesten Bestatter. Und dieser machte gegenüber einer Praktikantin folgende Bemerkung: "Von den rund 3'500 Personen, die jährlich in der Stadt sterben, ruhen über 80 Prozent im ‹Züri-Sarg›. Dieses Standardmodell aus Pappelholz ist für die Einwohner der Stadt Zürich kostenlos."...................
Ich las nicht Züri-Sarg!!! Nein, wirklich nicht. Züri-SACK!! ......ruhen über 80% im Züri-Sack!!!!

Nie mehr! Ich schwör! Nie mehr werde ich den Abfall entsorgen können.

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