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Mikrokosmos

Mir reicht es nun wirklich langsam. Echt. Nichts gegen Sommer und Wärme. Wirklich nicht. Wärme ist voll in Ordnung. Wärme! Nicht Hitze! Wenn ich Hitze gerne hätte, dann würde ich nach Australien ziehen. Oder in die Sahara. Aber ich habe mich bewusst für den Süden Mitteleuropas entschieden. Der gemässigten Temperaturen wegen. Nicht nur. Klar. Aber auch. Und zwar Sommer wie Winter. Gemässigt endet bei 28° nach oben und -10° nach unten. Alles darunter und darüber? Macht mich kirre. Und wenn ich kirre bin, dann sorge ich meistens dafür, dass auch mein Umfeld kirre wird. Wegen mir. Aber unbewusst. Ich schwör. Meistens.
Diese Geschichte schreibe ich übrigens im TGV nach Paris. Kleiner Weekendtrip. Liegt ja quasi um die Ecke. Drei Stunden ab Basel. Also kein Thema. Thema könnte aber die Klimaanlage werden. Wir nähern uns bedenklich den -10°. Ich beginne kirre zu werden. Das bekam auch schon der Kondukteur zu spüren. Der ganz aus Versehen unsere Rückfahrttickets löcherte. Das sei aber kein Problem. Sagt er. Mal sehen, ob das sein Kollege morgen auch so sieht. Weil, wir ziehen sie ja an. Die Schwierigkeiten. Immer. Ich ahne schon. Gibt sehr wahrscheinlich wieder Stoff für eine Geschichte.
Sie merken, dieses Thema beschäftigt mich.Über Gebühr. Darum zurück zum eigentlichen Thema dieser Story. Der, eines Mikrokosmos. Eines Bestimmten.
Ferien. In Zürich. Weil der eigentlich geplante Urlaub in die Hosen ging. Etwas. Dazu aber ein andermal mehr. Zürich also. Zürich im Sommer? Eigentlich ein Traum. Kaum Verkehr. Keine Menschenmassen. Alle weg. Man hat wieder Zeit für einander. Die Kellner für ihre Gäste. Schalterbeamte, sofern anwesend, für Kunden. Und Platz. Man findet wieder Platz. In den Restaurants, Bars und auch sonst wo. Darum, und wirklich nur darum! Lies ich mich dazu überreden. In eine Badi zu gehen. Und weil Temperaturen im Kirrebereich. Bessere Hälfte wollte ins Utoquai. Ich zog mit. Weil sie versprach, es hat sicher keine Leute.
Es hatte. Alle. Alle, der Wenigen, die nicht in den Ferien, sondern in Zürich weilten. Aus welchen Gründen auch immer. Die bevölkerten die Badi. Alle. Das Utoquai ist eine wunderschöne, historische Holzbadeanstalt. In der Stadt. Am See. Unterteilt in mehrere Bereiche und Decks. ZUm Teil nach Geschlechter getrennt. Zum Teil gemischt. Mit einem Restaurant. In dessen Mitte? Ein Olivenbaum. Riesig. Ich liebe Olivenbäume in Restaurants. Echte. Nicht diese Plastikdinger. Eine wirklich tolle Badeanstalt. Wunderschön anzusehen. Wenn man sie denn sieht. Nicht an diesem Tag. Man sah? Handtücher. Nur. Darauf tout Zürich. So dicht an dicht, dass am Eingang eines jeden Decks ein Drillmaster sass. Der stand alle 15 Minuten auf. Griff zu einem Megaphon. Dann röhrte er aus voller Brust ein ¨Jetzt! Drehen! ¨ Und das gesamte Deck wendete seinen Körper von Brust auf den Rücken. Und umgekehrt. So eng lagen die Leute. Bessere Hälfte meinte ich solle nicht so übertreiben. Ich übertreibe nicht. Wirklich nicht. Ich schwör.
Letztens war in einer Zeitung eine Kolumne über eine Badi zu lesen. Und über das Befinden des Schreibenden bei Besuch der selbigen. Am Kinderbecken. Nun ja, im Utoquai hat es keine Kinder. Da hat es nur Schöne. Menschen. Mit Silikon. Mehr oder weniger Silikon. Meistens mehr. Auch Männer. Und jetzt lustig. Während Frauen, wegen der Verwendung von Silikon, nicht auf dem Bauch liegen können, so können die Männer nicht auf dem Rücken. Liegen. Auch wegen Silikon. Aber weiter unten. Woher ich das weiss? Meine sehr verehrten Damen und Herren. Sie können sich drehen und wenden wie sie wollen. Man sieht es. Das vierzigste Lebensjahr überschritten? Hintern und Titten stehen waagerecht vom Körper ab. Wie Bojen im Wasser? Silikon. Da können sie behaupten, was sie wollen.
Darum hat es nicht nur keine Kinder im Utoquai. Man sieht auch keine Bademeister. Wozu auch. Von wegen Bojen. 

Die schwimmen ja auch auf dem Wasser. Und gehen nicht unter.

Fortsetzung folgt.

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Wasser bis zum Hals

Eigentlich, eigentlich habe ich kein Problem mit Alkohol. Wirklich nicht. Ich schwör. Auch nicht ohne, ihr Scherzkekse. Gelegentlich mal ein Glas Rotwein. Hie und da. Auch mal einen Grappa nach dem Essen. Und wenn ich dann mal in eine Bar gehe, dann auch einen Drink. Oder zwei. oder drei. Nicht mehr. Mich hat noch niemand nach Hause tragen müssen. Rollen schon. Aber tragen? Nein. Da kenne ich andere. Ohne jetzt hier Namen zu nennen.
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Nur ganz selten, wenn wirklich alle Umstände zusammen kommen. Dann, dann kann es auch mir passieren. Dass meine Stern…

Lange Rede kurzer Sinn

Schnell. Geduld? Keine. Also die wenigsten. Am liebsten schon gestern. Oder noch früher. Dass wertvollste, was man also schenken kann? Zeit. Und ein Ohr. Oder zwei. Leihweise. Nicht so van Gogh mässig. Der hat sein Ohr ja auch abgegeben. Quasi. Nein. Wirklich nur leihweise. Hin- oder zuhören. Ist wirklich wertvoll. Auf beide Seiten. Ich versuche zuzuhören, bin aber auch ganz dankbar. Wenn mir mal jemand zuhört. So wie sie es tun. Die Leser dieser Geschichten. Sie schenken mir auch. Immer wieder. Ihre Aufmerksamkeit. Das ist für mich Lohn und Ansporn. Ich, wir, bessere Hälfte und ich. Wir versuche daher auch ab und zu etwas zurückzugeben. Das nächste Mal am 23. Mai. Details später. Nur damit sie schon einmal vorgewarnt sind. Zurück zum Thema. Zeit schenken. Weil, auch ich. Habe auch so eine Unart. Oder Tic. Also nicht, dass sie jetzt Angst haben müssen. Von wegen Tourette oder so. Wobei Angst etwas weit gegriffen. Einer meiner Schulfreunde hatte einen. War ganz lustig damals. Für uns. …

Berührungsängste

Es ist wegen meiner Jungmannschaft. Also wegen meiner Kinder. Weil, die kommen immer wieder mal. Mit so Hinweisen. Man könne jetzt zum Beispiel im Internet iPhones gewinnen. Ganz einfach. Oder da gäbe es so Gewinnspiele. Wenn man CHF 10.- einzahle, dann könne man für CHF 50.- gamen. Also früher. Als sie ihr erstes iPhone bekamen. Bezahlt! Nicht gewonnen! Mittlerweile sind sie auf- und abgeklärter. Darin, nicht alles zu glauben, was man im Internet so liest. Oder in Zeitungen. Eher gesunder Menschenverstand. Und dann selber beurteilen. Kann das wahr sein? Oder nicht? Und wenn ja, wie viel davon? Gibt es eine zweite Seite? Die gibt es nämlich immer. Mitunter schauen Geschichten dann ganz anders aus, wenn man die eine Seite gelesen hat und die andere Seite dann dazu um Auskunft bittet. Was wollte der Schreiber damit zum Ausdruck bringen? Will er nämlich immer. Ich schwör. Was zum Ausdruck bringen. Nur ist es manchmal erst auf den zweiten Blick ersichtlich. Oder dem dritten. Wie letztens…