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Feuer unterm Dach

Nahtlos geht es weiter. Wir, also sie, geneigte Leserschaft, sowie meine Person, befinden sich immer noch im Weekend. Sie erinnern sich? Letzte Woche? Freitagabend? Mit den Kinder „Nacht im Museum“ gespielt! Heute sind wir bei Samstag. Noch leicht verspannt im Nacken. Wegen des Vorabends. Aber auch guten Mutes. Der Meinung, noch viel schlimmer könne es ja nicht kommen. Dabei allerdings die Rechnung nicht mit einem Esoterikern gemacht. Und einigen Innerschweizern. Also der verspannte Nacken, das kam einerseits vom Vorabend. Andererseits aber auch daher, dass wir eingeladen waren. Zu einem Nachtessen. Ausserhalb. In der Pampa. Grund? Allgemeines bestaunen des Nachwuchses. Dem neugeborenen. Jetzt ist es ja nicht unbedingt so, dass ich keine Kinder mag. Also keine fremden Kinder. Die eigenen sowieso. Aber im Prinzip auch die, anderer Eltern. Wirklich. Ich schwör. Das verhält sich ähnlich wie mit jungen Hunden. Ach Gott, sind die süss. So niedlich. Bis sie dir in die Wohnung kacken. Die Welpen. Nicht die Kinder. Wobei…. Sie verstehen, was ich meine, nicht wahr? Und Welpen kacken und pissen andauernd. Vor Freude. Aus Angst. Aus Prinzip. Also kurz gesagt. Ich liebe junge Hunde. So lange sie nicht mir gehören. Und nach spätestens 30 Minuten wieder verschwinden. Ebenso verhält es sich mit kleinen Kindern. Kommt dazu, ich habe ein gewisses Alter. Da bin ich einfach nicht mehr kompatibel. Und froh, sind meine schon fast aus dem Haus. Jetzt gibt es aber Menschen, die tun sich es in eben diesem Alter noch einmal an. Kleine Kinder. Und die wollten bestaunt werden. Das neue Kind. Ich staunte mehr über die Eltern. Also Pampa. Samstagabend. Thema, neues Kind. Verspannter Nacken. Unter diesen Voraussetzungen verliessen wir unsere Wohnung. Um anschliessend das Haus und die Stadt zu verlassen. Ich bin nicht gläubig. Und ich bete auch nicht. Oder nur ganz selten. In diesem Moment aber tat ich es. Und jetzt Hammer. Sie werden es nicht glauben. Kaum im Lift, meint bessere Hälfte: „Du, es stinkt!“ Fast wäre mir rausgerutscht: „Ja, das ist meine Laune.“ Aber nur fast. Es stank aber wirklich. Unten angekommen sah man es auch. Den Gestank. In Form eines leichten Rauschschwadens. In einem Altstadthaus. Im Niederdorf. Danke, oh Herr, oder wer auch immer mein Gebet erhört hat. Bei Rauch und Gestank wird nicht lange gefackelt. In der Altstadt schon gar nicht. Das sagte mir auch der freundliche Herr vom Notruf. Obwohl ich meinte, es stinke zwar, aber der Rauch verziehe sich gerade und offenes Feuer sehe man auch keines und ob er nicht einfach nur jemanden vorbei schicken können, der mal nach dem Rechten sieht. Also jemanden! Einen! Von mir aus auch mit dem Tram! Es eile nicht unbedingt, von wegen verspannter Nacken. Er schicke jemanden. Der kam dann auch. Ziemlich schnell. Und nicht allein. Gar nicht. Zuerst kam der Krankenwagen. Der käme immer. Aus Prinzip. Ich liebe Prinzipien. Dann die Polizei. Auch aus Prinzip. Danach ein Einsatzfahrzeug. Ein mehr oder wenig normal grosser PW. Das war’s dann, dachte ich. Ich schon. Nicht aber die Feuerwehr. Die dachte anders. Grösser. Und kam dann noch mit der grossen Drehleiter und einem grossen Tanklöschfahrzeug. In das kleine und enge Stück Niederdorf vor unserem Haus. Die Kinder, also unsere, fanden‘s geil. Weil, vielleicht kommen wir ja jetzt im Fernsehen. Retter im Einsatz. Sie verstehen? Kamen wir übrigens nicht. Wer kam, war die Vorhut. In Form eines Feuerwehrmanns in Vollmontur. Stürmt in unser Haus, in den Vorraum, bereit, sein Leben zu opfern und sich heldenhaft ins tosende Flammenmeer zu werfen. So es denn eines gehabt hätte. Er stürmt also, zögert, schnieft durch die Nase, schnieft noch einmal, sieht mich verächtlich an, und: „Weihrauch!“ Schnief: „Das ist Weihrauch!“. Lorbeer. Hat sich herausgestellt. Ein paar Tage später. Lorbeer. Weil, unser Nachbar im Haus, ein bisschen esoterisch. Und immer bei Neumond räuchere er seine Geschäftsräumlichkeiten aus. Von wegen der Vibes. Und das stinke halt vielleicht ein bisschen. Und das nächste Mal werde er es ankündigen. Das alles erfuhren wir aber erst in der folgenden Woche. An besagtem Samstag standen wir immer noch vor dem schniefendem Feuerwehrmann. Und einem Verdacht. Nämlich dem, der Gestank käme aus den Räumlichkeiten unseres Nachbaren. Der aber schon weg war. Vielleicht auch verspannter Nacken. Jetzt spannend. Auf der einen Seite besorgte Hausbewohner. Auf der anderen abgeklärte Feuerwehrmänner. Dazwischen? Ratlosigkeit. Aussage Feuerwehr: Das riecht „nur“ nach Weihrauch, nicht nach Feuer. Das rieche anders. Aussage (eines!!) Hausbewohner: Könne man nicht, wie im Film, jetzt mit schwerem Gerät eine Wand aufstemmen, um in die Räumlichkeiten des Nachbaren zu gelangen? Um nachzusehen? Weil, im Film mache man das auch immer so. Und jetzt, wo sie schon mal da seien und alles dabei haben? Aussage Polizei: Wir versuchen jetzt mal den Herren telefonisch zu erreichen. Aussage Krankenwagen: Wir gehen jetzt wieder, ist ja nix für uns dabei (dabei hatte ich fast einen Herzinfarkt…und einen verspannten Nacken). Die Polizei konnte den Nachbaren nicht erreichen. Mittlerweile drei schniefende Feuerwehrmänner rochen immer noch Weihrauch, aber kein Feuer. Weil, das rieche anders. Einhellig. Alle drei. Nicht ganz selbstsicher, aber immerhin. Feuerwehrkommandant: Also gut. Wir gehen jetzt auch wieder. Weil Annahme, kein Feuer, sondern eher nur Räucherstäbchen! „Ernscht, dreh schon mal die Drehleiter um!“ Wir gingen dann halt auch. In der Hoffnung, wenn wir zurück kämen, ein noch intaktes Haus vorzufinden. Und nicht einen nach Weihrauch riechenden Trümmerhaufen. Einem Haufen begegneten wir eine gute Stunde später. Einem Haufen betrunkener Innerschweizer Fasnächtler auf dem Weg zu einer Fasnachtsfeier. Die rochen auch. Aber mehr dazu in der nächsten Geschichte.

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Wasser bis zum Hals

Eigentlich, eigentlich habe ich kein Problem mit Alkohol. Wirklich nicht. Ich schwör. Auch nicht ohne, ihr Scherzkekse. Gelegentlich mal ein Glas Rotwein. Hie und da. Auch mal einen Grappa nach dem Essen. Und wenn ich dann mal in eine Bar gehe, dann auch einen Drink. Oder zwei. oder drei. Nicht mehr. Mich hat noch niemand nach Hause tragen müssen. Rollen schon. Aber tragen? Nein. Da kenne ich andere. Ohne jetzt hier Namen zu nennen.
Ich bin auch eher, wenn, dann der Typ stiller Trinker. Weil. In einer Beiz aufgewachsen. Und zuviel erlebt, was zuviel Alkohol aus Menschen machen kann. Insbesondere auf der verbalen Ebene. Würde auch. Je mehr Alkohol, desto weniger. Das ist wie bei Professor Otto. Je schiefer das Brett, desto schneller das "Zisch" und umso lauter der Bums. Oder so. Wobei die meisten mit zuviel, dann ja kein Bums mehr. Auch wenn sie gerne würden.
Nur ganz selten, wenn wirklich alle Umstände zusammen kommen. Dann, dann kann es auch mir passieren. Dass meine Stern…

Lange Rede kurzer Sinn

Schnell. Geduld? Keine. Also die wenigsten. Am liebsten schon gestern. Oder noch früher. Dass wertvollste, was man also schenken kann? Zeit. Und ein Ohr. Oder zwei. Leihweise. Nicht so van Gogh mässig. Der hat sein Ohr ja auch abgegeben. Quasi. Nein. Wirklich nur leihweise. Hin- oder zuhören. Ist wirklich wertvoll. Auf beide Seiten. Ich versuche zuzuhören, bin aber auch ganz dankbar. Wenn mir mal jemand zuhört. So wie sie es tun. Die Leser dieser Geschichten. Sie schenken mir auch. Immer wieder. Ihre Aufmerksamkeit. Das ist für mich Lohn und Ansporn. Ich, wir, bessere Hälfte und ich. Wir versuche daher auch ab und zu etwas zurückzugeben. Das nächste Mal am 23. Mai. Details später. Nur damit sie schon einmal vorgewarnt sind. Zurück zum Thema. Zeit schenken. Weil, auch ich. Habe auch so eine Unart. Oder Tic. Also nicht, dass sie jetzt Angst haben müssen. Von wegen Tourette oder so. Wobei Angst etwas weit gegriffen. Einer meiner Schulfreunde hatte einen. War ganz lustig damals. Für uns. …

Berührungsängste

Es ist wegen meiner Jungmannschaft. Also wegen meiner Kinder. Weil, die kommen immer wieder mal. Mit so Hinweisen. Man könne jetzt zum Beispiel im Internet iPhones gewinnen. Ganz einfach. Oder da gäbe es so Gewinnspiele. Wenn man CHF 10.- einzahle, dann könne man für CHF 50.- gamen. Also früher. Als sie ihr erstes iPhone bekamen. Bezahlt! Nicht gewonnen! Mittlerweile sind sie auf- und abgeklärter. Darin, nicht alles zu glauben, was man im Internet so liest. Oder in Zeitungen. Eher gesunder Menschenverstand. Und dann selber beurteilen. Kann das wahr sein? Oder nicht? Und wenn ja, wie viel davon? Gibt es eine zweite Seite? Die gibt es nämlich immer. Mitunter schauen Geschichten dann ganz anders aus, wenn man die eine Seite gelesen hat und die andere Seite dann dazu um Auskunft bittet. Was wollte der Schreiber damit zum Ausdruck bringen? Will er nämlich immer. Ich schwör. Was zum Ausdruck bringen. Nur ist es manchmal erst auf den zweiten Blick ersichtlich. Oder dem dritten. Wie letztens…