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Kleine Ursache, grosse Wirkung

Das Thema aus der Überschrift ist ja allgemein bekannt und muss an sich eigentlich kaum erklärt oder vertieft werden. Sicher hat der Eine oder Andere meiner Leser schon die eine oder andere Erfahrung damit gemacht. Positiv oder negativ. Es muss auch nicht immer diese Reihenfolge sein. Manchmal haben grosse Ursachen auch relativ bescheidene (Aus-) Wirkung.
So kann zum Beispiel die relativ kleine Ursache des Verwechselns von Brems- und Gaspedal, eine etwas grössere Wirkung nach sich ziehen. Hingegen die Wahl des Präsidenten eines Landes, was ja durchaus eine grössere Ursache ist, zu einer relativ bescheidenen Wirkung führen. Letzteres entscheidet sich noch in nächster Zeit. Genauer gesagt, ab Januar. Wenn er denn in Amt und Würde ist. Wobei, dass mit der Würde….. Naja, wenn man die Medien momentan verfolgt. Ich weiss ja nicht, ob sich die Amerikaner einen wirklich so grossen Gefallen damit getan haben. Sich vermutlich nicht. Ihm natürlich schon. Seiner Familie sowieso. Man wird sehen. Ich will jetzt gar nicht genauer darauf eingehen, lustig ist aber, dass diese Geschichte auch mit Amerikanern zu tun hat. Am Rande. Vor allem aber mit Ursache und Wirkung. Klar. Aber auch Amerikanern. Hier. In Zürich.
Lassen Sie mich so beginnen. Wenn sie planen, wieder mal zum Essen in ein Restaurant zu gehen, versuchen Sie mal die Rheinfelder Bierhalle. Anfangs Niederdorf. Vom Central her gesehen. Nicht vom Bellevue. Weil vom Bellevue her wäre es dann Ende Niederdorf. Logisch. Aber dazwischen liegt noch was. Erstens eine Entscheidung (Gehe ich zu Fuss oder nehme ich das Tram). Und zweitens das Oberdorf. Das Niederdorf heisst nämlich ab Grossmünster Oberdorf. Ich sage das nur, weil wir letztens abgemacht haben. Vor einer Lokalität. Und die etwas unpräzise Ortsangabe „Anfangs Niederdorf“ lautete. Was dazu führte, dass ich auf der einen und meine Verabredung auf der anderen Seite warteten. Was bei dem sich anschliessenden Versuch einer über Telefon geführten Zusammenführung beider Parteien, in etwas Konfusion endete. Im Sinne von „siehst Du links das blaue Gebäude“? Dummerweise hat es an beiden Seiten ein blaues Gebäude. Aber dies ist eine andere Geschichte.
Zurück zum Thema. Und der Rheinfelder Bierhalle. Ein sehr rustikaler Ort mit stark lokal ausgeprägter Küche. Jumbo Cordon Bleu sage ich nur. Der Hammer. Auch preislich absolut im Rahmen. Was man in Zürich ja nicht immer behaupten kann. Meistens sehr gut besucht. Fast immer voll. Gewisse Gäste manchmal auch. Macht ja nix. Stimmung aber gut. Publikum? Alles. International auch. Grosse Tische. Also nicht unbedingt was fürs erste Rendezvous. Man kommt ins Gespräch. Einfach. Wenn’s auch nur um die Flasche Ketchup geht, die auf jedem Tisch steht. Weil international, darum Umgangssprache sehr oft Englisch. Seitens Gäste. Seitens Service eher weniger. Man versteht sich dennoch.
Für Zürich ein Unikum, dieses Lokal. Aussergewöhnlich. Aussergewöhnlich ist auch, dass man nur Bargeld akzeptiert. Cash. In allen Währungen. War mir nicht geläufig. Obwohl öfters vor Ort. Aber auch immer genug Cash dabei. Bis auf gestern. Die Amerikaner auch nicht. Die sind sich das auch nicht mehr gewohnt. Als es ans begleichen der Rechnung ging und wir beide die Kreditkarte zückten, zückte der Kellner auch. Allerdings nur die Schultern. Hier nur Cash. Oder Lunch Checks. Über diese Lunch Checks, schreibe ich auch noch Mal eine Geschichte. Aber eine Andere. Ich schwör. Wirklich.
Schulter zucken dann auch beim Ami und mir. Weil, was tun? Meint der Kellner, sorry, ginge wirklich nicht, aber es hätte einen Bancomat gleich links um die Ecke. Quasi nur 10 Meter. Waren dann aber knapp 200. Nur so zum Sagen. Der Ami und ich also ab auf die Gasse. Und weil Brüder im Geiste und der Situation, sofort im Gespräch. Er sei sich das eigentlich gewohnt, auch hier in der Schweiz, auf jedem Berggipfel, quasi Pampa, mit Karte zahlen zu können. Nur hier, in der Zivilisation, hier nicht. Bei der Verwendung dieser Bezeichnungen „Pampa“ und „Zivilisation“ musste ich verhalten grinsen. Meine Leser wissen warum. Ich sei ja alleine im Gegensatz zu ihnen und ob ich dem Kellner denn ein Pfand hinterlassen hätte. Weil in Amerika, in Amerika ginge das nicht so einfach. Nein, antwortete ich. Kein Pfand. Auch das sei typisch. Es gäbe noch Leute mit Gottvertrauen.
Worauf mich der Amerikaner ungläubig anblickt und meinte, wir Schweizer seien schon „crazy People“.

Ich hätte jetzt gerne noch mit ihm über die Wahl ihres neuen Präsidenten diskutiert ;-)

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