Virtuelle Kaffeehausgeschichten


Vielleicht haben sie es ja auch schon mitbekommen. Vielleicht aber auch nicht. Eher sogar sicher nicht. Weil, Dings.....man könnte es nicht meinen. Wenn man die Reaktionen gewisser Zeitgenossen, auf gewisse Vorkommnisse beobachtet. Jetzt hätte ich doch fast "Eidgenossen" geschrieben. Aber es betrifft doch weit mehr, als nur dieses kleine, Bergvolk, an den steilen Hängen der Alpen. Wir befinden uns innerhalb grosser Umwälzungen. Innerhalb. Nicht nur kurz davor oder irgendwann vielleicht. Nein. Es passiert jetzt. Und es wird sich auch nicht mehr aufhalten lassen. Nur weil das immer noch ein paar Unverbesserliche glauben wollen. Es aufhalten zu können. Und damit spreche ich nicht von farbigen Kinderköpfen auf meiner Lieblingsschokolade. Also ihr Altvorderen. Nichts gegen Traditionen und Landesgrenzen. Wirklich nicht. Nicht das ich finde, dies sei unwichtig. Traditionen. Traditionen, so weit gesund, gehören zur Erziehung. Weil Vermittlung von Werten. Und so. Tut immer gut zu wissen, woher man eigentlich kommt und damit auch, welchen Traditionen entspringt. Landesgrenzen hingegen schon eher. Also zumindest von mir aus. Könnt ihr in die Tonne treten. Wenn mal wieder ein AKW in die Luft fliegt, also im Ausland, und der Wind gegen uns steht? Sie wissen, worauf ich hinaus will? Das Gleiche mit Menschenströmen. Da steht der Wind schon länger gegen uns. Und der wird sicher nicht flauer. Weil die Lage in diesen Gegenden auch nicht besser wird. In ein paar Dörfern dort, weit südlich von uns, geht langsam das Wasser aus. Und nicht nur das. Was würden sie tun? In solch einer Situation? Ich weiss. Auf die Notverteilung pochen. Genau. Die hat es dort aber nicht. Also? Dann halt dahin gehen, wo es hat. Und dann interessieren Landesgrenzen und Traditionen eher weniger. Aber darauf will ich ja gar nicht hinaus. Jetzt noch nicht. Nicht in dieser Geschichte. Mir geht es um diese anderen Umwälzungen. Technologische. Menschliche auch. Hängt irgendwie zusammen. Man spricht ja immer von der Industrialisierung. Und was das alles verändert hat. Die Umwälzungen in der Technologie finde ich mindestens ebenso bemerkenswert. Respektive die daraus für uns entstehenden Veränderungen. Zudem passiert es schneller. Was man heute nur schon über das Smartphone alles anstossen kann. Einkaufen. Reisen buchen. Bücher lesen oder sogar veröffentlichen. Ganze Gewerbe verändern sich. Gell, liebe Taxifahrer? Oder Hoteliers und Fremdenverkehrsdirektoren! Es wird weitergehen. Noch schneller. Und wer nicht bereit ist, da mitzuhalten. Ohje. Pusteblume. Ich erlebe das ja in der eigenen Familie. Meine Mutter hat noch nicht einmal ein Handy. Die ist ja auch schon 75. Spielt also fast schon keine Rolle mehr. Und da ich weiss, dass eine meiner Schwestern, mit einem guten Draht zu meiner Mutter, diesen Blog liest, kann ich mir vorstellen, was mich jetzt demnächst erwartet. Die andere Schwester hat zumindest ein Handy. So eines mit Tasten. Da steht, glaube ich, sogar noch der Name eines finnischen Herstellers drauf. Nokia darf man ja fast schon nicht mehr sagen. Es kann immerhin schon SMS. WhatsApp nicht. Aber SMS. Manchmal bekomme ich sogar ein Email von ihr. Woher das kommt? Keine Ahnung. Man muss nicht alles wissen. Selber habe ich mit diesen Umwälzungen keine Mühe. Im Gegenteil. Ich begrüsse Sie, da ich vor allem die Chancen darin sehe, die diese bieten. Die Welle, die nehme ich mit. Und jetzt bin ich wieder einen Schritt weiter gegangen. Ich liebe Kaffee. Fast schon ein bisschen süchtig. Wirklich. Ich schwör. Nicht das sie glauben ich sei jetzt so Einer. Wie die mit dem Rotwein. Die sich in einem Restaurant dann überschlagen. Quasi. Erdig und Spuren von Zimt und Südlage und die Hausnummer des Wohnsitzes des Winzers und überhaupt. Für mich ist Wein rot. Und kommt aus Spanien. Und wenn der Kellner fragt, wie ich ihn fand, den Rotwein, nicht den Kellner, dann kommt meistens, in der Karte. Ich fand ihn in der Karte. Damit hat es sich dann auch schon. Das Gleiche mit Kaffee. Der ist schwarz und heiss. Mit einem Milchschaum versehen. In einer schönen Tasse. Mir ist ziemlich egal, ob den eine Katze gekackt hat, oder nicht. Ich bin frühmorgens meistens etwas knurrig. Fast schon grantig ;-) Wenn ich dann in einem Kaffeehaus auch noch entscheiden muss, welche Röstung ich denn bevorzuge, dann bevorzuge ich alsbald ein anderes Haus. Ich bin dann auch noch nicht sehr mitteilsam. Daher sehr oft alleine geniessend. Weil dann auch besser in der Lage zu beobachten. Die Umgebung. Des Kaffeehauses. Und der Gäste. So war's eigentlich bis anhin. Doch jetzt kommt was Neues dazu. Der Virtuelle. Man kann Kaffee auch virtuell geniessen. Also zumindest mit einem virtuellen Gegenüber. Haber ich kürzlich gemacht. Funktioniert. Fragen sie mal anneliese_53. Auf Instagram. Und keine Bange. Sie können dabei auch ihre Kinderzusehen lassen. Oder die bessere Hälfte ;-)

Nur wegen der Umwälzungen. Ich schwör!

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