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Möpse

Wie sagte schon Loriot? Ein Leben ohne Möpse ist möglich, aber sinnlos. Also. Um diese Art Möpse geht es heute nicht. Nicht wirklich. Gar nicht. Geht mehr um das Miteinander. Zwischen Mann und Frau. Und wie Letztere gerne von Ersterem behandelt und wahrgenommen werden möchte. Um diese Art Möpse geht es. Die da im wahrsten Sinn des Wortes dazwischen liegen. Hängen. Oder stehen. Sehr oft stehen sie dazwischen. Und im Weg. Gewissermassen. Sozusagen. Sich selber. Und den Protagonisten. Also Mann und Frau.
Ich komme drauf, weil in letzter Zeit ja wieder ein Thema. In den Medien. Oder, besser gesagt, DER Medien. Weil sich ein paar Hohlköpfe daneben benommen haben. Relativ fokussiert. Gezielt. Gezielt zugegriffen nämlich.
Auf diese Diskussion jetzt aber hier verzichtend. Geht mehr um meine eigene und Mann's Unsicherheit diesem Thema gegenüber. Wann fühlt sich eine Frau belästigt? Ein paar nämlich schon, wenn vom Mann auch nur einen Tik zu lange angeschaut. Weniger im Gesicht, als weiter unten. Kann ich ja verstehen. Wirklich. Ich schwör. Ich fühle mich auch total belästigt, wenn man mir auf die Hände (sehr schön) starrt. Oder meinen Hintern (auch schön). Oder dem Reissverschluss. Meiner Hose! Nicht der Jacke. Aber total, im Fall. Unsicherheit allenthalben. Darum wirke ich in letzter Zeit vielleicht etwas irre. Wegen irrem Blick, der versucht im Gespräch mit einer Frau überall hinzusehen. Augen! Haare! Ohren! Knapp über die linke Schulter ins Nirwana hinter ihr. Dort steht dann sehr oft ein Barmann welcher meinen Blick missversteht und einen Drink über den Tresen schiebt. Meine Leber dankt. Also Blick. Überall hin. Nur ja nicht auf die Möpse. In Zürich besonders wichtig. Weil hier Frauen speziell sehr schnell belästigt. Fühlend. Hört Mann ja immer wieder.
So! Und jetzt mein Problem. Beruflich viel unterwegs. Auch an Veranstaltungen. Messen, Ausstellungen, Symposien, etc. Dort die Menschen, der Einfachheit halber, zwecks schneller Erkennung, markiert. Mitunter mit einem Namensschild. Genannt Badge. Und der wird mit Vorteil wo angebracht? Genau! Auf der Stirn. Dort hält er aber nicht so besonders gut. Darum vorne auf der, ich trau es mich kaum sagen! Brust. Oberkörper.
Und jetzt zweites Problem. Diese Namensschilder haben ja nicht die Grösse einer Plakatwand. Also eher klein. Und ich eher älter. Besonders meine Sehkraft. Und eitel. Also keine Brille. Fazit? Ich muss ziemlich nah ran, um das lesen zu können. Das sieht dann aus, wie.....! Darum verzichte ich meistens dankend. Und behelfe mir mit nuscheln. Aaah, Grüezi Frau ....nuschelnuschelnuschel. Und in Gedanken: Sie haben aber heute die Haare schön. Oder die Augen.

Hüte! Man sollte an solchen Veranstaltungen kleine lustige Hüte verteilen. Mit Namen drauf.

Problem gelöst.

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