Direkt zum Hauptbereich

Auf die Zwölf

War das ein schöner Sommer. Wirklich. So wollte ich meine erste Geschichte nach der Sommerpause beginnen. Tue ich ja auch. Nur! Ist es ja immer noch. Sommer. Will gar nicht mehr aufhören, scheint mir. Find ich gut. Im Prinzip. Aber. Heiss. Für mich einfach etwas zu heiss. 28 bis 30 würden mir genügen. Persönlich. Für über 30 sind wir das falsche Land. Grad. Temperatur. Nicht Asylanten. Wird ja viel diskutiert das Thema. Nicht nur in der Schweiz. Auch in Istanbul. Wo ich gerade herkomme. Eingeladen an die Hochzeit von Freunden meiner Partnerin. In Istanbul wird das auch diskutiert. Weil noch etwas direkter betroffen. Ja direkter Nachbar eines kriegführenden Staates. Darum Diskussion auch etwas kontroverser. Aber man will ja kein Feuer ins Oel giessen. Oder so ähnlich. Der Sommer dort aber auch heiss. Und nicht nur von der Temperatur her.
Zurück zu Zürich und Rückkehr aus den Ferien. Relativ entspannt und relaxt. Dachte ich. Dachte der Sprenzel von mir vermutlich auch. Fehleinschätzung! Persönliche und die des Sprenzels. Das weiss er jetzt auch. Respektive seine Nase.
Sie wissen nicht was ein Sprenzel ist? Eigentlich die Sprosse einer Leiter. Umgangssprachlich aber auch die Bezeichnung für eine hagere, aufgeschossene (grosse) Person. Und in dieser Geschichte geht es um Letzteres.
Jetzt muss man wissen, ich bin 53. Und knapp 1.90 gross. Bei gut 120 Kilo. Vorsichtig jetzt. Ich weiss es selber. Es könnten ein paar mehr sein. Zentimeter. An Grösse. Bezogen auf das Gewicht. Aber was ich eigentlich damit sagen will. Ich stehe an einem Punkt, an dem ich einfach nicht mehr jeden Scheiss mitmache. Oder mir gefallen lasse. Schon rein von meiner Postur her. Das wusste der Sprenzel leider nicht.
Zufällig wohnte ich im Zug einer Diskussion über Asylanten im Allgemeinen und Ausländer im Besonderen, bei. So eine typische Diskussion, von geistig etwas Minderbemittelten. Ich möchte eigentlich gar nicht näher darauf eingehen. Das Fazit das ich aber daraus zog? Für mich zumindest? Nächstens einschreiten. Einmischen. Auch wenn es nichts bringt. Weil, nennen wir es mal, Beratungsresistent. Die Mitwirkenden solcher Diskussionen. Meistens zumindest. Mit diesem Vorsatz war ich unterwegs, quer durch den HB. Und weil noch Brot benötigt, den nächsten Stand angesteuert. Da stand bereits der Sprenzel. Vor dem Tresen. In der Hand etwas Undefinierbares, aber dort wohl käuflich Erworbenes. Von der Dame hinter dem Tresen. Einer, nur schwach der deutschen Sprache mächtigen, Farbigen. Darum verstand sie wohl auch nicht, dass Sprenzel etwas scharfe Sauce wollte. Für sein, Dings. Und weil Dame nicht verstand, passierte auch nichts. Zunächst. Sprenzel wurde ungehalten. Erst. Dann ausfällig. Und laut. Und weil Vorsatz, und nicht mehr jeden Scheiss mitmachen wollen, Einspruch. Meinerseits. Ganz ruhig. Wirklich. Ich schwör. Habe ich auch den beiden Polizisten erzählt. Er solle sich doch bitte etwas mässigen in seinen rassistischen Auswürfen, ich könne den Scheiss nicht mehr hören. Ruhig. Ohne zu drohen. Das tat Sprenzel. Dreht sich zu mir um, kommt auf mich zu. Baut sich in 5cm Abstand vor mir auf und will von mir wissen was mich das anginge. Und ob er mir sein tätowiertes Hakenkreuz im Nacken zeigen solle und das er mir innert einer Sekunde ohne Probleme den Hals brech......Paff! Tut mir leid. Persönlich. Um seine Nase. Wirklich. Ich schwör. Wobei. Eine Schönheit war die wohl vorher schon nicht. Jetzt ist sie noch etwas mehr verschoben. Ich bin sonst ein wirklich friedliebender Mensch. Aber zu viel ist zu viel. Und wie gesagt. Mit gewissen Leuten will ich gewisse Sachen einfach nicht mehr diskutieren. Mir den Hals brechen lassen aber auch nicht. War dann auch kein Thema mehr.

Sagte ich schon, das ich diesen Sommer etwas heiss finde?



Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Wasser bis zum Hals

Eigentlich, eigentlich habe ich kein Problem mit Alkohol. Wirklich nicht. Ich schwör. Auch nicht ohne, ihr Scherzkekse. Gelegentlich mal ein Glas Rotwein. Hie und da. Auch mal einen Grappa nach dem Essen. Und wenn ich dann mal in eine Bar gehe, dann auch einen Drink. Oder zwei. oder drei. Nicht mehr. Mich hat noch niemand nach Hause tragen müssen. Rollen schon. Aber tragen? Nein. Da kenne ich andere. Ohne jetzt hier Namen zu nennen.
Ich bin auch eher, wenn, dann der Typ stiller Trinker. Weil. In einer Beiz aufgewachsen. Und zuviel erlebt, was zuviel Alkohol aus Menschen machen kann. Insbesondere auf der verbalen Ebene. Würde auch. Je mehr Alkohol, desto weniger. Das ist wie bei Professor Otto. Je schiefer das Brett, desto schneller das "Zisch" und umso lauter der Bums. Oder so. Wobei die meisten mit zuviel, dann ja kein Bums mehr. Auch wenn sie gerne würden.
Nur ganz selten, wenn wirklich alle Umstände zusammen kommen. Dann, dann kann es auch mir passieren. Dass meine Stern…

Lange Rede kurzer Sinn

Schnell. Geduld? Keine. Also die wenigsten. Am liebsten schon gestern. Oder noch früher. Dass wertvollste, was man also schenken kann? Zeit. Und ein Ohr. Oder zwei. Leihweise. Nicht so van Gogh mässig. Der hat sein Ohr ja auch abgegeben. Quasi. Nein. Wirklich nur leihweise. Hin- oder zuhören. Ist wirklich wertvoll. Auf beide Seiten. Ich versuche zuzuhören, bin aber auch ganz dankbar. Wenn mir mal jemand zuhört. So wie sie es tun. Die Leser dieser Geschichten. Sie schenken mir auch. Immer wieder. Ihre Aufmerksamkeit. Das ist für mich Lohn und Ansporn. Ich, wir, bessere Hälfte und ich. Wir versuche daher auch ab und zu etwas zurückzugeben. Das nächste Mal am 23. Mai. Details später. Nur damit sie schon einmal vorgewarnt sind. Zurück zum Thema. Zeit schenken. Weil, auch ich. Habe auch so eine Unart. Oder Tic. Also nicht, dass sie jetzt Angst haben müssen. Von wegen Tourette oder so. Wobei Angst etwas weit gegriffen. Einer meiner Schulfreunde hatte einen. War ganz lustig damals. Für uns. …

Berührungsängste

Es ist wegen meiner Jungmannschaft. Also wegen meiner Kinder. Weil, die kommen immer wieder mal. Mit so Hinweisen. Man könne jetzt zum Beispiel im Internet iPhones gewinnen. Ganz einfach. Oder da gäbe es so Gewinnspiele. Wenn man CHF 10.- einzahle, dann könne man für CHF 50.- gamen. Also früher. Als sie ihr erstes iPhone bekamen. Bezahlt! Nicht gewonnen! Mittlerweile sind sie auf- und abgeklärter. Darin, nicht alles zu glauben, was man im Internet so liest. Oder in Zeitungen. Eher gesunder Menschenverstand. Und dann selber beurteilen. Kann das wahr sein? Oder nicht? Und wenn ja, wie viel davon? Gibt es eine zweite Seite? Die gibt es nämlich immer. Mitunter schauen Geschichten dann ganz anders aus, wenn man die eine Seite gelesen hat und die andere Seite dann dazu um Auskunft bittet. Was wollte der Schreiber damit zum Ausdruck bringen? Will er nämlich immer. Ich schwör. Was zum Ausdruck bringen. Nur ist es manchmal erst auf den zweiten Blick ersichtlich. Oder dem dritten. Wie letztens…