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Furien

Jede! Garantiert. Ich schwör. Jede wird mindestens einmal dazu. Männer? Auch, klar. Einige wenige vielleicht. Und eher die Soften. Oder die von der anderen Seite, wenn sie verstehen, was ich meine. Echte Kerle eher weniger. Aber Frauen? Alle. Die Einen mehr, die Anderen, nun ja. Vielleicht. Aber Alle tun es. Bei Männern nennt man es einfach anders. Drückt sich auch weniger deutlich aus. Wenn, dann rasiert Mann sich vielleicht einige Tage nicht. Oder schmollt ein paar Stunden. Fertig. Ausgestanden. Frauen sind da.....Dings halt. Und ein Mann, der noch nie Eine in Action erlebt hat? Gänseblümchen! Oder wie Dieter sagen würde: Ein Im-Kreisel-Linksblinker.
Ich habe schon Einige erlebt. Können sie mir glauben. Böse Stimmen behaupten, wegen mir seien sie erst dazu geworden. Streite ich ab. Kategorisch. Eine vielleicht. Oder zwei. Keinesfalls drei. Wobei....
FURIEN! Ich habe schon erlebt, das Frauen zu Furien geworden sind, nur weil ich ihnen die Türe aufgehalten habe. Oder die Rechnung übernehmen wolle. Mein lieber Herr Gesangsverein. Verbal zusammengefaltet, kann ich da nur sagen. Ich war so eingeschüchtert, eine Zeit lang habe ich danach noch gefragt, ob ich darf. Also die Türe aufhalten. Sonst eher weniger.
Sogar die Partnerin eines Freundes. Den Namen lass ich jetzt mal lieber. Sonst noch einmal. Und dann gegen mich. Zur Furie geworden. Wegen einer Türe. Einer Türe! Also ich bitte sie. Aber da können sie mal sehen.
Das Beste? Sie werden es auch untereinander. Letztens erlebt im Zug. Wer war schuld? Eine mir sehr gut bekannte Bekannte. Der Anlass? Banal. Zumindest am Wochenende. Unter der Woche vielleicht eher. Aber war Sonntag. Auf dem Rückweg nach Zürich. Zugegeben! Ein Ruhewagen. Der SBB. Und der grausame Klingelton meiner Bekannten. Den finde nicht nur ich grausam. Jetzt auch alle Reisenden eben dieses Ruhewagens. Insbesonderer einer Fur...., Pardon, Dame, auf der anderen Seite des Ganges. Weil, zuerst noch Dame. Dann aber Furie. Klingelton dabei nur Grundtenor. Auslöser , der Berühmte, der das Fass zum Überlaufen brachte, war dann der Schaffner. Abbekommen habe es aber ich.
Besagte Dame nervte sich am Klingelton meiner Bekannten. Erst recht, als dieser mehrmals erklang und Bekannte nicht schnell genug stumm schalten konnte. In der Hektik. Dadurch Dame nervös. Und wenn Damen nervös, das wissen wir ja, dann Toilette am besten nicht weit. Wir sassen ziemlich am Anfang des Wagens. Vom nächsten Abteil getrennt, nur durch eine Glaswand. Diese gab den Blick frei, auf eine Türe. Und diese Türe, zugegeben, wies Ähnlichkeit mit einer WC-Türe auf. War es aber nicht. Es war die Türe zum Zugsbüro des Schaffners. Ich wusste das. Weil ich den Schaffner ein paar mal beim Verlassen eben dieses Büros beobachten konnte. Dame wusste das leider nicht. Nach dem letzten Klingelton-Vorfall war es vorbei mit der Ruhe. Auch der Innerlichen der Dame. Offensichtlich etwas echauffiert verliess sie ihren Platz, um das WC aufzusuchen. Und weil sehr echauffiert, darum sehr nervös und deshalb sehr unter Druck. Im wahrsten Sinn des Wortes. Darum klopfte sie an der Türe. Energisch. Heraus kam, auch energisch, der Schaffner. Schaffner verdutzt, Dame verdutzt. Ich? Ich gebe es ja zu. Ich musste ein wenig schmunzeln. Vielleicht war auch ein leises Lachen zu vernehmen. Meinerseits. Aber sicher nicht schadenfreudig. Oder gar höhnisch. Wie die zur Furie gewordenen Dame behauptete.

Soweit ich es verstanden habe....

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