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Troll Dich....

Wir sind also doch noch angekommen. Obwohl es lange nach allem Anderen aussah. Ist auch ein bisschen Dings. In einem überfüllten Bus auf dieser Seite eines Flughafens anzukommen. Anstelle eines überfüllten Fliegers auf der Anderen. Also quasi schon draussen ehe man reinkommt. Soll ja manchen Männern auch ab und an passieren. Im übertragenen Sinn. Weil zu wenig feststand. Quasi ;-) Für uns stand immerhin fest, wir sind da. Ohne Koffer zwar, aber immerhin. Was uns jetzt noch blüht, sind zwei Stunden auf der Autobahn. Mit einem Auto, das erst noch gefunden werden muss. Als einigermassen Vielflieger ist man da ja so einiges gewohnt. Aber jetzt Überraschung Nummer 1. Der Bus hielt nicht nur vor dem Ausgang, sondern zeitgleich damit auch noch vor dem Eingang der Verleihfirma. Und hier Überraschung Nummer 2. Keine Warteschlange, Der weibliche Frontdeskofficer schmeisst uns ein fröhliches schwedisches "Hej" um die Ohren und wie geht es Dir und freut mich Dich zu sehen und innert geschätzten zwei Minuten hatten wir unseren Wagen. Als ich letzthin in der Schweiz versuchte, mit meiner Prepaid-Kreditkarte einen Wagen zu mieten, musste ich mir erst eine Stunde lang anhören, warum das mit dieser Art Karte nicht möglich sei. Und schlussendlich eine horrende Kaution in Bar hinterlegen. Notabene bei der gleichen Verleihfirma. Ich muss nicht alles verstehen, nicht wahr? Hier? Zwei Minuten. Vertrag war schon ausgefüllt. Nur noch Unterschrift und weg. Keine Diskussion über, ich schwatze ihnen jetzt noch diese und jene Versicherung auf. Nix. Rein, Unterschrift, Abbuchung, Wagen steht auf F16, wir sehen uns Samstag. Schönen Aufenthalt und gute Fahrt. Zwei Minuten. Kennen sie das, wenn man von Zuhause aufbricht und unterwegs dreimal umkehrt, weil bessere Hälfte meinte den Herd nicht abgeschaltet zu haben? Und die Mikrowelle noch läuft? Dabei haben wir gar keine Mikrowelle. Aber in der hysterischen Hektik....... Sie kennen das? Ich musste noch zweimal vom Parkfeld zurück ins Office laufen, weil ich mir nicht vorstellen konnte, das dies schon alles gewesen sein soll. Gewisses Grunddings. Misstrauen, mein ich. Vielleicht hatte ich ja Missverstanden. Nö, habe ich nicht. Hätte schon alles seine Richtigkeit. Also ab damit und auf die Autobahn Richtung Endziel. Das die Rückgabe übrigens unter einer Minute abgewickelt wurde, erstaunte mich dann kaum mehr. Hej, war alles gut? Keine Probleme? Super, freut mich. Schönen Abend und "Hej då". Das ist der Unterschied. Zuhause unterstellt man mir zunächst einmal, dass ich den Wagen geschrottet, den Tank nur zur Hälfte und ausserdem mit Zuckerwasser, und den Hund zweimal ins Innere kacken lassen hätte. Unterstellt man. Dem Verhalten nach. Hier unterstellte man mir nur, dass ich es gut hatte und nur ungern auf den Flieger zurück in die Heimat wolle. Warum es dem Kunden also unnötig schwer machen.
Und dann Autobahn. Staunen. Nur ein kleines Beispiel. Sehr viele automatische Kameras, sprich Blitzer. Aber vor jedem Blitzer zunächst zweimal der Hinweis einer Geschindigkeitsreduktion. Also in Zweihundertmeter kommt die Reduktion, dann kommt diese auch wirklich und 100 Meter weiter kommt dann der dezente Hinweis, dass jetzt dann ein Blitzer zu stehen gedenkt. Die blitzen auch wirklich. Aber das ist eine andere Geschichte. Da bereiten wir mal lieber das Tuch des Schweigens drüber. 
Schlussendlich. Angekommen. Ansonsten? Alles ein bisschen anders. Inklusive geriebener Parmesan in der Fischsuppe und nackter Männer an der Silvesterparty. Aber darüber nächstens Nächtens mehr. Aus dem Land der Trolle und Gnomen.

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Wasser bis zum Hals

Eigentlich, eigentlich habe ich kein Problem mit Alkohol. Wirklich nicht. Ich schwör. Auch nicht ohne, ihr Scherzkekse. Gelegentlich mal ein Glas Rotwein. Hie und da. Auch mal einen Grappa nach dem Essen. Und wenn ich dann mal in eine Bar gehe, dann auch einen Drink. Oder zwei. oder drei. Nicht mehr. Mich hat noch niemand nach Hause tragen müssen. Rollen schon. Aber tragen? Nein. Da kenne ich andere. Ohne jetzt hier Namen zu nennen.
Ich bin auch eher, wenn, dann der Typ stiller Trinker. Weil. In einer Beiz aufgewachsen. Und zuviel erlebt, was zuviel Alkohol aus Menschen machen kann. Insbesondere auf der verbalen Ebene. Würde auch. Je mehr Alkohol, desto weniger. Das ist wie bei Professor Otto. Je schiefer das Brett, desto schneller das "Zisch" und umso lauter der Bums. Oder so. Wobei die meisten mit zuviel, dann ja kein Bums mehr. Auch wenn sie gerne würden.
Nur ganz selten, wenn wirklich alle Umstände zusammen kommen. Dann, dann kann es auch mir passieren. Dass meine Stern…

Lange Rede kurzer Sinn

Schnell. Geduld? Keine. Also die wenigsten. Am liebsten schon gestern. Oder noch früher. Dass wertvollste, was man also schenken kann? Zeit. Und ein Ohr. Oder zwei. Leihweise. Nicht so van Gogh mässig. Der hat sein Ohr ja auch abgegeben. Quasi. Nein. Wirklich nur leihweise. Hin- oder zuhören. Ist wirklich wertvoll. Auf beide Seiten. Ich versuche zuzuhören, bin aber auch ganz dankbar. Wenn mir mal jemand zuhört. So wie sie es tun. Die Leser dieser Geschichten. Sie schenken mir auch. Immer wieder. Ihre Aufmerksamkeit. Das ist für mich Lohn und Ansporn. Ich, wir, bessere Hälfte und ich. Wir versuche daher auch ab und zu etwas zurückzugeben. Das nächste Mal am 23. Mai. Details später. Nur damit sie schon einmal vorgewarnt sind. Zurück zum Thema. Zeit schenken. Weil, auch ich. Habe auch so eine Unart. Oder Tic. Also nicht, dass sie jetzt Angst haben müssen. Von wegen Tourette oder so. Wobei Angst etwas weit gegriffen. Einer meiner Schulfreunde hatte einen. War ganz lustig damals. Für uns. …

Berührungsängste

Es ist wegen meiner Jungmannschaft. Also wegen meiner Kinder. Weil, die kommen immer wieder mal. Mit so Hinweisen. Man könne jetzt zum Beispiel im Internet iPhones gewinnen. Ganz einfach. Oder da gäbe es so Gewinnspiele. Wenn man CHF 10.- einzahle, dann könne man für CHF 50.- gamen. Also früher. Als sie ihr erstes iPhone bekamen. Bezahlt! Nicht gewonnen! Mittlerweile sind sie auf- und abgeklärter. Darin, nicht alles zu glauben, was man im Internet so liest. Oder in Zeitungen. Eher gesunder Menschenverstand. Und dann selber beurteilen. Kann das wahr sein? Oder nicht? Und wenn ja, wie viel davon? Gibt es eine zweite Seite? Die gibt es nämlich immer. Mitunter schauen Geschichten dann ganz anders aus, wenn man die eine Seite gelesen hat und die andere Seite dann dazu um Auskunft bittet. Was wollte der Schreiber damit zum Ausdruck bringen? Will er nämlich immer. Ich schwör. Was zum Ausdruck bringen. Nur ist es manchmal erst auf den zweiten Blick ersichtlich. Oder dem dritten. Wie letztens…