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Mühle, Dame, Schach....Matt

100 Prozent. Ganz sicher. Ich bin völlig überzeugt. Es gibt eine Erklärung dafür. Eine, die einleuchtet. Eine ganz einfache. Es muss. Weil, wenn nicht? Dann aber Au Backe. Dann Dings. Aber ganz kurz davor. Mindestens.
Ich fahre. Also beruflich. Nein! Besser! Ich chauffiere. Letzteres ist richtiger. Insbesondere, nachdem wir uns bei der Abreise aus Berlin ein Taxi zum Flughafen geleistet haben. Das kann man dort noch. Sich das leisten. Kostet weniger, als bei uns ein Pfund Brot. Oder so. Nicht ganz, aber fast. Ich habe es übrigens kommen sehen. Das Taxi. Und daraus auf den Fahrstil des Fahrers geschlossen. Der mich, nebenbei bemerkt, da schon etwas beunruhigte. Daher: Der fuhr. ICH chauffiere. Aber immerhin. Billig. Wirklich. Auch wenn es dann schlussendlich doch so einiges kostete. Nerven. Graue Haare. Und Schweiss. Angstschweiss. Gilt nicht auch bei unserem nördlichen Nachbaren innerorts 50 km/h? Also ohne noch eine 1 davor? Vermutlich nicht für alle. Zumindest für den nicht. Er nuschelte dann noch etwas von zu spät und verschlafen und so, während er auf zwei Rädern um die Kurven zirkelte. Mit höchstens 50 cm Abstand zum Vordermann. Ich schwör. Bei allem was mir heilig ist. Es gefällt mir, wenn eine Frau meine Hand hält. Wirklich. Ich habe aber jetzt noch zwei blaue Finger. Im Flugzeug dann wieder Düse. Alle drei. Ich.
Zurück zum eigentlichen Thema. Ich fuhr im Welschland. Den ganzen Tag. Ein wunderschöner Tag. In der Nähe von Montreux. Die Weinberge hoch und wieder runter. Und wieder hoch. Und oben dann angekommen, meine Gäste in eines der schönst gelegenen Hotels der Schweiz. Wirklich. Anfahrt schon schön, Hotel wunderschön, Lage und Aussicht.....Mega. Unbeschreiblich. Dafür die Hotelvorfahrt? Nun ja. Ein Witz. Gelinde gesagt. 4 auf 8 Meter, oder so. Nicht viel mehr. Und ich den Wagen mit extra langem Radstand. Aber kleines Problem, weil allein. Auf der Vorfahrt. Also direkt vor die Türe, ausgestiegen, meinen Gästen die Selbige aufgehalten und bis zur Rezeption geleitet. Geleitschutz, gewissermassen. 5 Minuten gewartet bis und das alles i.O. und dann wieder raus zum Wagen.
Und da stand, resp. standen. Ineinander verkeilt: Meiner, also Wagen, mit dem extra langen Radstand, zwei Reisebusse aus Luzern, ein grosser Lastwagen eines lokalen Grossverteilers, der Chef-Rezeptionist des Hotels und allen die Haare zu Berge. Auf 4 auf 8 Metern. Und wollten raus. Gleichzeitig. Die Luzerner Fahrer konnten kein Französisch. Der Chef-Rezeptionist nur Englisch (und Französisch). Der LKW-Fahrer konnte gar nichts. Weder etwas dafür, noch an Sprachen. Ich konnte......mich raushalten. Noch. Kennen sie diese Kinderspiele. Kleine, viereckige Plastik teile, Bilder, unterteilt in Quadrate. Ein Stein fehlt und sie müssen nun alles solange hin und her schieben, bis das Bild wieder stimmt. Sie kennen es. Der Chef-Rezeptionist hatte auch so ein Bild. Im Kopf. Dies einer, seiner, leeren Vorfahrt. Und schob die Fahrzeuge hin und her. Mit dem Ziel, die Realität mit dem Bild in seinem Kopf in Einklang zu bringen. Also er lies schieben. Respektive fahren. Mit den besten Absichten. Und langjähriger Erfahrung. Wäre wohl auch gut gekommen. Jetzt weiss ich aber nicht, ob sie Bus-Chauffeure kennen. Vielleicht in ihrem Bekanntenkreis. Diese beiden Bus-Chauffeure auch Erfahrung. Langjährige. Und die taten sie kund. Lautstark. Untermauert mit Gesten. Erübrigt sich zu sagen, das diese ein anderes Bild im Kopf hatten. Nicht unbedingt deckungsgleich mit dessen des Chefs. Der LKW-Fahrer telefonierte. Vermutlich nach seiner Levantinischen Verstärkung. Ich hielt mich raus. Und im Hintergrund. Bereit sofort zum Tier zu werden, sollte Jemand oder Etwas meinem Wagen, mit dem extra langen Radstand, zu Nahe kommen. Stand wie ein schwarzer Monolith. Im Hintergrund. Und da stand noch etwas. Aus den Augenwinkeln sah ich zwei Herren im Anzug. Aber nur aus den Winkeln. Weil, ich musste ja aufpassen. Wie ein Deutscher Schäferhund. Und begann zu sprechen. Mit den beiden Herren. Ob das vor mir echt alles gut käme, in diesem Chaos. Weil, aus dem Winkel sah es wirklich so aus, als sähen die Beiden interessiert zu. Und weil sie auf mein Deutsch nicht fragend reagierten, nahm ich an sie verstünden. Und kommentierte halblaut weiter vor mich hin. In die Richtung der beiden Herren. Ganze geschätzte 10 Minuten lang. Bis ich dann doch mal wissen wollte und mich umdrehte......zu den beiden Bronze-Statuen......

Ich ging dann doch aus der Sonne in den Schatten und trank was Kühles.....



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Ich bin auch eher, wenn, dann der Typ stiller Trinker. Weil. In einer Beiz aufgewachsen. Und zuviel erlebt, was zuviel Alkohol aus Menschen machen kann. Insbesondere auf der verbalen Ebene. Würde auch. Je mehr Alkohol, desto weniger. Das ist wie bei Professor Otto. Je schiefer das Brett, desto schneller das "Zisch" und umso lauter der Bums. Oder so. Wobei die meisten mit zuviel, dann ja kein Bums mehr. Auch wenn sie gerne würden.
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Lange Rede kurzer Sinn

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