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Stimmen im Kopf

Dings! Ich schwör! Es ist nicht so schlimm, wie es den Anschein hat. Wirklich nicht. Aber zur Sicherheit etwas Auszeit. Bis sich alles in Wohlgefallen auflöst. Aufgelöst hat. Weil, es begann mit Einbildung. Bildungen. Mehrzahl. Und endete mit Stimmen im Kopf. Nicht immer. Und auch nicht immer überall. Nur an bestimmten Orten. Dennoch beunruhigend. Zumindest zu Beginn. Nachher dann nicht mehr. Weil, ganz unterhaltsam.
Wo soll ich beginnen? Mit der Einbildung? Also zuerst eingebildet, alles sei i.O. Leben wieder in einigernassen geordneten Bahnen. Boden gefunden. Ganz unten angekommen und jetzt langsam Wiederaufbau. Ab und zu noch Dämpfer. Aber lange nicht mehr so heftig und auch nicht mehr so oft. Geholfen hat auch der Job. Viel unterwegs. Lange Strecken. Zeit zum Nachdenken. Manchmal etwas Müde. Aber nicht diese negative Müdigkeit. Im Sinne von Erschöpfung. Nein, mehr diese Positive, im Wissen, etwas gutes geleistet zu haben. Und auf einer dieser langen Fahrten fing es an. Nicht im Ausland, nein, hier in der Schweiz. Das muss man wissen. Weil, wie ich da so über Land cruise und den Blick schweifen lasse, in dieser zufriedenen Müdigkeit. Auf einmal, aus den Augenwinkeln.... etwas stimmt nicht. Aber was? Wie ein Brillenträger, der einen winzigen blinden Fleck auf seiner Brille hat und trotz stundenlangem Polieren diesen nicht entfernen kann. Also immer leicht irritiert. So auch jetzt. Etwas stimmt nicht. Aber was? Und auf einmal Erkenntnis. Bisons. Auf dem grünen Hügelzug, der auch noch etwas an die Amerikanische Prärie erinnert, auch das noch, eine Herde Bisons. Ich schwör. Ich hab sie gesehen. Ganz nah. Fehlten nur noch die Indianer. Dann Tunnel und dann weg. Noch zwei, dreimal gefahren die Strecke, aber keine Bisons mehr. Ok. Kann passieren. Einmal. Wunschvorstellung und noch nicht beunruhigend. Kein Problem. Kein Arzt, keine Panik.
Drei Wochen später. Wieder unterwegs. Anderer Teil der Schweiz. Gar nicht soweit weg von Zürich. Richtung Innerschweiz. Pampa. Muss man auch wissen. Weil wieder. Zufriedene Müdigkeit. Über eine Landstrasse. Baustelle. Stopp. Mein Blick geht nach Links. Durch die Beifahrerscheibe. Und was glotzt mich an?? Ein Wasserbüffel. Ich schwör. Wäre ich nicht eh schon gestanden, also der Wagen, nicht ich, ich hätte das Steure verrissen. Vor Schreck. Und vermutlich Strassengraben. Zum Glück nicht. Weil auch da. Wasserbüffel. Hörner wie Stossstangen. Eines Trucks. Nicht eines Minis. Gaaaaaanz ruhig jetzt. Nichts anmerken lassen. Ampel nun eh grün. Langsam weiterfahren. Alles wird gut. Am Abend Wagen gewaschen. Scheiben polieren. Und auf der Beifahrerseite?? Der Abdruck einer Büffelnase. Hammer. Warum jetzt Wasserbüffel und nicht Bison? Sexuelle Phantasien? Überlastung? Doch zum Arzt? Aber nicht doch.
Disponenten gebeten, bitte nicht mehr die langen Strecken im Moment. Weil..Dings halt. Kein Problem. City-Dienst. Vor einer Bank. Auf Abruf. Eine Woche lang. Easy-Job. Hie und da eine Fahrt, ansonsten warten. In Bereitschaft. Gegenüber der Bank eine Bank. Zum sitzen, Unter Bäumen. Idyllisch. Und auf einmal? Stimmen. Eine Stimme. Ganz dicht bei mir. Aber nur die Stimme. Kein Mensch in der Nähe. Aber ich höre sie deutlich. Vielleicht Echo? Geister? Jetzt doch ein bisschen Beunruhigt. Zuerst Bisons, dann Wasserbüffel und jetzt Stimmen. Als nächstes? Ruedi im Tram? Aussitzen. Abwarten. Und mal zuhören. Was die Stimme einem zu sagen hat. Vielleicht ja was religiöses. Und bald Papst und Heilig und so. Lourdes an der Bahnhofstrasse. Und vielleicht morgen schon besser. Einfach mal früh schlafen gehen. Am nächsten Tag Stimme aber wieder da. Auf der Bank. Und eine Gruppe junger Damen. Kniend an einem Strassenpfosten. Jetzt knalle ich durch. Endgültig. Aus, Amen, Vorbei. Muss ich setzen. Pudding in den Knien. Auf die Bank. Und auf einmal die Damen wieder am Strassempfosten wackelnd. Und wieder Stimme. Aus dem Strassenpfosten. Darin ein Mechanismus. Beim Wackeln Stimme. Foxtrail. Erklärt den nächsten Anlaufpunkt. Erklärung mittlerweile auch die Sichtungen. Bisons gibt es wirklich. Ein Züchter bei Avanches. Und Wasserbüffel auch. Nähe Meierskappel. Und daraus..erstklassiger Büffel-Mozzarella. Alles in Wohlgefallen. Nicht krank.

Da bin ich wieder ;-)

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Wasser bis zum Hals

Eigentlich, eigentlich habe ich kein Problem mit Alkohol. Wirklich nicht. Ich schwör. Auch nicht ohne, ihr Scherzkekse. Gelegentlich mal ein Glas Rotwein. Hie und da. Auch mal einen Grappa nach dem Essen. Und wenn ich dann mal in eine Bar gehe, dann auch einen Drink. Oder zwei. oder drei. Nicht mehr. Mich hat noch niemand nach Hause tragen müssen. Rollen schon. Aber tragen? Nein. Da kenne ich andere. Ohne jetzt hier Namen zu nennen.
Ich bin auch eher, wenn, dann der Typ stiller Trinker. Weil. In einer Beiz aufgewachsen. Und zuviel erlebt, was zuviel Alkohol aus Menschen machen kann. Insbesondere auf der verbalen Ebene. Würde auch. Je mehr Alkohol, desto weniger. Das ist wie bei Professor Otto. Je schiefer das Brett, desto schneller das "Zisch" und umso lauter der Bums. Oder so. Wobei die meisten mit zuviel, dann ja kein Bums mehr. Auch wenn sie gerne würden.
Nur ganz selten, wenn wirklich alle Umstände zusammen kommen. Dann, dann kann es auch mir passieren. Dass meine Stern…

Lange Rede kurzer Sinn

Schnell. Geduld? Keine. Also die wenigsten. Am liebsten schon gestern. Oder noch früher. Dass wertvollste, was man also schenken kann? Zeit. Und ein Ohr. Oder zwei. Leihweise. Nicht so van Gogh mässig. Der hat sein Ohr ja auch abgegeben. Quasi. Nein. Wirklich nur leihweise. Hin- oder zuhören. Ist wirklich wertvoll. Auf beide Seiten. Ich versuche zuzuhören, bin aber auch ganz dankbar. Wenn mir mal jemand zuhört. So wie sie es tun. Die Leser dieser Geschichten. Sie schenken mir auch. Immer wieder. Ihre Aufmerksamkeit. Das ist für mich Lohn und Ansporn. Ich, wir, bessere Hälfte und ich. Wir versuche daher auch ab und zu etwas zurückzugeben. Das nächste Mal am 23. Mai. Details später. Nur damit sie schon einmal vorgewarnt sind. Zurück zum Thema. Zeit schenken. Weil, auch ich. Habe auch so eine Unart. Oder Tic. Also nicht, dass sie jetzt Angst haben müssen. Von wegen Tourette oder so. Wobei Angst etwas weit gegriffen. Einer meiner Schulfreunde hatte einen. War ganz lustig damals. Für uns. …

Berührungsängste

Es ist wegen meiner Jungmannschaft. Also wegen meiner Kinder. Weil, die kommen immer wieder mal. Mit so Hinweisen. Man könne jetzt zum Beispiel im Internet iPhones gewinnen. Ganz einfach. Oder da gäbe es so Gewinnspiele. Wenn man CHF 10.- einzahle, dann könne man für CHF 50.- gamen. Also früher. Als sie ihr erstes iPhone bekamen. Bezahlt! Nicht gewonnen! Mittlerweile sind sie auf- und abgeklärter. Darin, nicht alles zu glauben, was man im Internet so liest. Oder in Zeitungen. Eher gesunder Menschenverstand. Und dann selber beurteilen. Kann das wahr sein? Oder nicht? Und wenn ja, wie viel davon? Gibt es eine zweite Seite? Die gibt es nämlich immer. Mitunter schauen Geschichten dann ganz anders aus, wenn man die eine Seite gelesen hat und die andere Seite dann dazu um Auskunft bittet. Was wollte der Schreiber damit zum Ausdruck bringen? Will er nämlich immer. Ich schwör. Was zum Ausdruck bringen. Nur ist es manchmal erst auf den zweiten Blick ersichtlich. Oder dem dritten. Wie letztens…