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Alter schützt vor Tollheit nicht

Es war wieder einmal an der Zeit. Zeit, die heimatlichen Gestade zu verlassen. In einen Flieger zu sitzen und den Kopf durchlüften zu lassen. Also nicht im Flieger. Gut, da auch. Weil der Sitznachbar ein bisschen konfus. Und Probleme mit den Düsen. Nicht die am Flügel, sondern die über'm Kopf. Die Eine wollte nicht so wie er wollte. Und blies überall hin. Nur nicht zu ihm.  Wohin sonst können sie erahnen. Daher auch schon im Flieger Kopf durchlüften. Quasi. Was dazu führte, dass ich eine Stunde später eine gefühlte Hirnhautentzündung hatte. Oder sonst etwas in der Art. Und Sitznachbar wollte sich partout nicht ergeben. Der (verflixten) Technik nicht und meinen Bemühungen um eine friedliche Einigung um das temporäre Besitzrecht der Düse schon gar nicht. Man kann es sich halt nicht immer aussuchen. Lies ich mich halt beblasen. Ohmmmm. Also das Ziel war eigentlich am Zielort den Kopf durchlüften lassen. Auf andere Gedanken kommen. Aber sie kennen das sicher. Der Wunsch ist der Vater des Gedanken. Zwei Dinge sprachen dagegen. Respektive sträubten sich. Mit Vehemenz. 
Erstens. Am Zielort war es Sommer. Und heiss. Sehr heiss. Die Luft stand zum Schneiden dick in den Strassen. Nicht der kleinste Hauch eines Windchens. Zweitens. Ich war nicht allein. Also allein sowieso nicht, weil ich war in Berlin. Touristen. In Massen. Dings. Ich schwör. Nein, ich war in persönlicher Begleitung. Daher Gedanken immer etwas, nun ja, abgelenkt halt. Vorallem Nachts. Also nicht das was sie jetzt schon wieder denken. Gut, das auch. Aber, weil Nachts dunkel und alle Katzen grau, und vorallem kühl, verlegten wir so einige Aktivitäten in die dunkle Zeit des Tages. Und im Gegensatz zu Zürich, Berlin auch Nachts. Quasi die Nacht zum Tage gemacht. In Kreuzberg. Oranienstrasse. Ein Laden nach dem Anderen. Und mit Laden meine ich Kneipen, Bars und Anderes. Wir landeten natürlich in etwas Anderem. Wie kann es auch anderst sein. Gilt der Spruch "ich ziehe es an" eigentlich auch, wenn es mich anzieht? Weil ich ging ja dahin. Also wir. Item.
Ein etwas spezieller Laden. Aber sehr empfehlenswert. Wenn sie die Schwelle überwinden können. Beide. Die der Türe und ihre Eigene. Hemmschwelle, mein ich. Weil, bei Tageslicht da rein? Ich? Niemals. 5 Minuten drin und Gelbsucht. Oder Malaria. Oder BSE. Aber unter Garantie. Aber war ja Nacht. Und Nachts alle Katzen.......
Und was auch noch war. War ich. Jünger. Gefühlte 30 Jahre. Beflügelt von der Stadt, der Zeit und den Umständen. Also äusseres Erscheinungsbild nicht deckungsgleich mit gefühltem Alter. Macht ja nix. Solange man sich nicht übernimmt. Man verträgt übrigens auch nicht mehr so viel. Nach dem fünften Caipi war Schluss. Aber noch nicht fertig. Und wollte daher vom Barmann wissen, wo in Berlin Morgens um vier noch der Bär steppt. Der Barmann auch jung. Aber nicht gefühlt. Das hat er sich vermutlich alt. Seinem Aussehen nach. Nein, der war richtig jung. So um die 25. Zurück zu meiner Frage. Steppender Bär. Er schaut mich an, grinst und antwortet: "Da müsse er wohl seinen Vater fragen".

Ich bin noch beleidigt. Übrigens.... ;-)


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Wasser bis zum Hals

Eigentlich, eigentlich habe ich kein Problem mit Alkohol. Wirklich nicht. Ich schwör. Auch nicht ohne, ihr Scherzkekse. Gelegentlich mal ein Glas Rotwein. Hie und da. Auch mal einen Grappa nach dem Essen. Und wenn ich dann mal in eine Bar gehe, dann auch einen Drink. Oder zwei. oder drei. Nicht mehr. Mich hat noch niemand nach Hause tragen müssen. Rollen schon. Aber tragen? Nein. Da kenne ich andere. Ohne jetzt hier Namen zu nennen.
Ich bin auch eher, wenn, dann der Typ stiller Trinker. Weil. In einer Beiz aufgewachsen. Und zuviel erlebt, was zuviel Alkohol aus Menschen machen kann. Insbesondere auf der verbalen Ebene. Würde auch. Je mehr Alkohol, desto weniger. Das ist wie bei Professor Otto. Je schiefer das Brett, desto schneller das "Zisch" und umso lauter der Bums. Oder so. Wobei die meisten mit zuviel, dann ja kein Bums mehr. Auch wenn sie gerne würden.
Nur ganz selten, wenn wirklich alle Umstände zusammen kommen. Dann, dann kann es auch mir passieren. Dass meine Stern…

Lange Rede kurzer Sinn

Schnell. Geduld? Keine. Also die wenigsten. Am liebsten schon gestern. Oder noch früher. Dass wertvollste, was man also schenken kann? Zeit. Und ein Ohr. Oder zwei. Leihweise. Nicht so van Gogh mässig. Der hat sein Ohr ja auch abgegeben. Quasi. Nein. Wirklich nur leihweise. Hin- oder zuhören. Ist wirklich wertvoll. Auf beide Seiten. Ich versuche zuzuhören, bin aber auch ganz dankbar. Wenn mir mal jemand zuhört. So wie sie es tun. Die Leser dieser Geschichten. Sie schenken mir auch. Immer wieder. Ihre Aufmerksamkeit. Das ist für mich Lohn und Ansporn. Ich, wir, bessere Hälfte und ich. Wir versuche daher auch ab und zu etwas zurückzugeben. Das nächste Mal am 23. Mai. Details später. Nur damit sie schon einmal vorgewarnt sind. Zurück zum Thema. Zeit schenken. Weil, auch ich. Habe auch so eine Unart. Oder Tic. Also nicht, dass sie jetzt Angst haben müssen. Von wegen Tourette oder so. Wobei Angst etwas weit gegriffen. Einer meiner Schulfreunde hatte einen. War ganz lustig damals. Für uns. …

Berührungsängste

Es ist wegen meiner Jungmannschaft. Also wegen meiner Kinder. Weil, die kommen immer wieder mal. Mit so Hinweisen. Man könne jetzt zum Beispiel im Internet iPhones gewinnen. Ganz einfach. Oder da gäbe es so Gewinnspiele. Wenn man CHF 10.- einzahle, dann könne man für CHF 50.- gamen. Also früher. Als sie ihr erstes iPhone bekamen. Bezahlt! Nicht gewonnen! Mittlerweile sind sie auf- und abgeklärter. Darin, nicht alles zu glauben, was man im Internet so liest. Oder in Zeitungen. Eher gesunder Menschenverstand. Und dann selber beurteilen. Kann das wahr sein? Oder nicht? Und wenn ja, wie viel davon? Gibt es eine zweite Seite? Die gibt es nämlich immer. Mitunter schauen Geschichten dann ganz anders aus, wenn man die eine Seite gelesen hat und die andere Seite dann dazu um Auskunft bittet. Was wollte der Schreiber damit zum Ausdruck bringen? Will er nämlich immer. Ich schwör. Was zum Ausdruck bringen. Nur ist es manchmal erst auf den zweiten Blick ersichtlich. Oder dem dritten. Wie letztens…