Direkt zum Hauptbereich

Der bewegte Mann

Bewegte Zeiten. Im wahrsten Sinn des Wortes. Für Männer. Nicht nur, aber auch. Mehrheitlich. Das Rollenbild. Haben Sie sicher auch schon mitbekommen. Irgendwo. Dings. Zeitung, Diskussion oder so. Mann weiss nicht mehr was Frau will. Wissen Frauen aber auch nicht. Was sie wollen nicht und von Männern wollen schon überhaupt nicht. Und wer ist Schuld? TV! Genauer diese Soaps. In denen Alle alles können und machbar ist. Da unterscheiden Männer dann doch eher zwischen Fiktion und Realität. Wir glauben auch nicht an Märchenprinzen auf weissen Schimmeln ohne Altlasten. Wir glauben an Männerfreundschaften, die Wirkung eines guten Feierabendbiers und das wir die Welt anhalten können, wenn wir es denn wollen würden. Wenn auch nur für einen kurzen Moment. 
Egal. Bewegte Zeiten. Kürzlich. Wir haben bewegt. Möbel und Zeugs. Von Z/W nach Z/N. Quasi vom Land zurück in die Zivilisation, sprich Stadt. Und wenn Stadt, dann richtig Stadt. Also Mitten drin. Viel drinner geht gar nicht. Z/N steht für Zürich Niederdorf. Wo genau? Das lassen wir nun mal lieber offen. Die, die's wissen müssen, wissen es, und die Anderen müssen nicht. Birgt zuviel Zündstoff. Oder Konfliktpotential. Vielleicht gibt es mal eine Story darüber. Aber nur ganz vielleicht. Weil ich mache es nicht einfach. Niemanden. Mir schon gar nicht. Es ist auch wirklich eine Herausforderung, jeden Tag von 20 schönen Menschen umgeben zu sein. In direkter Nachbarschaft. Mehr sage ich nicht. Auch nicht unter Folter. Ich schwör.
Und lustig. War ja schon einmal hier. Gar nicht weit entfernt vom jetzigen Standort. Ähnliche Situation. Und Bewegung an genau gleichem Datum. Auch an einem 1. April. Einfach 100 Jahre her, oder so. Anderes Leben, andere Zeiten. Damals fanden es Alle extrem spannend und cool. Heute eher nicht. Trauen sich halt auch nicht mehr. Vermutlich. Weniger wegen ihnen. Mehr auch wegen ihren, nennen wir es mal Lebensabschnittpartnern. Die verbieten es. Kategorisch. Ich habe da gewisse Freiheiten. Zur Zeit. Ausserdem geht es mir am A.... vorbei. Gewissermassen. Sie würden es aber natürlich nie zugeben. Und hängen es auf an? Gesundem Lebensstil. Ja, aber Mitten in der Stadt und keine Natur und die Luft und die Leute und der Krach und die 20 schönen Menschen?! Und wissen SIe was? Fast wäre ich darauf reingefallen. Weil erste Nacht am neuen, alten Ort, ohne Möbel, in leerer Wohnung. Auf dem Boden. Yoga-Matte Bettersatz. Decke? Ist ja schon fast Sommer. Da kommen Zweifel auf. Generell. An allem und jedem. Glauben Sie mir's.  Wenn Sie da nicht den Mietvertrag zereissen und Heim an Mutters Schürzenzipfel rennen, dann sind sie durch. Durch's Stahlbad der Emotionen und Selbstzweifel. Dann ist Alles was danach kommt pille palle. Und es kam. Zuerst die Möbel und das Zeugs, dann das Gefühl von Zuhause und Heimat. Und dann, dann kamen sie. Die Menschen. Einige alte, die noch aus uralten Zeiten rumgeistern, resp. übrig waren. Einfach etwas älter. Aber dann. So viel neue, spannende Menschen. Tini und Urs und der Koch von gegenüber, die 20 schönen Menschen und ihr Faktotum, und, und, und. Und Giorgios. Den sehe ich jeden Tag. Mit seinem Früchtestand. Mitten in der Altstadt. Natur pur, quasi. Und erinnern Sie sich an die Geschichte, in der ich Ihnen erzählte, warum ich so gerne in diesem Geschäft an der Bahnhofstrasse einkaufe? Wegen des halben Selleries? Ich tue es immer noch. Aber nicht mehr so oft. Also einkaufen. An der Bahnhofstrasse. Weil, Giorgios macht das auch. Und nicht nur das. Er ist auch ein Geschichtenerzähler.

Freuen wir uns, auf spannende Geschichten aus Zürich. Und auf Giorgios Früchte...





Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Wasser bis zum Hals

Eigentlich, eigentlich habe ich kein Problem mit Alkohol. Wirklich nicht. Ich schwör. Auch nicht ohne, ihr Scherzkekse. Gelegentlich mal ein Glas Rotwein. Hie und da. Auch mal einen Grappa nach dem Essen. Und wenn ich dann mal in eine Bar gehe, dann auch einen Drink. Oder zwei. oder drei. Nicht mehr. Mich hat noch niemand nach Hause tragen müssen. Rollen schon. Aber tragen? Nein. Da kenne ich andere. Ohne jetzt hier Namen zu nennen.
Ich bin auch eher, wenn, dann der Typ stiller Trinker. Weil. In einer Beiz aufgewachsen. Und zuviel erlebt, was zuviel Alkohol aus Menschen machen kann. Insbesondere auf der verbalen Ebene. Würde auch. Je mehr Alkohol, desto weniger. Das ist wie bei Professor Otto. Je schiefer das Brett, desto schneller das "Zisch" und umso lauter der Bums. Oder so. Wobei die meisten mit zuviel, dann ja kein Bums mehr. Auch wenn sie gerne würden.
Nur ganz selten, wenn wirklich alle Umstände zusammen kommen. Dann, dann kann es auch mir passieren. Dass meine Stern…

Lange Rede kurzer Sinn

Schnell. Geduld? Keine. Also die wenigsten. Am liebsten schon gestern. Oder noch früher. Dass wertvollste, was man also schenken kann? Zeit. Und ein Ohr. Oder zwei. Leihweise. Nicht so van Gogh mässig. Der hat sein Ohr ja auch abgegeben. Quasi. Nein. Wirklich nur leihweise. Hin- oder zuhören. Ist wirklich wertvoll. Auf beide Seiten. Ich versuche zuzuhören, bin aber auch ganz dankbar. Wenn mir mal jemand zuhört. So wie sie es tun. Die Leser dieser Geschichten. Sie schenken mir auch. Immer wieder. Ihre Aufmerksamkeit. Das ist für mich Lohn und Ansporn. Ich, wir, bessere Hälfte und ich. Wir versuche daher auch ab und zu etwas zurückzugeben. Das nächste Mal am 23. Mai. Details später. Nur damit sie schon einmal vorgewarnt sind. Zurück zum Thema. Zeit schenken. Weil, auch ich. Habe auch so eine Unart. Oder Tic. Also nicht, dass sie jetzt Angst haben müssen. Von wegen Tourette oder so. Wobei Angst etwas weit gegriffen. Einer meiner Schulfreunde hatte einen. War ganz lustig damals. Für uns. …

Berührungsängste

Es ist wegen meiner Jungmannschaft. Also wegen meiner Kinder. Weil, die kommen immer wieder mal. Mit so Hinweisen. Man könne jetzt zum Beispiel im Internet iPhones gewinnen. Ganz einfach. Oder da gäbe es so Gewinnspiele. Wenn man CHF 10.- einzahle, dann könne man für CHF 50.- gamen. Also früher. Als sie ihr erstes iPhone bekamen. Bezahlt! Nicht gewonnen! Mittlerweile sind sie auf- und abgeklärter. Darin, nicht alles zu glauben, was man im Internet so liest. Oder in Zeitungen. Eher gesunder Menschenverstand. Und dann selber beurteilen. Kann das wahr sein? Oder nicht? Und wenn ja, wie viel davon? Gibt es eine zweite Seite? Die gibt es nämlich immer. Mitunter schauen Geschichten dann ganz anders aus, wenn man die eine Seite gelesen hat und die andere Seite dann dazu um Auskunft bittet. Was wollte der Schreiber damit zum Ausdruck bringen? Will er nämlich immer. Ich schwör. Was zum Ausdruck bringen. Nur ist es manchmal erst auf den zweiten Blick ersichtlich. Oder dem dritten. Wie letztens…