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Alles richtig gemacht

Die Welt ist eine Wüste. Eine Servicewüste. Also gut, vielleicht nicht die ganze Welt, aber ein grosser Teil. Also mindestens in Zürich. Aber das wissen Sie ja, denke ich mir. Jeder macht so seine Erfahrungen, nicht wahr? Und man stumpft ab. Statt man sich über fehlenden oder mangelnden Service beschwert, nimmt man in stoisch zur Kenntnis und freut sich tierisch, wenn es mal andersrum kommt. Und Sie finden das in Ordnung? Nun gut.

Gestern wurde ein neues Handy fällig. Weil, alte Brücken abgebrochen. Darum neue Nummer, resp. alte Nummer reaktiviert. Ist ja nicht so wichtig. Wichtiger ist....Dings. Ich war drei Stunden ohne....Jetzt, wer mich kennt...Drei Stunden? Das ist ungefähr wie ein ausgehungerter Pittbull auf dreiwöchiger vegetarischer Diät. Ich weiss, ich arbeite daran. Nicht am Pittbull...an mir und meinen Süchten ;-)

Also, neues Handy. Und ab damit, in ein Café. Konfigurieren. Sprich alles wieder in Betrieb nehmen und meine Daten benutzbar machen. Was mit gewissem Aufwand, aber dennoch relativ leicht gelang. Sprich, Erlösung. Und sofort wieder mit der Welt da draussen kommuniziert. Motto: Ich bin wieder Online. Bis zu dieser ominösen SMS. Paff. Nichts ging mehr. Den Sperrcode, den ich bis dahin zigmal benutzt und der auch funktioniert hat, tat letzteres auf einmal nicht mehr. Ich sag nur.....Pittbull!!! Auf vegetarischer Psychose. Und da abgemacht, quasi mit meiner Vergangenheit, konnte ich den Ort nicht verlassen, weil ja nicht mehr erreichbar. Also warten. Man kann ja um Rat fragen. Gefragt hat dann er, der Besuch. Dies und das und jenes. In der Zeit verloren. Bis auf einmal, Du, habe vorhin versucht Dich zu erreichen, nicht gesehen? Hast Du neue Nummer? Somit wieder beim Thema. Jetzt kurzer technischer Einschub. Man kann diesen Sperrcode umgehen, und das Handy neu aufsetzen. Es braucht dazu aber zwingend einen PC. Was wir nicht hatten. Aber wir ja in Zürich. Sprich Zivilisation. Und einen Shop mit einer grossen Frucht im Logo. Hier werden Sie geholfen. Also nichts wie hin. Ist ja auch erst 19:45 Uhr. 

Zürich, Weltstadt. Zumindest der Anspruch. So tönt es. Wir waren 19:55 vor der Türe. Der verschlossenen. 

> Weil wir schliessen um 20:00 Uhr
> Ja, dann habe ich ja noch 5 Minuten für meine Frage
> Eine technische Frage?
> Ja, ich habe....
> Die Techniker sind schon weg
> ....mich aus meinem...
> Sie müssen einen Termin mit einem Techniker abmachen
> .....aus meinem Handy ausgesperrt....
> Online! Sie müssen den Termin ONLINE abmachen
> Online? Ohne Handy? Können Sie mir keinen Tipp geben? Vielleicht gibt es eine geheime Tastenkombination?

Es zog sich noch etwas hin. Und man konnte nicht. Man wies mich noch einmal auf die Möglichkeit hin, ONLINE einen Termin abzumachen. Worauf ich mich umdrehte und abwinkte. Und dieses Abwinken rief den Storemanager auf den Plan. Warum ich jetzt so abwinke?? Man hätte doch wirklich Alles richtig gemacht.....

Nur nicht mein Problem gelöst. Abends um 19:55, in einer Weltstadt, wie Zürich. Zum Glück hat man Freunde. Auf der anderen Seite des Flusses. In einem Kleiderladen. MIt PC. Und genügend Zeit und Lust, mir bei einem Bier mein Problem zu lösen.

Danke, ich liebe Euch.


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Wasser bis zum Hals

Eigentlich, eigentlich habe ich kein Problem mit Alkohol. Wirklich nicht. Ich schwör. Auch nicht ohne, ihr Scherzkekse. Gelegentlich mal ein Glas Rotwein. Hie und da. Auch mal einen Grappa nach dem Essen. Und wenn ich dann mal in eine Bar gehe, dann auch einen Drink. Oder zwei. oder drei. Nicht mehr. Mich hat noch niemand nach Hause tragen müssen. Rollen schon. Aber tragen? Nein. Da kenne ich andere. Ohne jetzt hier Namen zu nennen.
Ich bin auch eher, wenn, dann der Typ stiller Trinker. Weil. In einer Beiz aufgewachsen. Und zuviel erlebt, was zuviel Alkohol aus Menschen machen kann. Insbesondere auf der verbalen Ebene. Würde auch. Je mehr Alkohol, desto weniger. Das ist wie bei Professor Otto. Je schiefer das Brett, desto schneller das "Zisch" und umso lauter der Bums. Oder so. Wobei die meisten mit zuviel, dann ja kein Bums mehr. Auch wenn sie gerne würden.
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Lange Rede kurzer Sinn

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Berührungsängste

Es ist wegen meiner Jungmannschaft. Also wegen meiner Kinder. Weil, die kommen immer wieder mal. Mit so Hinweisen. Man könne jetzt zum Beispiel im Internet iPhones gewinnen. Ganz einfach. Oder da gäbe es so Gewinnspiele. Wenn man CHF 10.- einzahle, dann könne man für CHF 50.- gamen. Also früher. Als sie ihr erstes iPhone bekamen. Bezahlt! Nicht gewonnen! Mittlerweile sind sie auf- und abgeklärter. Darin, nicht alles zu glauben, was man im Internet so liest. Oder in Zeitungen. Eher gesunder Menschenverstand. Und dann selber beurteilen. Kann das wahr sein? Oder nicht? Und wenn ja, wie viel davon? Gibt es eine zweite Seite? Die gibt es nämlich immer. Mitunter schauen Geschichten dann ganz anders aus, wenn man die eine Seite gelesen hat und die andere Seite dann dazu um Auskunft bittet. Was wollte der Schreiber damit zum Ausdruck bringen? Will er nämlich immer. Ich schwör. Was zum Ausdruck bringen. Nur ist es manchmal erst auf den zweiten Blick ersichtlich. Oder dem dritten. Wie letztens…