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Aus Prinzip

Ich geb's ja zu! Ich steh mit dem Schriftlichen leicht auf Kriegsfuss. Mir ist auch der Inhalt meiner Texte und was für ein Gedanke dahinter steckt, wichtiger, als ob jetzt ein Komma niiiiiiiiiiicht unbeeeeeedingt an der richtigen Stelle steht oder ich "sie" klein oder gross schreibe. Also die Anrede "Sie", nicht die Kommas. Die schreibt man sowieso gross. Oder nicht? Und dass mit den zwei "s" nach einem Komma und ob man es durch "dieses" ersetzen könnte und dann nur ein "s" und so.

Wenn ich mir das jedesmal überlegen muss, bekomme ich den Krampf. Im Hirn. Nicht im Finger. Ich schwör. Und ich bin der Meinung, es hat grössere Probleme auf dieser unserer Welt. Weil, wenn ich sehe, wie die heutige Jugend so schreibt, dann bin ich noch ganz zufrieden. Ehrlich. Von den anderen Problemen will ich lieber gar nicht erst anfangen. Aber zurück zum Schriftlichen. Nehmt mich einfach nicht unbedingt als Referenz. Für einen Aufsatz in Deutsch, oder ähnliches. Kommt nicht gut (Wenn das mein ehemaliger Deutschlehrer liest, der, der auch in Russland war seinerzeit, Sie erinnern sich?), dann bekomme ich nachträgich noch eine 6. Eine 6? Ja, stimmt schon. Ich ging in einem Land zur Schule, in dem es umgekehrt gehandhabt wird. Was hier bei uns in der Schweiz eine 1 ist, ist dort eine 6 und anders rum. Finden Sie komisch? Ist halt so. Aus deren Sicht sind wir auch ein bisschen komisch. Und bei weitem nicht nur wegen der Notengebung. Ich erinnere mich noch gut daran, als der Grossvater meiner Kinder noch lebte, dieser bei uns zu Besuch war und einer meiner Söhne ihm mit stolzgeschwellter Brust sein Zeugnis zeigte. Voller Fünfer und Sechser. Und der Grossvater darob fast einen Schlaganfall bekam. Bis ich ihm erklärte, dass (mit einem oder zwei s?? Was jetzt??) es hier anders ist. Was eine zweistündige Debatte auslöste. Die bei der aus seiner Sicht "komplett falschen" Notengebung begann und bei den Züri-Säcken (Was??? Ihr müsst Abfallsäcke kaufen???? Für den Preis bekomme ich ja bei uns einen Kleinwagen!!) noch lange nicht endete.

Also! Aus Prinzip nicht ganz so Dings mit meiner Rechtschreibung. Bitte. Auch wenn ich durch das jetzt vielleicht weniger Mails bekommen. Mit mehr oder weniger freundlichen Hinweisen. Auf die vermeindlich inkorrekte Schreibe.

Nehmen Sie´s locker. Und machen Sie es wie die Dame auf nachstehendem Foto. Zeigen Sie dem Leben und der Rechtschreibung mal die rote Nase....




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Wasser bis zum Hals

Eigentlich, eigentlich habe ich kein Problem mit Alkohol. Wirklich nicht. Ich schwör. Auch nicht ohne, ihr Scherzkekse. Gelegentlich mal ein Glas Rotwein. Hie und da. Auch mal einen Grappa nach dem Essen. Und wenn ich dann mal in eine Bar gehe, dann auch einen Drink. Oder zwei. oder drei. Nicht mehr. Mich hat noch niemand nach Hause tragen müssen. Rollen schon. Aber tragen? Nein. Da kenne ich andere. Ohne jetzt hier Namen zu nennen.
Ich bin auch eher, wenn, dann der Typ stiller Trinker. Weil. In einer Beiz aufgewachsen. Und zuviel erlebt, was zuviel Alkohol aus Menschen machen kann. Insbesondere auf der verbalen Ebene. Würde auch. Je mehr Alkohol, desto weniger. Das ist wie bei Professor Otto. Je schiefer das Brett, desto schneller das "Zisch" und umso lauter der Bums. Oder so. Wobei die meisten mit zuviel, dann ja kein Bums mehr. Auch wenn sie gerne würden.
Nur ganz selten, wenn wirklich alle Umstände zusammen kommen. Dann, dann kann es auch mir passieren. Dass meine Stern…

Lange Rede kurzer Sinn

Schnell. Geduld? Keine. Also die wenigsten. Am liebsten schon gestern. Oder noch früher. Dass wertvollste, was man also schenken kann? Zeit. Und ein Ohr. Oder zwei. Leihweise. Nicht so van Gogh mässig. Der hat sein Ohr ja auch abgegeben. Quasi. Nein. Wirklich nur leihweise. Hin- oder zuhören. Ist wirklich wertvoll. Auf beide Seiten. Ich versuche zuzuhören, bin aber auch ganz dankbar. Wenn mir mal jemand zuhört. So wie sie es tun. Die Leser dieser Geschichten. Sie schenken mir auch. Immer wieder. Ihre Aufmerksamkeit. Das ist für mich Lohn und Ansporn. Ich, wir, bessere Hälfte und ich. Wir versuche daher auch ab und zu etwas zurückzugeben. Das nächste Mal am 23. Mai. Details später. Nur damit sie schon einmal vorgewarnt sind. Zurück zum Thema. Zeit schenken. Weil, auch ich. Habe auch so eine Unart. Oder Tic. Also nicht, dass sie jetzt Angst haben müssen. Von wegen Tourette oder so. Wobei Angst etwas weit gegriffen. Einer meiner Schulfreunde hatte einen. War ganz lustig damals. Für uns. …

Berührungsängste

Es ist wegen meiner Jungmannschaft. Also wegen meiner Kinder. Weil, die kommen immer wieder mal. Mit so Hinweisen. Man könne jetzt zum Beispiel im Internet iPhones gewinnen. Ganz einfach. Oder da gäbe es so Gewinnspiele. Wenn man CHF 10.- einzahle, dann könne man für CHF 50.- gamen. Also früher. Als sie ihr erstes iPhone bekamen. Bezahlt! Nicht gewonnen! Mittlerweile sind sie auf- und abgeklärter. Darin, nicht alles zu glauben, was man im Internet so liest. Oder in Zeitungen. Eher gesunder Menschenverstand. Und dann selber beurteilen. Kann das wahr sein? Oder nicht? Und wenn ja, wie viel davon? Gibt es eine zweite Seite? Die gibt es nämlich immer. Mitunter schauen Geschichten dann ganz anders aus, wenn man die eine Seite gelesen hat und die andere Seite dann dazu um Auskunft bittet. Was wollte der Schreiber damit zum Ausdruck bringen? Will er nämlich immer. Ich schwör. Was zum Ausdruck bringen. Nur ist es manchmal erst auf den zweiten Blick ersichtlich. Oder dem dritten. Wie letztens…