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Licht im Dunkeln

Keine Bange. Es wird nicht esoterisch. Ich schwör! Wobei, ein bisschen vielleicht schon. Weil Menschen, in gewissen Situationen, dazu neigen sich an Sprüche und esoterischen Halbwahrheiten zu klammern. Alle. Männer auch. Frauen sowieso. Von wegen Ommmm und so. Vorallem Mantras erfreuen sich dann steigender Beliebtheit. Das zieht sich hin bis zu den Parteien, die uns mantramässig vorbeten für oder gegen wir was zu sein haben. Für billige Putzfrauen, aber grundsätzlich gegen Ausländer, Für die Freiheit des Individiums, aber gegen Abtreibung und Exit und überhaupt. Sie kennen das. Ich hab auch Eines. Zur Zeit. Wegen Johann. 

Heute Nacht schreit er nicht
Heute Nacht schreit er nicht
Heute Nacht schreit er nicht

Oder zumindest bitte nicht vor 03:00 Uhr. Er tut es natürlich doch. Ich behaupte sogar, er seilte sich aus seinem dreifach gesicherten Kinderbett ab, stellte sich in das Zimmer unter meinem, hält ein Megaphon an die Decke und schiesst mich damit aus dem Bett. Prinzip Sauna. Selig an der Wärme schlummernd, und dann das Bad im Eiswasser. Ungefähr so. Johann, nebenbei Bemerkt, ist 4.

Aber ich verliere mich. Thema ist ja Licht im Dunkeln. Und das kam so. Sie kennen sicher diese Hühnermobile? Die, die an irgendwelchen Plätzen und Ausfallstrassen stehen und zu stark überrissenen Preisen mittlerweile neben Hühnern auch schon Davoser Schlitten, Prostituierte und Zahnpasta aus Fernost anbieten. Letztere fast garantiert biologisch wertvoll, oder was auch immer. Kennen, Sie, oder? Sie essen ab und zu auch eines dieser armen Tiere dort am Spiess? Bravo. Ein gewisser Mut zum Risiko muss sein im Leben. Sonst wirds ja banal.

Also, von diesen Mobilen rede ich nicht. Sondern. Auf einem meiner letzten Spaziergänge am Abend und zur Zeit ist es Abends ja noch dunkel, mit einem guten Freund, über Gott und die Welt und warum und wieso und Zuversicht diskutierend, erstrahlt auf einmal ein Licht im Dunkeln. Und jetzt spannend, weil besagter guter Freund just eine Sekunde vorher meinte, auch für Dich strahlt wieder mal ein Licht. Jetzt strahlt bei uns ja so einiges. Atommeiler, Johann, wenn er am Poltern über ihm gehört hat, dass er erfolgreich war. Aber mitten in einer Siedlung ein offenes Feuer? Dass dann doch eher selten. Ausser am ersten Mai, wenn der schwarze Block sich ein fröhliches "Haschmich" mit den verblieben Polizeikräften liefert. Bei denen strahlts ja auch. Also mehr glänzen. Durch Abwesenheit. Aber jetzt wieder Licht. Beim Näherkommen dann.....Eine mobile Holzofen-Pizzeria. Sachen gibts. Wurde noch ein lustiger Abend. Mit dem Pizzaiolo. Weil, der auch Mantra. Und das werd ich mir merken:

Friede
Wertschätzung
Nicht provozieren


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