Direkt zum Hauptbereich

Berlin also...

....es war kurzentschlossen. Und nichts gegen Zürich und die Schweiz und die Leute und überhaupt. Aber man, ich zumindest, fühlt sich da ein bisschen wie in einem Sanatorium. Geschützte Umgebung, in Watte gepackt, während ringsum das wahre Leben tobt. So ungefähr. Das hat natürlich auch seine Vorteile, klar. Aber Ablenkung? Gegensätze? Puls der Zeit? Dings? Und weil zuhause die Decke auf den Kopf fällt? Dann doch eher Berlin...

Jetzt also Berlin. Zuletzt hier vor, Jahren. Nicht viele, aber doch. Und ich muss sagen. Zürich, Dorf, Berlin, Metropole. Zum erstenmal angekommen auf Schönefeld. Sonst ja eher Tegel oder Hauptbahnhof. Aber zur Zeit ja eh alles anders. Das auch Motto grundsätzlich:

ALLES BLEIBT ANDERS

Und sie werden es nicht glauben. Landung in Schönefeld, ausstieg auf dem Rollfeld. Und? Seele atmet. Jetzt Schönefeld eher Provinz. Oder schon fast Polen. Aber erleichtert einen den Einstieg immens. Was auch noch erleichtert, war die Abholung durch gute alte Freunde. Quasi Geborgenheit garantiert. Also Tasche ins Auto, wir ins Auto und ab auf die Strasse. Im Wagen erster Austausch über wieso und was jetzt und wohin und wie und wann und wo und wie lange in Berlin und laberlaberlaber. Und für das was jetzt kommt, muss man wissen. Gemeinsamkeiten. Photographieren, Schreiben/Lesen (Freund in Deutschland nicht ganz unbekannter Verleger), Architektur, Reisen (besonders Spanien) und schöne Möbel. Ästhetik allgemein. Man muss das Wissen. Weil jetzt auf einmal, mitten im Gespräch über was weiss ich nicht was, der Wunsch meines Freundes:

Du, apropos, ich muss Dir unbedingt meinen Elephanten-Penis zeigen.

.......ich auch! Sie können´s mir glauben. Mir bleibt selten die Luft, sprich Sprache weg. Aber in diesem Augenblick. Das Auto war ein älterer Kleinwagen und nahe an seiner Belastungsgrenze, sprich röhrknatterbrumknirschschepper. Dennoch. Steckknadel. Man hätte Eine fallen hören können. Ich schwör. Jetzt moooooment! Nur weil Beziehungsende und Knatsch und Herausforderung und so weiter und so fort, trotz diesem ich jetzt aber nicht auf einmal andere Seite. Unter keinen Umständen. Dafür dem weiblichen Geschlecht zu sehr verbunden. Nicht nur gedacht und geschrieben, sondern so auch geäussert. Jetzt wieder Stecknadel. Aber auf anderer Seite.

Und dann Lachen. Lautes und anhaltendes Lachen. Nu wart erstmal ab, bis wir zuhause sind. Rest der Fahrt leicht angespannt. Gespräche auch. Und Zuhause angekommen? Entpuppte sich der Elephanten-Penis als wunderschöne alte Jugenstillampe.

Ich bin angekommen. Bei mir, bei Freunden und in Berlin. Schön.




Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Wasser bis zum Hals

Eigentlich, eigentlich habe ich kein Problem mit Alkohol. Wirklich nicht. Ich schwör. Auch nicht ohne, ihr Scherzkekse. Gelegentlich mal ein Glas Rotwein. Hie und da. Auch mal einen Grappa nach dem Essen. Und wenn ich dann mal in eine Bar gehe, dann auch einen Drink. Oder zwei. oder drei. Nicht mehr. Mich hat noch niemand nach Hause tragen müssen. Rollen schon. Aber tragen? Nein. Da kenne ich andere. Ohne jetzt hier Namen zu nennen.
Ich bin auch eher, wenn, dann der Typ stiller Trinker. Weil. In einer Beiz aufgewachsen. Und zuviel erlebt, was zuviel Alkohol aus Menschen machen kann. Insbesondere auf der verbalen Ebene. Würde auch. Je mehr Alkohol, desto weniger. Das ist wie bei Professor Otto. Je schiefer das Brett, desto schneller das "Zisch" und umso lauter der Bums. Oder so. Wobei die meisten mit zuviel, dann ja kein Bums mehr. Auch wenn sie gerne würden.
Nur ganz selten, wenn wirklich alle Umstände zusammen kommen. Dann, dann kann es auch mir passieren. Dass meine Stern…

Lange Rede kurzer Sinn

Schnell. Geduld? Keine. Also die wenigsten. Am liebsten schon gestern. Oder noch früher. Dass wertvollste, was man also schenken kann? Zeit. Und ein Ohr. Oder zwei. Leihweise. Nicht so van Gogh mässig. Der hat sein Ohr ja auch abgegeben. Quasi. Nein. Wirklich nur leihweise. Hin- oder zuhören. Ist wirklich wertvoll. Auf beide Seiten. Ich versuche zuzuhören, bin aber auch ganz dankbar. Wenn mir mal jemand zuhört. So wie sie es tun. Die Leser dieser Geschichten. Sie schenken mir auch. Immer wieder. Ihre Aufmerksamkeit. Das ist für mich Lohn und Ansporn. Ich, wir, bessere Hälfte und ich. Wir versuche daher auch ab und zu etwas zurückzugeben. Das nächste Mal am 23. Mai. Details später. Nur damit sie schon einmal vorgewarnt sind. Zurück zum Thema. Zeit schenken. Weil, auch ich. Habe auch so eine Unart. Oder Tic. Also nicht, dass sie jetzt Angst haben müssen. Von wegen Tourette oder so. Wobei Angst etwas weit gegriffen. Einer meiner Schulfreunde hatte einen. War ganz lustig damals. Für uns. …

Berührungsängste

Es ist wegen meiner Jungmannschaft. Also wegen meiner Kinder. Weil, die kommen immer wieder mal. Mit so Hinweisen. Man könne jetzt zum Beispiel im Internet iPhones gewinnen. Ganz einfach. Oder da gäbe es so Gewinnspiele. Wenn man CHF 10.- einzahle, dann könne man für CHF 50.- gamen. Also früher. Als sie ihr erstes iPhone bekamen. Bezahlt! Nicht gewonnen! Mittlerweile sind sie auf- und abgeklärter. Darin, nicht alles zu glauben, was man im Internet so liest. Oder in Zeitungen. Eher gesunder Menschenverstand. Und dann selber beurteilen. Kann das wahr sein? Oder nicht? Und wenn ja, wie viel davon? Gibt es eine zweite Seite? Die gibt es nämlich immer. Mitunter schauen Geschichten dann ganz anders aus, wenn man die eine Seite gelesen hat und die andere Seite dann dazu um Auskunft bittet. Was wollte der Schreiber damit zum Ausdruck bringen? Will er nämlich immer. Ich schwör. Was zum Ausdruck bringen. Nur ist es manchmal erst auf den zweiten Blick ersichtlich. Oder dem dritten. Wie letztens…