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Zwischen den Jahren oder the same procedure as every year

Der pure Stress!? Was man so hört, ist für die meisten Menschen die Zeit um Weihnachten und Silvester mit einem gewissen Maas an Stress verbunden. Warum eigentlich? Macht man sich den nicht selber? Ja? Also wäre man auch in der Lage sich den NICHT zu machen, nicht wahr? Vielleicht liegt das ja am Charakter. Oder an Nutella. Jedenfalls hält sich bei mir der Stress in Grenzen. Schon leicht erhöhter Blutdruck und so, aber generell, eher weniger. Liegt wahrscheinlich daran, dass es bei meiner italienischen Familie, der ich durch Einheirat zugehörig zeige, Jahr für Jahr wieder das gleiche Schema durchläuft. Und das meine ich durchaus Dings, äehm, positiv. Feste Rituale, hin und wieder, im Leben eines Menschen sind ja etwas, was Sicherheit oder etwas in der Art vermittelt. Ergo? Man weiss was kommt und kann sich richten. Fazit? Kein/kaum Stress.
© Foto Cristina Cadau

Bis auf dieses mal. Fast. Um ein Haar. Quasi Haaresbreite.....

Das Familienweihnachtsfest gestaltet sich derart, dass wir uns im Haus meiner Schwägerin versammeln um gemeinsam zu kochen, zu singen (EIN Lied, und nur solange, bis niemand mehr die Strophen weiss, was in der Regel und bei jedem Lied nach der Ersten die Folge ist) weil Weihnachten ohne Weihnachtslied ja kein Weihnachten und nach der im Anschluss folgenden, obligaten Weihnachtgeschichte, schliesslich Geschenke verteilen. Wo die herkommen ist mir immer wieder ein Rätsel, weil man ja jedes Jahr auf's Neue Stein und Bein schwört, uns nichts zu schenken. Item. Da schon länger, also länger als der Durchschnitt zumindest, in dieser, meiner, Familie ansässig, habe ich mir über die Jahre den Job des Kochens gesichert. Quasi Berufung. Schliesslich habe ich das mal gelernt. Das Kochen. Und zwar nicht so SchiSchi und Kunstwerk auf dem Teller und hinten in der Küche optisch Weltuntergang und so, nein, so richtig richtig. Sprich Hotelküche in einem Schweizer Ferienort, mit zwei Restaurants, 140 Hotelgästen und 5 Minuten vor Küchenschluss noch ein Car mit 50 Leuten und der Oberstift schwimmend in der Salatwanne. Aber auch dies wieder einen eigenen Post wert.

© Foto Cristina Cadau

Also ich koche. Weil, so quasi Mittendrin und doch nicht ganz dabei. Sie verstehen, was ich meine? Während der Rest der Familie auf Smalltalk und versucht dabei mehr oder weniger elegant die Klippen der gesellschaftlichen Konfessionen zu umschiffen (Mann, ist die aber dick geworden über's Jahr, jetzt nur nicht mit der Wimper zucken und so....), verschanze ich mich hinter meinen Töpfen und Tiegeln. Und peile. Die Lage. Ist diese günstig, zeige ich mich kurz. Um gleich wieder hinter meinen Töpfen zu verschwinden. So komme ich jedes Jahr auf's Neue gut über die Runde und durch's Weihnachtsfest.

© Foto Cristina Cadau

Ich weiss also was kommt und bin entsprechend gelassen. Man kann sagen, so leicht bringt mich nichts mehr aus der Ruhe. Sowieso, da die Teilnehmer in der Regel auch meisten die Selben wir im Vorjahr, Ausnahme Geburt oder andere Seite. Bis auf dieses Jahr. Weil Gast in unserer Mitte. Weiblich. Gross. Aus Russland. Und rausgeputzt. Quasi Mannequin. Stand ohne Vorwarnung vor mir und spienzte in meine Töpfe.

Mir ist tatsächlich kurz die Kelle in die Suppe gefallen. Ich hoffe Niemand hat's gesehen.

Fortsetzung folgt......
© Foto Cristina Cadau


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Wasser bis zum Hals

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