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Von Missen und Küssen (Teil 2)

Wir machen weiter, wo ich das letzte mal aufgehört habe. Miss Zürich Wahl 2013 und zu früh kommen. Im Eingangsbereich. Und dem Scharren. Hier steige ich wieder ein. Nebst dem Scharren, geht noch ein zweites, tierisches Verhalten, mit dem Auftritt einher. 



Den Pfau machen. Insbesondere, wenn in weiblicher Begleitung. Bis anhin, zum ersten mal an einer solchen Veranstaltung, in live, kannte ich das nur vom Hörensagen und hielt es für masslos übertrieben. Ist es auch. Aber NICHT in der Umschreibung. Als Tatsache. Meine Güte. Wir wurden fast erschlagen. Von allen den Rädern, die da geschlagen wurden. Und analog dem Haufen, gilt wohl auch hier. Je Wichtig, desto Rad. Also allein der Aufenthalt im Eingangsbereich. Der Hammer.

Aber, wir ja VIP. Und als solcher, Zugang zu den oberen Räumen. Also nichts wie hoch. Und was springt mir als erstes ins Gesicht? Dunkelheit. Fast schon darkroommässig. Woher ich diesen Vergleich ziehen kann? Fragen Sie nicht. Ich denke, es ist Absicht. Wurde mir aber erst später klar. Weil, es schmeichelt. Dem Antlitz. Im Auge des Betrachters. Denn, Geisterbahn hoch drei. Waren Sie schon einmal? In einer Geisterbahn? Dann wissen Sie, von was ich rede. Das Wägelchen ruckelt in die Dunkelheit, gruslige Spannung macht sich breit, sie ahnen mehr als das sie´s wissen, die Bewegung vor ihnen im Dunkeln. Und dann! Auf einmal. Im Aufblitzen des Strobolights, eine Fratze.....Kreiiiiiiiischhhhhh! Jetzt wissen Sie, wie es mir Samstagabend ging. Nach dem dritten beinahe Herzinfarkt im Blitzlichtgewitter der Fotografen war´s vorbei mit VIP. Es hatte aber auch Sehenswertes. Wirklich. Bis auf, nun ja...liebe Damen. Aber ab einem gewissen Alter aufwärts gehen einfach keine Hotpans mehr. Wirklich nicht. Bei aller Liebe. Da hilft nicht mehr mal ein Auge zuzudrücken. Wenn schon, dann beide. Fest. Und beten! Lass den Kelch an mir vorüber gehen und mich nicht erblinden.

Also wieder runter. An den Catwalk. Und auf die Plätze. Schöne Plätze, ganz weit vorne, sowohl an der Bühne als auch am Catwalk. Das rächte sich. In doppelter Hinsicht. Erstens konnte ja kein Mensch ahnen, das direkt in den Reihen dahinter die Fans sitzen. Und das sind dann Fans. Die Missen kamen ja eher vom Land. Also herkunftsmässig. Und da hat es noch richtige Fans. Mit Hupen, Treicheln und lauten Kommentaren. Zu allen Anderen. Nicht zur eigenen Favoritin. Zu der nur Geschrei und Ekstase. Nonstop. Etliche Stunden lang. Laut. Seeeeeehr laut. Das war die eine Sicht der Beiden. Die Andere? Wir sassen ganz vorn. Am Catwalk. Direkt. Und konnten Dinge sehen die, zumindest ich, in solcher Deutlichkeit eigentlich gar nicht sehen wollte. Aber Organisation. Prächtig. Wirklich.

Wer zuletzt gewann, ist mittlerweile ja bekannt. Weniger bekannt dürfte sein, ob aufgrund der Qualifikationen, oder weil man schlicht und einfach die Fans abstellen wollte.

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Wasser bis zum Hals

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Lange Rede kurzer Sinn

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Berührungsängste

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