Direkt zum Hauptbereich

Stille Nacht, Alles Kracht

Es wird eh schon so viel darüber geschrieben, Weihnachten/Weihnachtszeit, Weihnachtsmärkte, Weihnachts-Psychosen, davor und danach, da für und da wider, hin und her, darum nur dieser eine Post von mir zum Thema. Und zu Glühwein. Der aber separat. Ich schwör. Mir sind nur ein paar kleine Dinge auf meinem täglichen Weg zur Arbeit aufgefallen, die ich erwähnenswert finde.


Weihnachtsmärkte:

In einer Postille war letztens zu lesen, Zürich möchte sich nun auch in die Gilde der etablierten Weihnachtsmarktstädte eingliedern. Dazu habe man Spezialisten der grossen und bekannten Märkte aus Deutschland mit dem Konzept betraut (was bei der lokalen Zunft der Konzepter zuerst zu einem Aufschrei und dann wieder dem üblichen „die Deutschen nehmen uns die Arbeit weg und jetzt auch noch Weihnachten“-Syndrom führte). Die ersten durchschlagenden Erfolge sieht man schon. Am Bellevue. Auf dem neuen Platz. Ja, ich spreche von dieser Barackensiedlung, die an ein Slum irgendwo in einem Drittweltland gemahnt. Die, mit dem Eisfeld aus Plastik. Plastik. Also ich bitte sie. Ist Weihnachten nicht schon Plastik genug? Gleich hinter der zerzausten Weihnachtstanne, die von den Randständigen vom Stadelhoferplatz und den Pudeldamen der Goldküste, resp. deren an der Leine gehaltener vierbeinigen Begleiter (es soll auch Damen geben, die halten sich einen zweibeinigen Begleiter an der langen Leine, und damit meine ich keinen Hund der Männchen macht) so gerne als Versäuberungsplatz genutzt wird. Also wundern sie sich bitte nicht, wenn ihr Kind, zwecks Foto und Sujet und so unter den Baum gescheucht, anschliessend so gar nicht weihnachtlich duftet. Ich finde übrigens das Wort Versäuberungsplatz sollte Unwort des Jahres 2014 werden. Aber das nur nebenbei. Die Tanne, übrigens....eine eigene Geschichte wert. Weil, Zürich ja eine der, wenn nicht sogar die reichste Stadt der Welt. Aber eine Weihnachtstanne, wie andernorts Klobürsten. Jetzt will ich nichts über anderer Leute Klobürsten sagen. Es soll sogar solche geben die diese einmal Monatlich im Geschirrspüler waschen. Sagt das etwas über unsere Gesellschaft aus? Lieber nicht. Aber ich verliere mich...Apropos billige Tanne und Zürich. Ist ihnen schon aufgefallen, dass es in den Trams keine Abfallbehälter mehr hat? Aber dazu ein anderer Post.


Weihnachts-Psychosen:

Ein sich im Psychen-Gesundheitswesen tummelnder Kollege, mit dem ich etwas bekannt bin, trug mir Erstaunliches zu. Man könne zu dieser Jahreszeit jetzt im Abwasser der Stadt Zürich wieder eine erhöhte Konzentration an Psychopharmaka nachweisen. Das sei jedes Jahr so, und komme vor allem aus den Klo’s der Single-Wohnungen (woher sie das so genau wissen will ICH lieber nicht hören). Sie wissen was Single-Wohnungen sind? Diese an einer sogenannten bevorzugten Wohnlage liegenden 180 qm grossen 6-Zimmerwohnungen, die für Mau in der Regel von modernen Singles bewohnt werden. Also, nicht etwa alle Singles dieser Stadt in einer Wohnung, nein, jeder für sich alleine. Was dann dazu führt, dass normale Familien auf´s Land, oder noch schlimmer, Schwamendingen, ausweichen müssen. Nichts gegen Schwamendingen. Jeder so, wie er will. Ich habe selber ein paar Jahre dort gelebt. Irgendwoher muss es ja kommen.... Bei den Singles führt das dann nebenbei dazu, dass insbesondere in so bedeutungsschwangeren Zeiten, wie z. B. Weihnachten, sich Ihre Psychen in der grossen Wohnung und die daraufhin notwendigen Mittelchen dagegen, im WC, verlieren. Können Sie das nachvollziehen? Ich nicht. Weil mit einer grösseren Familie geschla....äehm, gesegnet, inkl. viel Verwandschaft rundrum, müsste eigentlich bei unsereins der Konsum an Psychopharmaka steigen. Ansonsten diese Zeit nicht einfach durchzustehen ist.

Glühwein (auch Weihnachtspunsch):

Diesem, insbesondere zur kalten Jahreszeit vorkommenden Phänomen werde ich, zur gebührenden Würdigung, einen eigenen Post widmen. Dies widerum in Verbindung mit Tibu, meinem Temporär-Hund und dessen Besitzerin Yvonne. 

Freuen sie sich. Darauf und auf Weihnachten. Natürlich.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Wasser bis zum Hals

Eigentlich, eigentlich habe ich kein Problem mit Alkohol. Wirklich nicht. Ich schwör. Auch nicht ohne, ihr Scherzkekse. Gelegentlich mal ein Glas Rotwein. Hie und da. Auch mal einen Grappa nach dem Essen. Und wenn ich dann mal in eine Bar gehe, dann auch einen Drink. Oder zwei. oder drei. Nicht mehr. Mich hat noch niemand nach Hause tragen müssen. Rollen schon. Aber tragen? Nein. Da kenne ich andere. Ohne jetzt hier Namen zu nennen.
Ich bin auch eher, wenn, dann der Typ stiller Trinker. Weil. In einer Beiz aufgewachsen. Und zuviel erlebt, was zuviel Alkohol aus Menschen machen kann. Insbesondere auf der verbalen Ebene. Würde auch. Je mehr Alkohol, desto weniger. Das ist wie bei Professor Otto. Je schiefer das Brett, desto schneller das "Zisch" und umso lauter der Bums. Oder so. Wobei die meisten mit zuviel, dann ja kein Bums mehr. Auch wenn sie gerne würden.
Nur ganz selten, wenn wirklich alle Umstände zusammen kommen. Dann, dann kann es auch mir passieren. Dass meine Stern…

Lange Rede kurzer Sinn

Schnell. Geduld? Keine. Also die wenigsten. Am liebsten schon gestern. Oder noch früher. Dass wertvollste, was man also schenken kann? Zeit. Und ein Ohr. Oder zwei. Leihweise. Nicht so van Gogh mässig. Der hat sein Ohr ja auch abgegeben. Quasi. Nein. Wirklich nur leihweise. Hin- oder zuhören. Ist wirklich wertvoll. Auf beide Seiten. Ich versuche zuzuhören, bin aber auch ganz dankbar. Wenn mir mal jemand zuhört. So wie sie es tun. Die Leser dieser Geschichten. Sie schenken mir auch. Immer wieder. Ihre Aufmerksamkeit. Das ist für mich Lohn und Ansporn. Ich, wir, bessere Hälfte und ich. Wir versuche daher auch ab und zu etwas zurückzugeben. Das nächste Mal am 23. Mai. Details später. Nur damit sie schon einmal vorgewarnt sind. Zurück zum Thema. Zeit schenken. Weil, auch ich. Habe auch so eine Unart. Oder Tic. Also nicht, dass sie jetzt Angst haben müssen. Von wegen Tourette oder so. Wobei Angst etwas weit gegriffen. Einer meiner Schulfreunde hatte einen. War ganz lustig damals. Für uns. …

Berührungsängste

Es ist wegen meiner Jungmannschaft. Also wegen meiner Kinder. Weil, die kommen immer wieder mal. Mit so Hinweisen. Man könne jetzt zum Beispiel im Internet iPhones gewinnen. Ganz einfach. Oder da gäbe es so Gewinnspiele. Wenn man CHF 10.- einzahle, dann könne man für CHF 50.- gamen. Also früher. Als sie ihr erstes iPhone bekamen. Bezahlt! Nicht gewonnen! Mittlerweile sind sie auf- und abgeklärter. Darin, nicht alles zu glauben, was man im Internet so liest. Oder in Zeitungen. Eher gesunder Menschenverstand. Und dann selber beurteilen. Kann das wahr sein? Oder nicht? Und wenn ja, wie viel davon? Gibt es eine zweite Seite? Die gibt es nämlich immer. Mitunter schauen Geschichten dann ganz anders aus, wenn man die eine Seite gelesen hat und die andere Seite dann dazu um Auskunft bittet. Was wollte der Schreiber damit zum Ausdruck bringen? Will er nämlich immer. Ich schwör. Was zum Ausdruck bringen. Nur ist es manchmal erst auf den zweiten Blick ersichtlich. Oder dem dritten. Wie letztens…