Direkt zum Hauptbereich

Sie können es drehen und wenden wie sie wollen

....aber es geht auf den Jahreswechsel zu. Und damit auf ihr schlechtes Gewissen. Weil, kurze Frage, wie viele ihrer "guten Vorsätze" des letzten Jahres haben Sie eingehalten? Auch nur im Ansatz? Na, sehen sie. Und bitte, grämen sie sich nicht. Es geht mir genauso. Meine Favoriten der guten Vorsätze waren:

  • Sport (mein Gott, wie gewöhnlich, hat doch jeder)
  • Mehr Sport (Wenn schon nicht einhalten, dann aber gefälligst auch unter Druck setzen)
  • Regelmässig. Mehr. Sport: (Nun gut, jetzt übertreibe ich's aber ein bisschen)
  • Weniger Schoggi (zu dem später etwas mehr, behalten sie's im Kopf)
  • Abnehmen (siehe oben)
  • Aufhören zu rauchen (das hingegen fällt mir immer wieder leicht)

Einen!! Einen Einzigen habe ich durchgezogen. Und ausgerechnet Diesen kann ich ihnen nicht zumuten. Weil Ruf und so. Also meiner. Sie verstehen. Nämlich genau dann, wenn man glaubt nichts zu verlieren zu haben, hat man am meisten zu verlieren. Na ja, vielleicht später. Einmal. Irgendwann. Und nur, wenn sie versprechen über 18 zu sein. Also wirklich.

Es ist echt nicht einfach mit diesen Vorsätzen. Besonders in schon etwas, sagen wir, fortgeschrittener Jugend. Es kommt einem auch wirklich immer wieder so manches in die Quere. Beim Sport zum Beispiel. Wenn man sich dann mal aufgerafft hat, dann wird man schnurstracks wieder hingerafft. Im Wald. Von Velofahrerinnen, denen man helfen muss die Kette wieder aufzuziehen, oder renitenten Nordic-Kampf-Walkerinnen, die analog im Hallenbad, auf einem 1 Meter breitem Wanderweg zu 15 nebeneinander walken, dabei den gesamten Wildbestand in Grund und Boden schnattern und mich aus schierer Verzweiflung wieder nach Hause traben lassen, oder meinem temporär Hund, der schon röchelt wie eine altersschwache Dampfmaschine, wenn ich meine Jogging-Schuhe auch nur ansehe. Er kippt dann aus dem Stand ansatzlos auf die Seite und spielt toter Hund. Röchelschnaufjaps...


Oder das mit der Schoggi. Ich. Liebe. Schoggi. Punkt. Ich gehe sogar soweit zu behaupten ich bin ein regelrechter Schoggi-Junkie. Schon mein ganzes Leben lang. Es fällt mir schwer zu verzichten. Man sieht es mir vielleiiiiiiiiicht ein bisschen an. Frauen haben es da besser. Die ziehen einfach so ein "DrehundWendDings" über die Hüften und gut ist. Vielleicht gibt es so etwas ja auch mal für Männer, Jeanette. Und unter Verzicht fällt für mich auch nur schon, mich einzuschränken. Es gelingt mir hin und wieder. Allerdings werde ich dann unausstehlich. Sagt man. Dabei bin ich ja ansonsten so etwas von einer Seele eines Menschen. Letztens ist es mir wieder einmal gelungen, an den diversen Aufladestationen auf dem Weg zur Arbeit vorbei zu schleichen. Den Zug nach Basel erreichte ich daher ohne dabei wesentlich einzubrechen. Das Schicksal schlug am Ziel meiner Reise zu. Gnadenlos und unerbittlich. Oder wären sie ohne Verluste daran vorbei gekommen? Mitten in der Bahnhofshalle. Quasi sozusagen schon fast direkt auf der Rolltreppe?


Also bitte. So ein perfider Anschlag auf mein Durchhaltevermögen. Ich konnte einfach nicht anders und musste sündigen. Aber nur ein klitzekleines bisschen:


Zum Glück ist der nur nur knapp einen Zentimeter hoch und wog kaum 2 Gramm. Quasi nichts. Ich schwör. Ein Happs und weg.

Auf den Schreck hin muss ich erst mal Eine rauchen.


Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Wasser bis zum Hals

Eigentlich, eigentlich habe ich kein Problem mit Alkohol. Wirklich nicht. Ich schwör. Auch nicht ohne, ihr Scherzkekse. Gelegentlich mal ein Glas Rotwein. Hie und da. Auch mal einen Grappa nach dem Essen. Und wenn ich dann mal in eine Bar gehe, dann auch einen Drink. Oder zwei. oder drei. Nicht mehr. Mich hat noch niemand nach Hause tragen müssen. Rollen schon. Aber tragen? Nein. Da kenne ich andere. Ohne jetzt hier Namen zu nennen.
Ich bin auch eher, wenn, dann der Typ stiller Trinker. Weil. In einer Beiz aufgewachsen. Und zuviel erlebt, was zuviel Alkohol aus Menschen machen kann. Insbesondere auf der verbalen Ebene. Würde auch. Je mehr Alkohol, desto weniger. Das ist wie bei Professor Otto. Je schiefer das Brett, desto schneller das "Zisch" und umso lauter der Bums. Oder so. Wobei die meisten mit zuviel, dann ja kein Bums mehr. Auch wenn sie gerne würden.
Nur ganz selten, wenn wirklich alle Umstände zusammen kommen. Dann, dann kann es auch mir passieren. Dass meine Stern…

Lange Rede kurzer Sinn

Schnell. Geduld? Keine. Also die wenigsten. Am liebsten schon gestern. Oder noch früher. Dass wertvollste, was man also schenken kann? Zeit. Und ein Ohr. Oder zwei. Leihweise. Nicht so van Gogh mässig. Der hat sein Ohr ja auch abgegeben. Quasi. Nein. Wirklich nur leihweise. Hin- oder zuhören. Ist wirklich wertvoll. Auf beide Seiten. Ich versuche zuzuhören, bin aber auch ganz dankbar. Wenn mir mal jemand zuhört. So wie sie es tun. Die Leser dieser Geschichten. Sie schenken mir auch. Immer wieder. Ihre Aufmerksamkeit. Das ist für mich Lohn und Ansporn. Ich, wir, bessere Hälfte und ich. Wir versuche daher auch ab und zu etwas zurückzugeben. Das nächste Mal am 23. Mai. Details später. Nur damit sie schon einmal vorgewarnt sind. Zurück zum Thema. Zeit schenken. Weil, auch ich. Habe auch so eine Unart. Oder Tic. Also nicht, dass sie jetzt Angst haben müssen. Von wegen Tourette oder so. Wobei Angst etwas weit gegriffen. Einer meiner Schulfreunde hatte einen. War ganz lustig damals. Für uns. …

Berührungsängste

Es ist wegen meiner Jungmannschaft. Also wegen meiner Kinder. Weil, die kommen immer wieder mal. Mit so Hinweisen. Man könne jetzt zum Beispiel im Internet iPhones gewinnen. Ganz einfach. Oder da gäbe es so Gewinnspiele. Wenn man CHF 10.- einzahle, dann könne man für CHF 50.- gamen. Also früher. Als sie ihr erstes iPhone bekamen. Bezahlt! Nicht gewonnen! Mittlerweile sind sie auf- und abgeklärter. Darin, nicht alles zu glauben, was man im Internet so liest. Oder in Zeitungen. Eher gesunder Menschenverstand. Und dann selber beurteilen. Kann das wahr sein? Oder nicht? Und wenn ja, wie viel davon? Gibt es eine zweite Seite? Die gibt es nämlich immer. Mitunter schauen Geschichten dann ganz anders aus, wenn man die eine Seite gelesen hat und die andere Seite dann dazu um Auskunft bittet. Was wollte der Schreiber damit zum Ausdruck bringen? Will er nämlich immer. Ich schwör. Was zum Ausdruck bringen. Nur ist es manchmal erst auf den zweiten Blick ersichtlich. Oder dem dritten. Wie letztens…