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Yoga - Oder, wenn´s dem Esel zu wohl wird, geht er auf´s Eis (tanzen)

Es kommt in jedem Leben eines Mannes......Augenblick! Eigentlich kommt zuerst in jedem Leben einer Frau, der Moment, an dem sie ein Virus Namens Yoga befällt. Jede. Ohne. Ausnahme. Zumindest in meinem Umfeld.


Meistens tritt das auf in Form einer Glucke, die, vermutlich nach einem Urlaub in Asien, missionarischen und auch sonstigen Eifer an den Tag legt und ihr (heutzutage nicht mehr nur und ausschliesslich weibliches...) Umfeld so lange bequatscht, bis dieses zuerst die Waffen und anschliessend alle Viere in Richtungen streckt, von denen man nicht mal in Traum daran dachte, wohin man seine diversen Körperteile überall strecken kann.
Und wie das oftmals, Gott sei Dank, so ist im Leben, behält ein etwaiger Lebenspartner besagter Damen aus diesem Umfeld, aufgrund jahrelanger Erfahrung, zunächst stoische Ruhe und harrt der Dinge, wohlwissend das die dann wieder vorüberziehen und im Nirwana Fernöstlichen Esoteriknebels verschwinden.
Sollte dies nach der dritten Sitzung nicht der Fall sein, ist es an der Zeit langsam in Unruhe zu verfallen und Argwohn an den Tag zu legen. Es droht unmittelbare Gefahr an Leib und Leben, sowie, noch viiiiiieeeeeeel wichtiger, Entzug der persönlichen Freiheit.

Es beginnt damit, dass bessere Hälfte sich eine Ausrüstung zulegt, die jener der verkappten Heimwerker unter uns Männern, die Alle vier Jahre einmal einen Nagel in die Wand versenken müssen und sich zu diesem Zwecke eine komplette Werkstatt zulegen die jeden professionellen Grossbetrieb in grenzenlosen Neid treibt, in nichts nachsteht. Hier ist bereits erhöhte Vorsicht angesagt. Gefährlich wird es, wenn besagte bessere Hälfte sich nicht mehr nur Aushäusig den Verrenkungen hingibt, sondern beginnt just während der Primetime vor dem TV ihre Matten und Bänder zu drapieren. Wenn Sie dann noch die Fernbedienung kapert und auf Youtube nach einem Yogakanal sucht, ist jeder Fluchtversuch bereits zwecklos, weil zu spät und von vornherein zum Scheitern verurteilt. Man hätte halt doch auf die Kinder achten sollen, die sich schnöde, unter Vorspiegelung falscher Angaben aus der Stube entfernten und plötzliche ausufernde wichtigste Beschäftigungen simulieren. Bessere Hälfte beginnt nun nämlich, vermutlich unter Einfluss o.g. Glucke stehend, zu missionieren. Zuerst werden Eigenbewegungen ausgiebigst kommentiert. Angereichert mit wohligem Grunzen. Dabei immer aus den Augenwinkeln beobachtend, dass der angegraute Angetraute unter keinen Umständen wagt, den Blick auch nur eine tausendstel Sekunde abzuwenden. Und wenn es ihm nicht gelingt, seine Gesichtszüge im Griff zu halten und er auch nur einmal mit den Augen zwinkert, ist es um ihn geschehen.

"Du könntest übrigens auch mal etwas für Deine Gesundheit tun!" Der Blick der ihn dabei streift scheucht ihnen auch noch jeden Rest von Widerstand aus den müden alten Knochen. Ich habe mal erlebt, dass ein alter, toter und stinkender Rattenkadaver in einer Gosse, weitaus freundlicher betrachtet wurde. Was wir in besagter Gosse zu suchen hatten? Nun, das ist eine andere Geschichte.

Die alten, erfahrenen Hasen unter uns, wissen was nun zu tun ist. Mitspielen. Ab in die Trainerhose und T-Shirt. Lieber im heimatlichem Wohnzimmer blossstellen lassen, als in einem Yogakurs von dutzenden mitleidigen Frauenblicken zerfleischt zu werden und der Häme anheimfallen. Ab auf die Matte. Es gilt durchzuhalten, bis zu den ersten Übungen, die auf dem Rücken liegend erfordern, die Beine an den Bauch zu ziehen und........ Die Rettung naht kurz vor dem Herzinfarkt. Bereits während dem dritten Anwinkeln spüren Sie ein vertrautes Rumpeln im Bauch. Noch einmal kräftig Beine an den Bauch und da ist es geschehen. 

Tödliches Schweigen in der Wohnung. Bessere Hälfte erstarrt in, vermutlich, der Storchenstellung, bocksteif auf einem Bein.....leises Kichern macht sich aus den Kinderzimmern breit....und Sie selbst durchflutet ein Glücksgefühl des Wissens, es ist vorbei. Vater hat unüberhörbar Einen fahren lassen! Und was für Einen. Damit sind Sie aus dem Schneider. Bessere Hälfte wird es niemals riskieren, sich derart vor den Augen und vor allem Ohren der Glucke, wegen ihres Göttergatten zu blamieren.



Das Thema Yoga ist für mich gegessen.



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