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Der gläserne Mensch

Ein ganz normaler Freitag - Oder der gläserne Mensch in Zeiten von Facebook (bööööööseee!!) und Co (....auch böse!)


(Achtung an Alle zartbesaiteten. Der Text enthält Product-Placement)


Man kennt Sie ja, die (nutzlosen) Diskussionen um Social Media und was wir bewusst und/oder unbewusst von uns im Netz hinterlassen. Und ich hinterlasse so einiges, da könnt ihr sicher sein! ;-) Aber heute war's wieder einmal ganz speziell.


Neben allem Übel pendle ich auch noch. Also NICHT im Sinne von "Ohmm" und irgendwas kreiseln lassen, sondern Zug. Also mit dem.... Mehr oder weniger regelmässig, aber zu einigermassen unregelmässigen Zeiten. Heute Morgen war's der ICN nach Kiel. Kaum sass ich im Zugs-Bistro, steht ein mir vööööllig unbekannter Kellner vor mir und meint: Halloooo erstmal. Länger nicht mehr gesehen! War'n Sie krank (sehe ich so aus??)? Latte wie immer? Nun ja, man freut sich ja über so Einiges im Leben. Kaum am Zielort angekommen rennt mich am Bahnhof ein Kollege aus Genf über den Haufen und entschuldigt sich mit den Worten: "Ich wusste das ich Dich heute treffe" (erstens, musste ja nicht gleich im Magen sein und zweitens, woher??).


Im Starbucks (böööse, ich weiss) begrüsst man mich mittlerweile auch schon mit Namen und heute ganz speziell mit einem Becher, verziert mit irgendwelchen Elchen und was Streussliges oben drauf..auf dem Kaffee, nicht den Elchen.


Am frühen Abend zurück in der Grossstadt meines Vetrauens (wobei, nach Milano diese Woche, muss ich bei Verwendung des Attributes "Gross" in Verbindung mit einer Schweizer Stadt immer etwas schmunzeln) und dem freundlichen Hinweis meiner besseren Hälfte per Whatsapp (ungemein bööööse)  doch bei günstigen Gelegenheiten im UG des Bahnhofs nicht nur nach fremden Frauen, sondern auch mal noch nach Brot Ausschau zu halten, steuerte ich, Befehl ist Befehl, flugs einen mir naheliegenden Detaillisten an. Naheliegend im Sinne von auf dem Weg. Während ich noch ausschaue, wirft man mir quer über den Tresen ein, sie werden's ahnen, ein "hallo, ik sie diese Wocke nikt gesehen, Sie krank? (langsam mach ich mir Sorgen) entgegen, unmittelbar gefolgt von einem Brot, dass ich gerade noch auffange.


Was will ich mit dieser Kurzgeschichte sagen? Eigentlich nichts. Nur, gläsern sind wir so oder so. Ob mit FB (böööööse) oder ohne.


Ein schönes Weekend wünsche ich.

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