Glashaus und Steine

Man würde es mir nicht ansehen. Optisch. Ich weiss. Weil ein bisschen, nun ja, Dings halt. Aber wirklich! Ich schwör. Ich bin gerne in Bewegung. Jetzt vielleicht weniger im Sinn von sportiv oder so. Mehr von Alphabetisch. A nach B. Wenn sie verstehen, was ich meine. Reisenderweise. Egal wie. Aber Hauptsache. Weg. Notfalls zu Fuss. Zumindest bis Bahnhof. Oder Flughafen. Standardsatz meiner Mutter? Gott, Junge!! Kannst Du nicht Mal 5 Minuten ruhig sitzen? Wo soll das nur hinführen? Jetzt lustig. Dazu zwei Bemerkungen. Erstens, reise ich ja sitzenderweise. Und das durchaus auch Mal länger als 5 Minuten. Und zweitens, ans Ziel! Es führt mich immer ans Ziel, MUTTER! Meiner selbst, oder auch der Reise. Klingt ein wenig Yoga, ich weiss.
Mailand. Nicht das erste Mal. Die Stadt hat was. Südländischen Flair, schöne Menschen, südländischen Flair, gutes Essen, südländischen Flair, immer wieder Neues, und, im Fall ich es noch nicht erwähnt habe, ganz viel südländischen Flair. Obwohl man dort nur ganz wenigen Italienern über den Weg läuft. Mehr Asiaten, 2 bis 3 Amerikanern und Schweizern. Ganz vielen Schweizern. Gut, Letztere trifft man überall. Auch an Orten, an denen man es gar nicht erwarten würde. Wobei, eigentlich schon. Arsch der Welt? Garantiert keine Menschenseele weit und breit? Geschworen? Stimmt. Ausser einem Schweizer. Gott! Jetzt sind wir eh schon ein kleines Volk. Zahlenmässig! Gut, Appenzeller, die auch körperlich, eher.....aber lassen wir das. Und dieses zahlenmässig kleine Volk trifft man dann immer zu Stosszeiten am Central. Alle! Auf einmal! Quasi auf einem Haufen. Weise. Ich schwör. Wenn die also alle am Central rumhaufen, wo, zum Teufel, kommt dann immer dieser Quotenschweizer im Ausland her??
So auch in Mailand. Ich bin ja mittlerweile so weit, dass ich schon beginne Italienisch zu sprechen, wenn er in der Nähe ist. Italienisch! Dabei kann ich es nicht Mal! Immerhin beginnt dann der asiatische Kellner in der absolut original italienischen Trattoria, auf Amerikanisch mit mir zu unterhalten.
Wissen sie, wie man Schweizer im Ausland ganz einfach erkennt? Nun, jedenfalls nicht am Lampion am 1. August. Dass ist eine andere Geschichte. Viel einfacher. Nämlich dann, wenn ich in eben dieser Trattoria von den Örtlichkeiten zurück komme, die man nur zu Fuss erreicht und mir meine Partnerin auf Schweizerdeutsch entgegenträllert, es hät im Fall gratis WLAN und daraufhin auf einmal die Hälfte des Lokals sofort das Smartphone in die Hand nimmt!

…..Excuse me, waiter!





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