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Es werden Posts vom März, 2014 angezeigt.

Das Ding mit den Fachausdrücken

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Leser des Nachtwanderers, die sich relativ regelmässig mit dessen Geschichten befassen, kennen Ruedi ja bereits. Gab und gibt die eine oder andere Geschichte über und/oder mit ihm. Heute aber nicht Ruedi. Den hab ich übrigens auch schon länger nicht mehr gesehen. Keine Ahnung, wo der sich wieder rumtreibt. Item. Seit heute gibt es nun auch noch einen Peter. Also in den Geschichten. Geben als Solchen tut es ihn natürlich schon länger. Peter ist so ganz anderst als Ruedi. Auf eine gute Art. Wir kennen uns eigentlich auch schon länger. Eine Figur aus meiner Vergangenheit, die sich nach einem Unterbruch nahtlos wieder in meine Gegenwart einfügt. Für was so Brüche von Unterbrüchen nicht alles gut sind.Peter jedenfalls holte mich heute zuhause auf einen Kaffee ab. Widerstand zwecklos. Obwohl Züglete und putzen und räumen und Stress und überhaupt. Alles hat seine Zeit. Kaffee auch. Motto von Peter. Also ab an den See. Mit ca. zwei Millionen anderen Menschen, die auch gerade Kaffee und alles …

Die Kängurumethode

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Meine lieben Seniorinnen und Senioren. Wenn Sie denn über 70 Lenze zählen und im ÖV unterwegs sind. ÖV = öffentlicher Verkehr = Tram (Trämli in Basel), Bus oder Zug. Also eigentlich nur Tram und Bus. Zug geht so. Ich verstehe sie ja, liebe Altersgruppe. Wirklich. Ich schwör. Wenn ich dann mal soweit bin, sprengt es mich sehr wahrscheinlich auch schon Morgens um 05:30 aus dem Bett. Weil ich von den Schnarchorgien meines Bettnachbarn flüchte. Oder nicht schlafen konnte, weil die Party am Abend zuvor etwas ausschweifend und ich den Alkohol nicht mehr so gut vertrage. Oder die Partygäste. Dings halt. Oder vielleicht einfach auch nur, weil ich meine Umwelt, sprich die darin rumwuselnden Mitbürger ärgern möchte. Aus reiner Bosheit. Oder mir ist langweilig. Schlicht und einfach langweilig.
Aber, item. Ich versteh's. Ist auch Ihr gutes Recht. Nicht das Sie mich falsch verstehen. Ich bin absolut gegen die Zoohaltung von Seniorinnen und Senioren. Auch gegen Alters-Asyl-Kasernierung. Es soll …

Freitag, 21.3.2014

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An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei meinen Zuhörern von letzten Freitag bedanken. Insbesondere auch für die sehr motivierenden Nachrichten, die mich im Nachgang erreicht haben. Zuviel der Ehre. Ich möchte Ihre Komplimente gerne auch an Michael weitergeben, dessen musikalische Interpretationen des Echos zu meinen Geschichten einen wesentlichen Teil zum Gelingen des Abends beitrugen. Die Töne, die er seiner Klarinette entlockte haben mich sehr beeindruckt. Ich denke, Sie auch, nicht wahr?
Herzlichst, Ihr Nachtwanderer
Alexander & Michael

Wir freuen uns auf weitere Lesungen in Zürich und Umland. Hier ein paar Impressionen des Abends.











Aus der Reihe tanzen

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Wir spielen alle nur eine Rolle. Sie auch. Ich schwör. Oder wollen Sie allen ernstes behaupten, wenn ich Sie im Tram treffe und mit Ihnen ein Gespräch beginne, dass ich dann wirklich mit Ihrem wahren Ich spreche? Damit sind wir doch alle viel zu sehr auf Vorsicht und Misstrauen gedrillt. Warum? Viel zu verletzlich. Stellen Sie sich einen alten Dreimaster unter vollen Segeln vor, der in der Karibik von einem Piraten aufgebracht wird. In dem Moment wo der Dreimaster beidreht, eröffnen diese das Feuer und er fängt eine volle Breitseite ein. Verhehrend. Ungefähr so meine ich das mit zu verletzlich sein. Darum? Lieber Rolle. Vortäuschen ich bin kein unvorbereiteter Dreimaster, sondern eine feuerbereite Kriegscaravelle. Piraten werden sich hüten oder zumindest sehr genau abwägen, vonwegen Aufwand und Ertrag. Darum so einige Caravellen auf Zürich's Strassen. Und diese Rolle widerspiegelt sich daher im Gesichtsausdruck vieler Menschen wieder.
Auch in meinem. Ausser ich bin im Flow. Was ich…

Zwischen den Fronten

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Zwischen die Fronten geraten. Eine ähnliche Sache, wie der "Point of no return". Sollte man vermeiden. Tunlichst. Auch, oder erst recht, wenn sich beide Fronten in einem selbst befinden. Beipiel gefällig? Versuchen, eigene und von extern an einen selbst gestellte Erwartungen in Einklang zu bringen suchen. Zwei Fronten im eigenen Herz. Und das geht schief. Zeigt schon die Vergangenheit, nicht wahr? Darum Dings. Nur um eigene Erwartungen kümmern. Fremderwartungen eher kein Problem. Oder wenn schon, dann ein fremdes. Und dort kann es auch bleiben. Sie müssen sich ja nicht zwingend für alles zuständig und verantwortlich erklären. Verantwortung. Hatten wir kürzlich auch schon mal. Also abgehakt.
Mittlerweile bin ich darin gar nicht mal so übel. Das Vermeiden. Von vielen Dingen. Auch mal Nein sagen können. Zu sich selber sowieso. Und erst recht anderen gegenüber. Ganz interessante Erfahrungen. Wenn gegenüber sonst immer Ja gewohnt und jetzt auf einmal Nein. Führt mitunter auch zu K…

Das Ding mit der Verantwortung

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Verantwortung. Geht es Ihnen wie mir, resp. meinem Bauch, wenn Sie hören, man soll jetzt mal wieder Verantwortung übernehmen? Oder sich nicht aus dieser stehlen? Bekommen Sie dann auch so ein Kribbeln in der Magengegend? Weil, Verantwortung wird heutzutage ja nur noch wenig übernommen. Ist irgendwie uncool geworden. Man gibt sie dann lieber ab, wenn es dicke kommt. Und zwar am liebsten schnell.
Erstaunlich verhält es sich dann meistens genau diametral. Sprich, die, die am lautesten danach schreien, und geschrien danach wird viel und oft, nehmen sie selber dann lieber nicht so gern war. Ist ja auch einfacher, sie zu delegieren. Vorallem bequemer. Man müsste ja sonst beginnen, mit sich selber auseinander zu setzen. Und dieser Prozess, dass kann ich Ihnen flüstern, ist ein nicht ganz einfacher. Ich schwör. Sie lernen Seiten an sich kennen, die sie so lieber nicht gesehen hätten. Analog den ausgebeulten Altherrenshorts, resp. dem, was da mitunter so raushängt. ;-) Gewisse Bilder wird man n…

Die Sache mit dem Bauch

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Zugegeben. Es gibt ästhetische und weniger ästhetische. Ab einem gewissen Alter nur noch, Dings, weniger. Also eigentlich gibt es überhaupt keine Ästhetischen. Das können Sie drehen und wenden wie sie wollen. Weder an männlichen noch weiblichen Wesen. Ob es an weiblichen Wesen überhaupt welche gibt, kann ich nicht sagen. Hatte noch nie das Vergnügen. Wobei, ein Vergnügen ist es ja nun wirklich nicht. Weder noch. Auch wenn es, wie immer und alles, im Auge des Betrachters liegt. 
Aber wenn es mein Auge ist, das da betrachtet, dann liegt es weniger darin, als mir auf dem Magen. Respektive der Zunge. Weil, ich würde dann immer gerne etwas sagen. Jetzt, die, die mich kennen, wissen, ich hab auch schon. Also nicht gehabt, aber was gesagt. Ganz vorsichtig. Über Umwegen. Aber ziemlich direkt. Ob er das Gefühl habe, das ihm das steht? Und er schon mal was von Stil gehört hat? Und wenn ja, wie er DASS damit und sich vereinbaren könnte? Meinte er doch tatsächlich, ja. In beiden Fällen. Und darum …

Kaffeegeschichten

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Der Nachtwanderer ist süchtig. Süchtig nach Kaffee. Also nicht nur Kaffee. Sondern auch nach dem drumherum. Und damit meine ich nicht die zu einem Kaffee servierten Zucker-, Rahm- und sonstwas Portionen. Nein, ich spreche von anderen Ingredienzien, die einen guten Kaffee von einem sehr guten unterscheiden.
Und dazu gehören unter anderem, ein gutes Lokal, der Ort, an welchem dieses Lokal liegt, die Gäste, das Interieur, die Kaffeemaschine, der Kaffee selber, der Barista, sein Umgang mit den Gästen und der Flow. Auf letzteren komme ich später noch einmal zu sprechen. Weil, auch hier gibt es verschiedene.....zum Beispiel auch der eigene... ;-)
Unter Berücksichtigung aller Aspekte gibt es eine ganze Menge Kaffeehäuser und ähnliches, aber nur einige wenige wirklich gute. Und diese wenigen guten werden wir Ihnen hier gelegentlich vorstellen. Wir, das sind der Nachtwanderer und ausgewählte Persönlichkeiten, die als Gastschreiber und Photographen mit dem Nachtwanderer unterwegs sind. Natürlich …

Richtige Männer haben Eines

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Wir gerieten uns darob fast in die Haare. Weil ich behaupte, ein jeder richtige Mann hat Eines. Und sie findet das nur gruusig. Wir mussten eine Extraschlaufe einlegen auf unserem Spaziergang, um dieses Thema auszudiskutieren. Und benötigten dabei sogar noch externe Unterstützung. Ok, ich gebe ja zu, weil mir begannen die Felle, sprich Argumentationen, davon zu schwimmen. Also Flucht nach vorne. Fremde Männer angesprochen und auf Solidaritätsbekundungen gehofft. Pustekuchen. Er hatte auch Keines. Respektive, Dings. Er hatte natürlich schon Eines. Wie sie auch. Aber aus Papier. Ich bitte Sie. PAPIER. Kein Wunder, stehen wir vor dem Untergang des Abendlandes.
Wir reden über modische Assesoires, resp. die Grundausrüstung, über die ein jeder echter Kerl verfügen muss: Witz, Charme, Frechheit und Charisma!! Und ab und zu eine Whisky-Fahne. Aber bitte mindestens 20 Jahre alter....... ;-)
Also das auch. Aber natürlich reden wir vom Sackbefehl. So, nicht gleich in Panik geraten jetzt. Menschen,…

Alles richtig gemacht

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Die Welt ist eine Wüste. Eine Servicewüste. Also gut, vielleicht nicht die ganze Welt, aber ein grosser Teil. Also mindestens in Zürich. Aber das wissen Sie ja, denke ich mir. Jeder macht so seine Erfahrungen, nicht wahr? Und man stumpft ab. Statt man sich über fehlenden oder mangelnden Service beschwert, nimmt man in stoisch zur Kenntnis und freut sich tierisch, wenn es mal andersrum kommt. Und Sie finden das in Ordnung? Nun gut.
Gestern wurde ein neues Handy fällig. Weil, alte Brücken abgebrochen. Darum neue Nummer, resp. alte Nummer reaktiviert. Ist ja nicht so wichtig. Wichtiger ist....Dings. Ich war drei Stunden ohne....Jetzt, wer mich kennt...Drei Stunden? Das ist ungefähr wie ein ausgehungerter Pittbull auf dreiwöchiger vegetarischer Diät. Ich weiss, ich arbeite daran. Nicht am Pittbull...an mir und meinen Süchten ;-)
Also, neues Handy. Und ab damit, in ein Café. Konfigurieren. Sprich alles wieder in Betrieb nehmen und meine Daten benutzbar machen. Was mit gewissem Aufwand, aber …

To Beer or not to Beer

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Kurze, schöpferische Pause die letzten Tage. Mehr in sich gehen als Aus. Grosse Veränderungen stehen an. Alles braucht seine Zeit. Der Blick für´s Wesentliche temporär etwas verschoben. Sprich Fokus auf anderes. Nicht mehr lange, ich schwör.
Heute kleiner Ausreisser. Eine Situation, wie ich sie liebe. Sehr eng involviert, weil am selben Tisch, aber nach aussen...stoisch. Keine Miene verziehen. Auf keinen Fall. Weil sonst.....übel. Aber extrem schwierig. Situationskomik par excellence.
Wer ab und zu mit der SBB unterwegs ist, in diesen Doppelstockzügen, kennt evtl. auch deren Bistros. Darin drei Tische (4er, 2er und 2,5er) und ein Stehtisch. Und Sie kennen evtl. auch die Abneignung vieler, nun sagen wir mal Menschen im Allgemeinen und der Schweizer im Besonderen, sich zu anderen, fremden Mitbürgern an den Tisch zu setzen. Prinzip Tram. Solange noch möglich alleine zu sitzen? Dann lieber alleine. Man könnte ja angequatscht werden. Und wohlmöglich zu einer Antwort genötigt sein. Gott behüt…