Posts

Es werden Posts vom Februar, 2014 angezeigt.

Wenn nichts mehr geht....

Bild
Ich denke, Sie kennen das. Zur Genüge. Die wohlgemeinten Unterstützungsfloskeln und -sprüche. Vonwegen, etwas als Chance begreifen und Neuanfang und so. Hat natürlich was. Das Körnchen Wahrheit. Braucht aber seine Zeit. Wie wollen Sie etwas als Chance begreifen, wenn's schon mit dem Begreifen an und für sich hapert? Sehen Sie. Braucht seine Zeit.
Kürzlich traf ich Jemanden, dessen Credo lautet: Etwas geht immer. IMMER! Geht eine Türe zu, öffnen sich zwei Neue. Man müsse einfach Geduld haben. Und Tee trinken. Man könne sich dann in Ruhe an einen Fluss setzen und dabei zusehen, wie die Seelen seiner Widersacher an einem vorbei treiben. Mit der Zeit. Fand ich noch spannend. Zumindest den Teil mit dem Tee trinken. Weil, ich ja passionierter Kaffeetrinker. Schon immer. Und jetzt ja alles neu. Und Türe auf. Und warum nicht mal was neues probieren. Also her mit dem Tee. Und nicht irgendwelcher Tee, irgendwo. Nein, Teehaus. Muss es dann schon sein. Probiere ich also Teehäuser. Und stelle f…

Der rote Faden

Bild
Man kann es sehen wie man möchte. Aber gewisse Dinge ziehen sich wie ein roter Faden durch ein Leben. An diesem aufgereit, als kleine Schleifen, Knoten oder Perlen, mehr oder weniger prägende Lebensereignisse. Bild im Kopf? EIn Beispiel gefällig?
Heute am See entlang spazierend. Ich weiss. In letzter Zeit etwas gar oft....wird sich wieder ändern. Ich schwör. Weil, ein paar Enten kennen mich schon beim Namen. Also dann lieber doch nicht.
Dennoch, zurück zum Beispiel und am See entlang. Dort auch roter Faden. Egal, ob vom Bellevue oder anderer Seite her kommend. Der rote Faden hier? Strassenmusikanten. Aufgereit wie Perlen am roten Faden. Wobei Perlen...naja. Nichts gegen Strassenmusik. Wenn ich aber zum xten mal an einem Akkordeonspieler vorbei gehe, mit dem immer gleichen Repertoire...... Hab sie gezählt heute. Bellevue bis Tiefenbrunnen. 6 x Akkordeon, 1 x Sax, 2 x Combo (Contrabass, Akkordeon, Schlagzeug) und als Dreingabe zum Schluss??? Panflöte. Also bitte. Es geht vieles. Aber bei …

Aus Alt mach Neu

Bild
Stirbt was Altes, gibt es automatisch Platz für Neues. Diese Konstellation bedarf aber einiger Erklärung. Demnächst hier in dieser Geschichtenkiste.... ;-)

Gras-Spiele

Bild
Ich geb's ja zu. Ganz so offengeistig wie ich immer schreibe, bin ich dann doch nicht. Also ich bin nicht ganz offengeistig, in meiner Haltung. Offengeistig schreiben tu ich aber schon. Verstehen Sie's? Nicht? Ich auch nicht. Macht aber nichts. Weil, es geht ja eh nur um die Olympiade.
Das Olympiade ist, bekomme ich so ganz am Rande mit. Aus dem Radio. Weil TV schaue ich nicht. Ich schaue Radio. Ab und zu. Also Olympiade. Irgendwo in Russland, scheinbar. Oder Brasilien? Oder in der Arktis? Wo's Schnee hat, halt. Also auf dem Boden. Das es hie und da auch Schnee in den Nasen hat, ist ein böses Gerücht. Und das stammt nicht von mir. Ich schwör.
Also nicht nur das ich fast nichts von der Olympiade mitbekomme, nein, ich kann mich auch nicht mit den neuen Sportarten anfreunden. Vermutlich bin ich zu alt. Oder zu traditionell. Oder out. Oder Alles zusammen. Aber für mich ist Winterolympiade Bobfahren, Skispringen und Abfahrtsrennen. Ganz selten mal Eisschnelllauf oder Biathlon. Ab…

Der Nachtwanderer. Live. Am 21.3.2014 ab 18:30 Uhr

Bild
Alexander ist freier Autor, Zürcher Fels in der alltäglichen Brandung, Szenebeobachter, diffundierender zwischen den Welten Bummler und moderner Geschichtenerzähler. Mit einer gewissen Sehnsucht nach Weite strickt er unter dem Pseudonym "Der Nachtwanderer" aus alltäglichen Erlebnissen und Beobachtungen kleine Kurzgeschichten. Mit feinem Humor, einer Prise Ironie und etwas Schalk, eröffnet sich deren versteckter Sinn manches mal erst beim wiederholten Lesen. Und nicht selten entdeckt man sich selbst in seinen Geschichten wieder.

Das Frühlingserwachen ist ihm Anlass genug, um im SechsNeun eine seiner raren Live-Lesungen zu halten. Freuen Sie sich auf einen kurzweiligen Abend mit etwas anderen Geschichten aus dem Alltag und den Start in die neue Jahreszeit.


Für und Wider

Bild
Vor nicht allzu langer Zeit hatte ich in einer Geschichte schon einmal geschrieben, dass ich der Überzeugung bin, mit unseren Verhaltensweisen der nachfolgenden Generation ein falsches Signal zu geben. Sie erinnern sich? Man stellt das eigene Wohl über das Gemeinwohl und kippt damit sämtliche Wertvorstellungen über Bord. LEICHTFERTIG. Allzu...... Wo kommen wir hin, wenn gewisse Werte nichts mehr wert sind?
Und diese Signale sind mannigfaltig. Aber vermutlich liegt es wieder an mir. Wie immer, übrigens. Ich schwör. Und eine solche Geschichte, mit Signalen, ereignete sich erst kürzlich. Und erwischte mich, ansonsten eigentlich mit einer gewissen Schlagfertigkeit gesegnet, voll auf dem falschen Fuss. Also eigentlich dem Fuss eines Anderen. Respektive dessen Weinglas. Und das traf seine Begleitung. Im Ausschnitt. Also doch gewisse Schlagfertigkeit. Und das kam so:
Wir Kinder wurden, aufgrund betriebswirtschaftlicher Vorgaben, weniger von unseren Eltern, als den Grosseltern, erzogen. Und die…

Eisen, Stein und Marmor bricht

Bild
Ist ja schon etwas Speziell. Aber seit ich mich in, sagen wir mal, etwas anderen Lebensumständen befinde, gehen Leute wieder offener auf mich zu. Beispiel? Vorher eher, Herr und Sie, und der ist aber etwas arrogant und vielleicht ein Arsch und so, heute konsequenterweise....Du, und wie hast Du's und was machst und wohin und woher und.....grosses Palaver. Mit mir Wildfremden.
Woran es liegt? Keine Ahnung. Mantra? Fluidum? Ketchup? Egal. Fazit. Es ist so. Und ermöglicht auf einmal völlig spannende Bekanntschaften. Der besonderen Art. Oft auch mit ehemaligen Bekannten, die ich eine zeitlang aus den Augen verloren hatte. Und auf einmal....Villi ist wieder da. Als wäre er nie weggewesen. War ich ja auch nicht. Nur, vielleicht in einer anderen Welt. Villi? Jaaaaaaaa, ich weiss. Einer meiner beiden Übernamen. Villi oder Aexel. Hab's aufgegeben. Nennt mich doch wie ihr wollt. Aber zurück zu den Bekanntschaften. Eine kleine Geschichte, heute so passiert:
Es wurde in letzter Zeit ja viel …

Von Generälen und Fusssoldaten

Bild
Ich bin ja ein offener Mensch. Grundsätzlich. Dem und den Neuen gegenüber aufgeschlossen. Finde es einfach ungemein spannend. Fast immer. Also meistens. Weil ab und zu auch ein bisschen Dings, aber dann lege ich mich ins Bett, in meines! Allein! Mit einem guten Buch, und warte, bis der Anfall wieder vorbei ist. Was in der Regel relativ schnell geht. Darum liegen um mein Bett herum so viele angelesene Bücher ;-) Was manchmal zur Konfusion führt. Meiner. Weil ich den Mörder in dem einen Buch, mit dem Mordfall im Anderen in Verbindung zu bringen suche. Sollten Sie auch mal versuchen. Ich bin ja mittlerweile fast fest der Überzeugung die Autoren kennen sich alle und sprechen sich untereinander ab. Und so ist es sehr oft problemlos möglich über verschiedenen Bücher und Handlungen einen roten Faden zu spannen. Wo war ich?
Stimmt. Offener Mensch. Und an Menschen grundsätzlich interessiert. Auch an den Anderen. Den Speziellen. Und wo kann man Menschen am besten studieren? Nein, nicht in einem …

Das Rasthaus, von Bert Hellinger

Bild
Jemand wandert durch die Strassen seiner Heimat. Alles scheint ihm vertraut, und ein Gefühl von Sicherheit begleitet ihn - und auch von leichter Trauer. Denn vieles blieb ihm auch verborgen, und immer wieder stiess er an verschlossene Türen. Manchmal hätte er am liebsten alles hinter sich gelassen und wäre fortgegangen, weit weg von hier. Doch irgend etwas hielt ihn fest, als ringe er mit einem Unbekannten und könne sich von ihm nicht lösen, bevor er nicht von ihm gesegnet war. Und so fühlte er sich gefangen zwischen Vorwärts und Rückwärts, zwischen Gehen und Beiben.Er kommt in einen Park an einem See, setzt sich auf eine Bank, lehnt sich zurück, atmet tief und schliesst die Augen. Er lässt es sein, das lange Kämpfen, verlässt sich auf die innerliche Kraft, spürt, wie er ruhig wird und nachgibt, wie ein Schiff im Wind, im Einklang mit der Vielfalt, dem weiten Raum, der langen Zeit. Er sieht sich wie ein offenes Haus. Wer hinein will, darf auch kommen, und wer kommt, der bringt etwas, b…

Das Weiss im Auge des Gegenübers

Bild
Das George Cross ist die höchste in Grossbritannien zu vergebende zivile Auszeichnung für Tapferkeit. Meine höchste zu vergebende Auszeichnung, die ich nur Ausgewählten zukommen lasse, ist, das ich für sie koche. Das ist jetzt aber ein bisschen banal, denken Sie? Sehe ich etwas anders. Und die, die schon  das Vergnügen hatten.......sicher ein bisschen Dings. Mir geht es dabei nicht nur um den eigentlichen Akt an und für sich. Sondern um das ganze drumherum. Ich beschreibe das als "ein Bild malen". Die Ankündigung, das Einkaufen, die Zubereitung, die Gespräche dabei und anschliessend. Der Austausch unter Freunden. Es ist eine Auszeichnung, die ich nicht wahllos vergebe.
So erst gestern Abend wieder einmal geschehen. Über die Umstände, dass es dazu kam will ich mich hier nicht gross auslassen, aber der Teil des Einkaufes dürfte Sie interessieren. 
Die Zusammensetzung der illustren Runde gestern Abend war der Grund für eine leicht ungewohnte Zubereitungsart des Hauptgerichtes. Ma…

Von Bilderküssern und anderen Wesen

Bild
Gestern im Tram. Vor mir zwei jüngere Damen. Über ihre Beziehungen sprechend. Die wohl gerade gescheitert sind. Oder zumindest nahe dran. Und ich geb's ja zu, ich habe glauscht. Ich lausche sonst nie. Ich schwör! Respektive ich lausche natürlich immer. Nur, wenn es mich dann nicht sonderlich interessiert, weil sich daraus zum Beispiel keine Geschichte drehen lässt, dann vergesse ich es wieder. Also die innere Festplatte wird ständig überspielt. Im laufenden Betrieb. Aber diese Story verdient es gespeichert und weitererzählt zu werden. Aus mehreren Gründen. Sprich Titeln:
LEBEN IN DER GROSSSTADT:
Die beiden Damen schätzen das Leben in der "Grossstadt" Zürich. Weil man sich kenne, alles so Nahe beieinander läge, es soviel Grün hätte und der See und die Berge und man erreiche vieles in kurzer Distanz. Das gefalle ihnen viel besser als zum Beispiel das Leben in New York, wo alles etwas anonym sei und unpersönlich und.....
Kinder! Was ihr beschreibt, ist das Leben in einem Dorf.…

Zeitreise

Bild
Heute bin ich etwas in der Pam.., sorry, auf dem Land unterwegs. Also nicht so ganz Land. Mehr so ein bisschen Zürcher Umland. Gut 40 Kilometer oder so... Richtung, hm, Westen, würde ich sagen. Der Ort schimpft sich sogar Stadt. Wie Sie ja wissen habe ich so meine Vorstellungen, was sich Stadt nennen darf und was nicht unbedingt. Hier? Definitiv NICHT unbedingt.
Ein lieber Freund von mir hat hier zu tun und im Anschluss werden wir zusammen nach Bern fahren. Wie immer, bin ich ganz leicht zu früh. Nur eine knappe Stunde. Die gedenke ich möglichst im Umfeld des Bahnhofes zu verbringen. Zumindest in Sichtweite eben Diesem. Nicht das ich in der Wildnis noch verloren gehe.
Und tatsächlich hat es ein Bahnhofsbuffet. Heisst aber nicht so. Aber so ähnlich. Aus Persönlichkeitsschutz will ich aber nicht genauer darauf eingehen. Also ab damit ins Bahnhofbuffet. Und glauben Sie mir, ich wusste wirklich nicht, dass es so etwas, nur knapp 40 Kilometer ausserhalb Zürichs, noch gibt. Und dabei spiele i…

So weit die Füsse tragen

Bild
Heute beginnen wir mal mit dem Ende. Nicht das Ende aller Tage, oder im religiösem Sinn. Auch nicht politisch gesehen, obwohl, letzteres nach der Abstimmung am Sonntag....... Aber lassen wir das. Ich will hier ja nicht Dings. Der Blog soll schiesslich zur Belustigung dienen. Wobei, wegen der Abstimmung. Wenn's nicht zum Heulen wäre, dann wäre es nämlich zum Lachen. Wirklich. Aber dazu ein Andermal.
Also, am Ende steht meistens ein Bild. Eigentlich immer. Ich weiss nicht, ob Sie dies überhaupt schon einmal bemerkt haben? Aber is so. Und was fällt Ihnen am heutigen Bild auf? Mal abgesehen von der beginnenden Glatze am Hinterkopf des, Sie können's mir glauben, noch relativ jungen Mannes? Na? Richtig! Er trägt zwei verschiedene Schuhe. Was Sie nicht sehen. Seine Freundin im Hintergrund ebenfalls. Die beiden tauschen bei meinem Auftauchen am Platz des Geschehens gerade die Schuhe. Weil ihr die Füsse weh tun. Und Beiden passen beide. Das lässt jetzt gewisse Rückschlüsse zu. Entweder …

Triebgesteuert

Bild
Es war wieder so ein Tag heute. Zum Küssen. Zuerst reisst mir der linke Schuhbändel. Es ist immer der  Linke. Warum eigentlich? Führt dazu, dass die linke Seite wie neu aussieht und die Rechte wie aus der Limmat gezogen. Man könnte ja Beide wechseln, wenn Einer reisst? Könnte man. Aber ich bin Ü50 und da hat man noch sparen gelernt ;-)
Natürlich hatte ich am Abend vorher die Stiefel eingefettet und die Verkäuferin wollte mir partout nicht helfen, sprich mir den Bändel einziehen. Demenstprechend sahen meine Hände anschliessend aus.
Dann bekomme ich den ganzen Tag Mails zu Themen von denen ich im Moment lieber Abstand halten möchte. Und je mehr Abstand, umso Mail. Aber das EINE Mail, auf das ich warte und darum jedesmal das Handy konsultiere wenn es vibriert, das kommt natürlich nicht. Machen Die das eigentlich Alle mit Absicht?
Natürlich waren heute Morgen auch die Rasierklingen alle. Beziehungsweise die Letzte, die eh schon seit Wochen in Gebrauch war, habe ich vorauseilend im Müll verso…

Den Faden verlieren

Bild
Eine gute Freundin lud mich letztens ins Theater ein. Zur Aufmunterung. Meiner. Der Name des Stücks? Die Büchse der Pandora. Ich muss ja äusserst aufmunterungsbedürftig sein! ;-) Aber man ist ja offen. Openminded! Auf Neudeutsch. In Englisch! Ich bitte Sie. Sagt schon Alles. Es sei ein zweipersonen Stück und würde mit Marjonetten gespielt. Oder sagt man "bespielt"?
Naja, da Lust auf Abwechslung eh vorhanden, also ab ins Theater. Jetzt muss man wissen. Das Theater relativ klein. Vielleicht 100 Plätze. Maximal. Und eng bestuhlt. Sehr eng. Und ausverkauft. Vor dem Einlass moderates Gedränge an der Türe. Aber. Überblick. Und? Genau. So ziemlich alle anderen Besucher kleiner als ich. Und welchen Platz wies man mir zu? Mittlere Reihe, in der Mitte. Hammer. Stellen Sie sich mal bildlich eine Ebene vor. Vielleicht eine Savanne in Afrika. Sanft wogendes Gras, gut, das können Sie von mir aus auch weglassen. In der Savanne 100 grasende Zebras. Also doch wogendes Gras vorstellen. Und ein…

Manipfel

Bild
Heute ein kurzer Ausflug in die Kulinarik. Sinnbildlich. Es geht um...Süssspeisen. Im übertragenen Sinn. Und zwar um den Manipfel.  
Manipfel? Kennen Sie nicht? Meinen Sie?! Ich bin der Überzeugung, kennen Sie doch. Zumindest die Älteren unter uns. Ist ein ganz interessantes Gebäck. Und hat quasi auch mit Menschen zu tun. Mit Beziehungen untereinander. So metaphorisch. Und das kommt so:
Stellen Sie sich vor, Sie sind ein Nussgipfel. Vielleicht nicht von Anbeginn an. Erst mit der Zeit dazu geworden. So ein richtig röscher. Der knistert beim reinbeissen. Mit dicker Nussfüllung. Über die Jahre angewachsen. Mit richtig dick Zuckerguss oben drauf. So ein richtiger "Gutervorsatzbrecher". Der nach einem langen romantischen Winterspaziergangnachmittag in einer Bergbeiz zwischen Ihnen und Ihrer Liebe auf dem Teller liegt. Kennen Sie, oder?
Und was ist der Wunsch eines jeden Nussgipfels? Richtig, einen anderen Nussgipfel zu finden, der zu einem passt. Jetzt ist das mit den Nussgipfeln so…

Flieg, Vogel, flieg

Bild
Der Nachtwanderer zieht seine Kreise ;-)

Den Faden verloren

Bild
Eine gute Freundin lud mich letztens ins Theater ein. Zur Aufmunterung. Meiner. Der Name des Stücks? Die Büchse der Pandora. Ich muss ja äusserst aufmunterungsbedürftig sein! ;-) Aber man ist ja offen. Openminded! Auf Neudeutsch. In Englisch! Ich bitte Sie. Sagt schon Alles. Es sei ein zweipersonen Stück und würde mit Marjonetten gespielt. Oder sagt man "bespielt"?
Naja, da Lust auf Abwechslung eh vorhanden, also ab ins Theater. Jetzt muss man wissen. Das Theater relativ klein. Vielleicht 100 Plätze. Maximal. Und eng bestuhlt. Sehr eng. Und ausverkauft. Vor dem Einlass moderates Gedränge an der Türe. Aber. Überblick. Und? Genau. So ziemlich alle anderen Besucher kleiner als ich. Und welchen Platz wies man mir zu? Mittlere Reihe, in der Mitte. Hammer. Stellen Sie sich mal bildlich eine Ebene vor. Vielleicht eine Savanne in Afrika. Sanft wogendes Gras, gut, das können Sie von mir aus auch weglassen. In der Savanne 100 grasende Zebras. Also doch wogendes Gras vorstellen. Und ein…

Stuhlgang, der....

Bild
Als wären die Erlebnisse letzten Sonntag tagsüber noch nicht genug, hatte ich Abends noch Eines der besonderen Art. Mit einem Stuhl. Der stand mutterseelenallein auf dem Bahnsteig vor sich hin. Grübelnd. Offensichtlich. Der Stuhl, nicht ich. Ich nur wartend. In den roten Abendhimmel schauend und langsam melancholisch werdend. Und auf einmal stand er hinter mir.
Er stand einfach so da, und starrte mich an. Sie glauben gar nicht, wie solche Stühle starren können. Zuerst versuchte ich ihn noch zu ignorieren. Weil, ich bitte Sie. Einfach so dazustehen und mich anzustarren. Könnte ja jeder kommen. Stühle, Bänke, Tische, Schränke oder von mir aus auch Ruedi. Also ignorieren. Schliesslich sind wir hier auf einem Bahnsteig und nicht bei Ikea. Obwohl ich in letzter Zeit vermehrt das Gefühl habe, mich knutscht ein Elch. Quasi Elchtest, Notausdruck. Ich hab's eh mit Tieren im Moment. Entweder knutscht mich ein Elch, oder ein Schwein pfeift. Oder watschelnde Pinguine und Wiener verzehrende Str…

Alter schützt vor Torheit nicht

Bild
Nur damit Sie es wissen. Es war nicht Ruedi, den ich da traf, im Zug von Basel nach Bern. Obwohl, der alte Herr auch ein bisschen Dings. Aber dann doch deutlich älter. Und auch mehr Handycap. Als Ruedi.
Jetzt muss man wissen, dass ich selbst gerade in einer, nun ja, etwas schwierigen Lebenssituation stecke und der Sonntag in Basel ein hoch Emotionaler und Bewegender war. Darum die Schleife über Bern, weil Zürich dann lieber doch noch nicht. Quasi Abstand, Notausdruck. Für mich sind es in solchen Situationen die Schleifen mit dem Zug. Andere, so habe ich gelesen, fahren mit dem Wagen in einen Kreisverkehr und kurven dort ein, zwei Stunden ringsrum, bis sich das Gemüt wieder beruhigt und ihnen endlich klar ist, welche ausfahrt sie nehmen müssen. Selbst erlebt. Konnte es auch kaum glauben.
Aber genung der Einführung. Ich sass also im Bistro des Zuges, der auf seinen Weg nach Bern in Olten hielt. Aus den Augenwinkeln sah ich ihn am Fenster vorbeischlurfen. Und dachte mir nix dabei. Weil, sc…

Geschichten die das Leben schrieb

Bild
90 Jahre auf dem Buckel, durch Arthrose in die Knien gezwungen, die Frau an einen Jüngeren (nach 45 Jahren) und Teile der Hönde an den Arbeitsplatz verloren.
Viel verloren. Nicht aber seinen Humor. Wir haben geheult vor Lachen.
Demnächst eine eigene Story wert


Aus Prinzip

Bild
Ich geb's ja zu! Ich steh mit dem Schriftlichen leicht auf Kriegsfuss. Mir ist auch der Inhalt meiner Texte und was für ein Gedanke dahinter steckt, wichtiger, als ob jetzt ein Komma niiiiiiiiiiicht unbeeeeeedingt an der richtigen Stelle steht oder ich "sie" klein oder gross schreibe. Also die Anrede "Sie", nicht die Kommas. Die schreibt man sowieso gross. Oder nicht? Und dass mit den zwei "s" nach einem Komma und ob man es durch "dieses" ersetzen könnte und dann nur ein "s" und so.
Wenn ich mir das jedesmal überlegen muss, bekomme ich den Krampf. Im Hirn. Nicht im Finger. Ich schwör. Und ich bin der Meinung, es hat grössere Probleme auf dieser unserer Welt. Weil, wenn ich sehe, wie die heutige Jugend so schreibt, dann bin ich noch ganz zufrieden. Ehrlich. Von den anderen Problemen will ich lieber gar nicht erst anfangen. Aber zurück zum Schriftlichen. Nehmt mich einfach nicht unbedingt als Referenz. Für einen Aufsatz in Deutsch, od…