Männer ticken anders, Frauen auch

Das heutige Thema passt gut zur aktuellen Jahreszeit. Also nicht so wegen Natur und Schnee und was weiss ich nicht noch alles. Nein, mehr wegen Winterschlussverkauf und Rabatt und Prozent und die weibliche Psyche und so. Es tickt einfach anders. Da können sie mir sagen, was sie wollen.

© Foto Alexander Villiger

Zum Beispiel am Beispiel eines Einkaufes. Wir sind mit einer Schar schnell wachsender, pubertierender Jungs ausgestattet. Sehr schnell wachsend und äusserst pubertierend auch. So schnell wachsend, dass Schuhe, die wir gerade gekauft haben, beim nach Hause kommen schon wieder zu klein sind. So ungefähr. Oder Hosen. Nigelnagelneue Hosen. Kaum aus der Tüte und im Schrank? Ein Schranz. Andere Eltern in gleicher oder ählicher Situation werden wissen, von was ich rede. Dabei. Es gibt Nachbaren, die haben auch Kinder. Und bringen es fertig uns Sachen zu überlassen, aus denen ihr Nachwuchs gerade rausgewachsen ist. Die sehen aus wie neu. Die Sachen. Die Eltern übrigens auch. Für mich ein absolutes Rätsel. Wie. Machen. Die. Das?????

Während im Kleinkinderalter ich im Notfall des Kinderspitals bereits persönlich mit Namen begrüsst wurde, aufgrund der Häufigkeit unserer Besuche, kennen mich heute die Betreiber und Kassiererinnen der diversen Kleiderbörsen, Tauschmärkte und was weiss ich nicht noch Alles, schon persönlich. Daraus lässt sich unschwer ableiten, wir sind öfters vor Ort, als mir lieb ist.

Daher bedürfen solche Besuche einer gewissen strategischen und taktischen Vorbereitung. Es beginnt damit, dass man nicht einfach nur so mal vorbei schaut. Weil einem gerade danach ist, oder ausnahmsweise Ende Monat noch etwas Geld übrig ist, statt, wie in der Regel, umgekehrt. Das ist bereits ein wesentlicher Unterschied zwischen Mann und Frau. Feststellung: Die Kinder brauchen Winterschuhe. Beide. Ziel: Wir kaufen WINTERSCHUHE. Vorgehen: Rein in den Laden. Aussuchen (im Regal der WINTERSCHUHE). Anprobieren. Unwillen der Kinder zerstreuen. Unsicherheit der besseren Hälfte zerstreuen, wenn man sie denn findet, weil obwohl WINTERSCHUHE, diese bereits am Regal für Sommer T-Shirts steht. Für FRAUEN. Notabene.

Sie sehen, wo der Unterschied und warum Unfrieden. Es ist die Ablenkung. Männer lassen sich NICHT ablenken. Ausser vielleicht mal kurz beim Kochen. Dem Weihnachtlichen. Aber sonst? Nie. Ich schwör.

So wird aus einem einfachen WINTERSCHUHKAUF, ein Dilemma. Zum Glück gibt es elektronische Helfer. Und Kinder, obwohl jung an Jahren doch bereits beträchtliche Lebenserfahrung. Und äusserst gewieft im Verschlaufen. Letzteres lernt man im Militär. Und ist weniger zu übersetzen mit sich verstecken, als sich unsichtbar-machen. Siehe Bild oben. Hat man dann endlich Alles beisammen, sprich WINTERSCHUHE, Kinder (die Eigenen und ab und zu auch noch ein paar Fremde, aber das wieder eine andere Geschichte), bessere Hälfte und, schlussendlich, die eigene Fassung, begibt man sich zur Kasse. Dort wird man dann bereits erwartet und wissend angegrinst. Und während sie noch denken, was grinst die so, geht die Türe auf, und der Lagerist erscheint mit einer Palette voller neuer Ware und damit ein seliges Lächeln auf dem Gesicht der besseren Hälfte.

Verloren! Ich geb's auf.

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