Posts

Es werden Posts vom Januar, 2014 angezeigt.

Point of no return - aus dem Leben eines Tramchauffeurs

Bild
Er sah mich kommen. 100%! Er sah mein Handzeichen. Er sah mir in die Augen. Wie seinerzeit Django seinem Gegner. Ein Moment der Spannung. Elektrizität lag in der Luft. Gut, DASS ist nun etwas theatralisch. Aber dem Moment angemessen. Und 20cm, ehe mein Zeigefinger den Einstiegsknopf berührte, berührte der Chauffeur auch einen. Knopf. Aus. Ende. Abfahrt. Ich satnd da, mit ausgestrecktem Zeigefinger und war kurz versucht, meinen Finger zu wechseln. Weil, das Tram stand sicher noch 45 Sekunden an der Haltestelle. Aber wenn er nicht will, will er nicht. Vielleicht schlechter Tag. Beim Rasieren geschnitten. Oder seine Frau mit einem Anderen erwischt. Oder da WC-Papier alle...mit Dünnpfiff nach dem gestrigen Nachtessen. Oder was auch immer. Auf jeden Fall. Point of no return.
Point of no return = Der Punkt, ab dem eine Umkehr, aus welchen Gründen auch immer, nicht mehr möglich ist. Bei Flugzeugen heisst das, dass sie für die Rückkehr mehr (nicht mehr vorhandenen) Sprit benötigen würden, als …

Gedanken-Mikado

Bild
Mein Tag heute. Yesssss!!! Warum? Gleich. Haben sie Geduld. Es braucht eine Einleitung dazu. Sollten sie jetzt langsam wissen. Das ich sie nie direkt auf ein Thema führe.....
Kennen sie den Begriff "Gedanken-Mikado"? Das ist, wenn's im Kopf denkt und denkt und denkt und sie finden keinen Ausgang. Also aus den Gedanken, Nicht aus einem Gebäude, oder so. Also wenn sie eine Sache immer wieder drehen und wenden....verwerfen und wieder neu beurteilen. Sezieren und wieder zusammenfügen. Das Ganze verbunden mit Gefühlen und Emotionen. Sprich absolut nicht rational. Wusste ich es doch, dass sie das kennen.
Und was tun sie dagegen? Also, dagegen tun können sie ja nix, weil das kommt. Einfach so. Wann immer es will. Ich kenne kaum jemanden, der das beherrscht. Was ich wissen wollte, wie sie da wieder rausfinden?
Ich für mich löse Rätsel. Und zwar solange, bis Mikado schon lange vorbei, aber wirklich jedes Kästchen ausgefüllt. Und wenn's zu abstrus wird, dann auch mal abstruses Rä…

4. Akt

Bild
Ich hatte es mir ja freiwillig ausgesucht. Niemand zwang mich dazu. Der Zug brachte mich in ein anderes Land, in eine Gegend, die wieder aus den drei bereits bekannten Grössen bestand. Berge, Kühe und Haufen. Gut, die Berge etwas höher, aber sonst? Klar, die Sprache. Zum Teil Deutsch, aber in einem komischen SingSang, zum Teil...ja was eigentlich? Russisch? Chinesisch? Suaeli? Damals hatte ich ja keine Ahnung davon, dass ich mit der vierten Landessprache der Schweiz in Berührung kommen würde. Die mir heute noch Fremd ist, wie nur sonst etwas. Aber sonst alles gut. Das Heimweh hielt sich in Grenzen und ich wurde äusserst familiär aufgenommen. Und auf einmal in einem Saisonbetrieb zu arbeiten, mit all seinen internationalen Gästen und Mitarbeitern? Hammer! So in etwa hatte ich es mir vorgestellt. Das Gefühl von grosse, weite Welt. Mit knapp 17,5 Jahren. Die zwei Jahre gingen wie im Flug vorbei. Und in dieser Zeit wuchs in mir die Gewissheit, nicht mehr nach Bayern zurückzukehren. Ich wo…

Denkt mal wieder

Bild
Heute Morgen stach mir ein Inserat ins Auge, dass ich irgendwo im Vorbeigehen aus den Augenwinkeln gelesen habe. 
Blick, Boulevard der Schweiz. Wir sagen, was die Schweiz denkt...
Dazu habe ich ein, zwei Bemerkungen. Erstens denkt "die Schweiz" nicht. Manchmal Frage ich mich schon, ob sie überhaupt existiert. Aber gehen wir mal davon aus. Fakt ist, sie denkt nicht. Wenn schon, dann denken ihre Bewohner. Hoffentlich. Die Einen mehr, die Anderen eher, na Dings halt. Und bei gewissen Menschen muss ich annehmen, sie haben nur aus dem einen Grund einen Kopf, damit sie die Mütze nicht in der Hand tragen müssen. Holzkopf, Notausdruck. Vermutlich wird es auch ein paar geben, die das von mir denken. Jetzt besonders. Aus Gründen, die ich hier nicht weiter ausbreiten möchte. Aber das ist auch gut so. Weil ich denke von Denen das Gleiche.
Also, die Schweiz denkt nicht...
Jetzt gehe ich mal davon aus, dass die Marketingstrategen dieser Zeitung dies nur Sinnbildlich meinten. Also würde es dan…

Licht und Schatten

Bild
Ich bin überzeugt, sie kennen das. Sie erleben etwas, etwas Einschneidendes, von dem sie völlig überrascht werden. Vielleicht weniger von der Sache selber, als ob der Heftigkeit des dann doch Eintretens. Und sie hängen in der Luft, weil es ihnen nicht wirklich gelingt, das einzuordnen. Das warum und wie und wieso und warum jetzt.
Dings, also. Und jetzt interessant. Weil mit der Sache gehen auch noch andere Begleiterscheinungen einher, die so erstmal wenig Sinn machen.
Jetzt, früher, vor Zeiten des Internets, war grübeln angesagt. Und in sich gehen. Und vielleicht mal ein bisschen Rotwein und wieder grübeln. Aber heute? Heute Internet. Und der Drang der Menschen, sich  zu outen. Ich selber ja auch. Zugegeben. Aber dann doch irgendwo und irgendwie, Grenzen. Persönliche. Hat mit Charakter zu tun. Hat man oder hat man nicht. Stil übrigens auch. Wenige haben den. Stellt man auf einmal fest.
Und dann kommt auf einmal Licht in diese, Eingangs, erwähnte Angelegenheit. Durchs Internet. Ohne Grübe…

3. Akt

Bild
Jetzt doch noch. Nach 11 Jahren wieder in der Nähe meines Geburtsortes. 1200 Einwohner, aufgeteilt in Ober- und Unterdorf. Je ein Gasthof, Einer davon der meiner Eltern. Etwas ausserhalb. Ein Bahnhof. Kirche im Dorf. Fertig. Ach ja, Musikverein, Landjugend etc. natürlich auch. Sonst nur....Berge, Kühe und Haufen. Auf der Strasse, Gehweg gab es keinen, auf den Wiesen und an den Schuhen. Der Geruch begleitete mich bis zu meinem 18. Lebensjahr. Nicht das es mich störte, weil, riechen kann ich nicht. Seit Geburt schon nicht. Nix. Nada. Njente. Sie können neben mir Einen fahren lassen, der Fliegen tot von der Wand fallen lässt....nix. Ich zucke nicht mit der Wimper. Im Gegensatz zu den Fliegen, die dann doch noch etwas zucken. Vielleicht. Habe mich damit abgefunden. Und lustig. Wie zum Trotz. Lehre als Bäcker/Konditor und dann noch als Koch. Nix riechen, aber guter Koch. Auch heute noch. Wer schon in den Genuss kam, weiss es. Und in den Genuss zu kommen? Auszeichnung. Hohe. Mit die Höchste…

Aristoteles und das Drama

Bild
Gestern mit einem Leser meines Blogs diskutiert. Vonwegen Lebensgeschichte in 4 Akten. Dies sei gar nicht möglich. Weil, gem. Dramatheorie des Phliosophen Aristoteles, hat, wenn man von Akten spricht, ein Drama zu folgen und dies bestehe klassisch aus 5. Akten. Nicht Teilnehmern. Die da sind:
- Exposition - Steigerung - Peripetie (Klimax) - Retardierender Moment (fallende Handlung) - Katastrophe
Und ein Drama ist es nun wirklich nicht. Schon gar nicht Eines, dass in einer Katastrophe mündet. Höchstens in eine Niederlage. Aber damit kann man umgehen. Hinfallen ist ja keine Schande, Nur, dann liegen zu bleiben und nicht mehr aufzustehen. Das eher. Also bitte. Kein Drama. Dazu sind wir nun doch, nun ja, etwas zu abgeklärt, nicht wahr? Aber einverstanden. Wenn Aristoteles, der alte Philosoph das sagt. Dann ist es wohl so. Ich belasse es aber bei der Bezeichnung und den 4 Akten. Halt neue Interpretation. Von mir. Als Laien-Philosoph. Oder neue Art der Philosophie? Ich überlasse es ihnen, darüber…

2. Akt

Bild
Da war ich also. Im Land der Haufen. Haufenweise Berge, haufenweise Kühe und haufenweise Haufen. Die würden mir später einmal ab und zu zum Verhängnis werden. Wusste ich damals aber noch nicht. Ich lag in einem weissen Bett, mit rotweiss karierter Bettwäsche. Und über mir spielte Aloisius seine Harfe und geleitete mich ins Leben. Das Pralle. Meine offene und freundliche Art machte mich zum Liebling aller Schwestern. Den Tag verbrachte ich mit Trinken, Windeln füllen und selig vor mich hin lächeln. Warum auch sollte ich mir die Kehle wund schreien, wie meine Zimmergenossen? War mir zu stressig. Ausserdem lernte ich schnell die Unleidigkeit meiner Mitbewohner gegen sie und für mich zu verwenden. Ich durfte mir alles erlauben. Ich bin sicher, man hätte es mir auch nicht übel genommen, wenn ich der einen oder anderen Schwester an den Hintern gefasst hätte. Glauben sie nicht, ich hätte es nicht probiert. Aber meine Arme waren leider noch zu kurz.
Kurz gesagt, ich hatte eine wunderschöne Bab…

Eine Lebensgeschichte in 4 Akten

Bild
1. Akt

Ein warmer Sommermorgen im August 1962. Irgendetwas stimmte nicht. Gefühlt habe ich es zwar schon seit einiger Zeit. Meine Frist in diesem Hotel ist abgelaufen. Resp. nähert sich dem Ende. Anfangs noch kategorische Verweigerung schlich sich langsam Akzeptanz ein. Und auch eine gewisse Neugier. Auf das Leben danach. Damals wusste ich noch nicht, wieviele "Leben danach" mich noch treffen würden. Aber jetzt? Dings. Freude. Neugier. Spannung.

Dennoch. Irgendetwas lief hier falsch. Also vorsichtshalber noch einmal Verweigerung. Mit aller Kraft. Quasi querlegen. Zeit zum Nachdenken. Über das, was hier nicht stimmte, und wie ich mir mein Leben danach vorstelle. Ich würde liebende Eltern haben, in Geborgenheit aufwachsen. Auf die Uni gehen. Eine glückliche Familie gründen. Und Astronaut werden. Oder blendend aussehender Chefarzt einer Schönheitsklink. Oder mindestens Bill Gates. Ja, Bill Gates würde passen. Ich bin also ein Gates. Klasse. Na dann kann ich ja loslassen und mich …

Beuteschema

Bild
Ein Jeder hat es, glauben sie mir. Männer, Frauen und Tiere sowieso. Auch sie haben es. Es offenbart sich mitunter auch im Satz "ich weiss nicht, warum ich immer an den/die Gleiche/Gleichen gerate". Das ist ihr Beuteschema. Und sie ahnen, es geht NICHT um das Einkaufsverhalten der Frauen im Schlussverkauf. Oder der Ramschkiste bei Ikea. Es geht ein bisschen um Beziehungen. Und warum Männer und Frauen meinen, immer an die Falschen zu geraten. Immer. Manchmal merken sie es einfach etwas früher, manchmal etwas später. Beuteschema halt.
Männer sprechen offener darüber. Zumindest unter Ihresgleichen. Und es ist komplexer. Bei Männern. Bei Frauen ist es einfach. Geld muss er haben, witzig und einfühlsam soll er sein, einen guten Job sowieso, kinderlieb, ein blendender Unterhalter, nie aufbrausend, schön anzusehen und keine Altlasten. Bitte keine Altlasten. Weil Altlasten hat man selber genug.....weil man immer an den Falschen geraten ist. Und mitunter hats gedauert. Die Beziehung. …

Bit no Bit

Bild
Früher, Früher war alles besser. Hört man. Man wurde zwar weniger Alt als heute, die Armut grösser und die Kriege heftiger, weil mehr auf Masse und weniger Präzision. Die Menschheit hatte auch nicht so viele Möglichkeiten. Sich zu entfalten. Zu Reisen, und und und.... Aber eben. Alles besser.
Heute? Heute geht Alles übers Internet. Alles ein bisschen virtuell. Das ganze Leben. Geht zu Lasten ganz vieler Dinge. Der Ehre, der Loyalität, des Anstands überhaupt. Aber, Hauptsache Wlan. Es gibt scheinbar Leute, die suchen sich ihre Cafes nicht nach Angebot und Publikum und Interiör aus, nein, es zählt der Internetzugang. Da hocken dann alle vor ihren Geräten und wundern sich, dass das pralle Leben sie öde anschnödet.
Aber macht ja nix, weil Dings. Sprich virtuelles Leben in virtuellen Welten. Dort kann man mittlerweile auch virtuell bezahlen. Mit Bitcoins. Nie gehört? Haben sie eigentlich keinen PC, oder, noch schlimmer, kein Internet? Doch? Dann gehen sie mal weniger auf Youporn, sondern bil…

Licht im Dunkeln

Bild
Keine Bange. Es wird nicht esoterisch. Ich schwör! Wobei, ein bisschen vielleicht schon. Weil Menschen, in gewissen Situationen, dazu neigen sich an Sprüche und esoterischen Halbwahrheiten zu klammern. Alle. Männer auch. Frauen sowieso. Von wegen Ommmm und so. Vorallem Mantras erfreuen sich dann steigender Beliebtheit. Das zieht sich hin bis zu den Parteien, die uns mantramässig vorbeten für oder gegen wir was zu sein haben. Für billige Putzfrauen, aber grundsätzlich gegen Ausländer, Für die Freiheit des Individiums, aber gegen Abtreibung und Exit und überhaupt. Sie kennen das. Ich hab auch Eines. Zur Zeit. Wegen Johann. 
Heute Nacht schreit er nicht Heute Nacht schreit er nicht Heute Nacht schreit er nicht
Oder zumindest bitte nicht vor 03:00 Uhr. Er tut es natürlich doch. Ich behaupte sogar, er seilte sich aus seinem dreifach gesicherten Kinderbett ab, stellte sich in das Zimmer unter meinem, hält ein Megaphon an die Decke und schiesst mich damit aus dem Bett. Prinzip Sauna. Selig an de…

Rückkehr

Bild
Berlin? Vorbei. Wieder zurück in Zürich. Natürlich, noch etwas der Blues. Kann aber auch am Wetter liegen. Die Stadt und ihre Menschen wirken jedenfalls noch nach. Das können Sie mir glauben. Da in Berlin doch einige Storys geschrieben, werde ich mir erlauben, hie und da mal wieder eine einzustreuen. Wenn es passt. Und mir danach ist.
Jetzt aber wieder Zürich. Und sie werdens nicht glauben. Tatsächlich einige Anfragen, was macht Ruedi? Wie geht es ihm? War er mit in Berlin? Schreib mal wieder über ihn.
Nein, Ruedi war nicht mit dabei. Er hat es vorgezogen, im Tram seine Runden zu ziehen. Weisch, meinte er, weisch, än altä Baum, dä verpflanzesch nümm. Es hätte ihm sicher gefallen. Besonders in Charlottenburg, bei der dicken Wirtin. Die ist nicht wirklich dick. Nur die Schweinshaxen. Also die auf dem Teller. Die der Wirtin weiss ich nicht. Ausserdem heissen sie dort Eisbein. Werden aber heiss serviert. Entgegen des Ratzeputz. Der wird eiskalt serviert, brennt dann aber die Kehle runter, s…

Charlottenburg

Bild
Quiiiieetsch, Huuup, Sidestepp.........krach, splitter. Seit Jahren zum erstenmal. Ausgerechnet in Berlin. Und natürlich ausgerechnet jetzt. Mit den Gedanken irgendwo, irgendwas auf dem iPhone rumgedrückt und bei dunkelorange über eine Kreuzung gelaufen. Der grossen schwarzen Limousine nur durch einen Hechtsprung entkommen. Ich. Das iPhone leider nicht. Liegt mit dem Display nach unten auf dem Asphalt und das Geräusch, dass dabei ertönte, lässt unheilvolles ahnen. Zersplittert. In tausend Stücke. Scheisse....
Jetzt muss man wissen. Ich und ohne Kommunikationsmittel? Dann doch lieber ohne Kleider und Lebensmittel auf Grönland gestrandet. Ungefähr so. Ganz einfach, weil, Dings halt. Und, interessant. In letzter Zeit immer wieder. Kurz vor meiner Abreise aus Zürich, rutscht mir mein Brillenetui aus der Tasche und landet unter einem anfahrenden Bus. Natürlich nicht irgendein Kleinbus. Nein, einer der neuen Doppelgelenkbusse. Und schön mit jedem Rad drüber. Die Brille hat`s zum Glück überle…

Berlin, Mitte

Bild
> Haben Sie Berliner?> Jede Menge, junger Mann. Ca. 3 Millionen. Wat sie meenen is Pfannkuchen > Dann hätte ich gerne zwei Berliner. Von jeder Sorte einen! ;-)
Das Erste was einem aufällt? Berlin ist anders. Anders als in den Vorstellungen. Besser. Lebendiger. Es fährt einen hohen Puls. Es ist dreckig, versifft, grau, faszinierend, bunt, spannend, herausfordernd, auf Achse. Und, Berlin ist, zu mir zumindest, freundlich. Ausgesprochen. Wo man ihnen doch nachsagt, sie seien eher harsch und mürrisch? Ich durfte eine Art Herzlichkeit erleben wie es so schon lange nicht mehr ganz der Fall war. Von wildfremden Menschen. Und von Annie und ihrem Sohn, von Corinna und ihrer Tochter, von Wolf und von vielen anderen. Ich durfte Berlin erleben, als Gast von Freunden, in einem Hotel und als Couchsurfer. Ich hatte witzige, tiefsinnige und spannende Gespräche. Mit türkischen Lederwarenhändlern, syrischen Türstehern, Schuhverkäuferinnen an der Friedrich Strasse, zuhause bei Hebammen und Wurstv…

Berlin, also....

Bild

Berlin also...

Bild
....es war kurzentschlossen. Und nichts gegen Zürich und die Schweiz und die Leute und überhaupt. Aber man, ich zumindest, fühlt sich da ein bisschen wie in einem Sanatorium. Geschützte Umgebung, in Watte gepackt, während ringsum das wahre Leben tobt. So ungefähr. Das hat natürlich auch seine Vorteile, klar. Aber Ablenkung? Gegensätze? Puls der Zeit? Dings? Und weil zuhause die Decke auf den Kopf fällt? Dann doch eher Berlin...
Jetzt also Berlin. Zuletzt hier vor, Jahren. Nicht viele, aber doch. Und ich muss sagen. Zürich, Dorf, Berlin, Metropole. Zum erstenmal angekommen auf Schönefeld. Sonst ja eher Tegel oder Hauptbahnhof. Aber zur Zeit ja eh alles anders. Das auch Motto grundsätzlich:
ALLES BLEIBT ANDERS
Und sie werden es nicht glauben. Landung in Schönefeld, ausstieg auf dem Rollfeld. Und? Seele atmet. Jetzt Schönefeld eher Provinz. Oder schon fast Polen. Aber erleichtert einen den Einstieg immens. Was auch noch erleichtert, war die Abholung durch gute alte Freunde. Quasi Geborgenhe…

Der Preis der vollständigen Emanzipation des Individiums

Bild
Aus gegebenem Anlass heute mal ein etwas  Thema. Ich weiss ja nicht, ob es ihnen auch so geht. Aber in letzter Zeit fallen mir gewisse Verhaltensweisen unter unserer Spezies auf. Es sind kleine, aber entscheidende Dinge im Alltag.
Sind sie in letzter Zeit einmal Zug gefahren? Zu einer Zeit, in der nicht nur sie und ein paar versprengte Rentner unterwegs sind`? Der Zug fährt ein, die Türen öffnen sich und noch ehe alle Reisenden ausgestiegen sind, versuchen die Ersten schon einzusteigen. Und sie versuchens nicht nur, nein, sie tun es. Mit Nachdruck. Und zicken erst noch die Aussteigenden an, diese sollen gefälligst platz machen. Kaum drin, belegt man ganz selbstverständlich ein Viererabteil. Für sich allein. Die nachfolgende, fünfköpfige Familie soll sich doch bitte auf drei, vier Abteile aufteilen.
Oder im ÖV. Mich wundert es, dass es überhaupt noch Zweiersitze gibt. Weil, wenn immer möglich, dann bitte ein Einersitz. Und wenn Zweier, dann rechts. Am Gang. Es gilt dann schon als Akt der…

Das rote Sofa oder Meilen ist nicht Mailand

Bild
Man muss offen sein, im Leben. Meistens von Aussen her. Und eher Fremdbestimmt. Und meistens von Menschen gefordert, die's selber, nun ja, Dings halt. Selber nicht unbedingt so ganz offen sind. Mit sich selber und schon gar nicht mit anderen. Aber die sollen! Gefälligst, Bitteschön. Die Anderen. Ich bin überzeugt, sie wissen was ich meine.

Ruedi ist nun auch....offen. Aber so etwas von offen auch. Der Wind, der durch dieses Offenheit pfeift, und anschliessend um seine Ohren, der wirft ihn fast um. Darum, Ruedi momentan in Vorlage. Also körperlich. Nicht das sie denken, Dings. Und weil ihn der Hexenschuss plagt. Sagt er. Das Alter, meint er. Ich denke eher, er sass zu lange im Tram. Aber Item. Vorlage. Jetzt. Und offen sein. JAWOHLLLL! Und Haltung. Schliesslich Militär auch einmal. Ein paar Jahre lang.

Also Vorlage und Offen und Haltung und überhaupt. Darum sitzt er nicht mehr so oft im Tram. Lieber sitzt er auf dem roten Sofa. Ab und zu nur. Nicht das man ihn noch verwechselt. Mit…

Was zu viel ist ist zu viel

Bild
Es. Reicht. Jetzt. Was zu viel ist ist zu viel. So zu viel, dass es Ruedi die Schuhe ausgezogen hat. Ruedi war jetzt eine Woche auf Kurve. Und in seinem Fall ist das gerade umgekehrt als im Sinne des Begriffs. Er war in, nun ja, nennen wir es "eine andere Art von Jugendherberge". So sieht es aus. Spartanisch. Andere nennen es vielleicht...praktisch, funktional, oder auch, im Bedarfsfall, leicht zu reinigen. Da, wo Ruedi war. Zusammen mit dem Tram Chauffeur. Weil, wenn Therapie, dann immer Verursacher und Betroffener zusammen. Sprich Mediation, Notausdruck. Sonst stimmt die Bilanz nicht.
Musste Ruedi auch lernen. Es gibt Solche und Solche. Die auf der Seite des Tisches und die auf der Anderen. Oder dann die darunter. Aber letzteres eine andere Geschichte.
Und dann gibt es die Bilanz-Typen. Fachausdruck. Die setzen sich hin, lehnen sich zurück und ziehen Bilanz. Ist der Saldo negativ, dann Massnahme. Also nicht im Sinne von "den schicken wir jetzt in eine Massnahme oder in …

Hier mehr Bilder aus des Nachtwanderer Revier

Bild

Einer flog übers Kuckucksnest

Bild
Nicht das sie denken der falsche Reissverschluss hat uns in den Wahnsinn getrieben. Also nicht ganz. Nur fast. Auf jedenfall Ruedi. Er sieht das natürlich anders. Er trinkt im Tram aber auch Weizenbier aus Büchsen und lässt sich durch die Gegend kutschieren. Also seine Ansichten eher, nun ja, Dings halt.
Also eigentlich war es auch nicht Ruedi, sondern der Tramchauffeur. Den hat es getrieben. In den Wahnsinn. Warum? Stellen sie sich mal vor, direkt hinter ihrem Führerstand sitzt Einer, säuft Bier und Kommentiert jede, aber auch wirklich jede Durchsage. Egal ob solche von der Leitstelle oder die, die darüber Auskunft gibt, wo man sich gerade befindet. Also Örtlich. Nicht, in welchem Zustand. Wobei das auch mal eine Idee....aber lassen wir das. Und das Schlimmste? Der Jemand hat auch noch eine gültige Monatskarte. Da haben Sie, als Tramchauffeur auch Eine. Karte. Die Arschkarte.
Übrigens. Kommt mir gerade in den Sinn und hat ein wenig mit der Geschichte hier zu tun. Es kommt vor, dass die…

Ruedi oder der Aufbruch

Bild
Vieles im Leben kommt unverhofft. Meist auch überraschend. Anderes hätte man vorhersehen können. Sollen. Müssen. Hätte man.
So auch Ruedi. Sie erinnern sich. Meinen Kollegen aus dem Tram. Wir haben uns wiedergesehen. Teils zufällig, teils vielleicht auch etwas gesucht. Und wir haben etwas beschlossen. Einen Teil unseres zukünftigen Lebensweges zusammen zu gehen. Also bitte! Was soll dieses Zucken?? Natürlich NICHT was sie jetzt denken. Ruedi und ich werden kein Liebespaar. Beruhigt?? Wobei, interessant wäre es vielleicht schon einmal. Sie verstehen. Die andere Seite kennenzulernen ;-)
Aber nein, nicht mein Ding. Weil selber eher ,Dings. Also Notausdruck. Nein, uns verbindet eine ähnliche Geschichte. Und warum soll man nicht aus der Not eine Tugend machen.
Was uns auch noch verbindet, respektive unsere Jacken, ist ein Reissverschluss. Also jede Jacke in sich geschlossen. Nicht das sie jetzt denken sie sehen als zukünftige Attraktion in Zürichs Trams zwei mittelalterliche, biertrinkende He…

A wie Abschied oder was bleibt?

Bild
Wie heisst es im Leben so oft? Das Beste kommt zuletzt. Nun ja. Nicht immer. Manchmal kommt es auch zu Beginn. Des neuen Jahres zum Beispiel. Das hat, trotz grundsätzlicher Misere, die sich dahinter verbirgt, einen nicht zu unterschätzenden Vorteil:

Es. Kann. Nur. Besser. Werden.
Aber vermutlich, wie im richtigen Leben, wird vor der verdienten Wetterbesserung, noch so richtig nachgetreten. Zwei, oder auch dreimal. Dann aber soll man, bitte schön, wieder aufstehen. Weil nicht das Liegen bleiben ist verwerflich, sondern das man sich mit dem Gedanken trägt, Ach, ich lieg hier so gut, da bleib ich doch lieber noch ein bisschen am Boden.
Nur. Sind sie schon einmal aufgestanden? Mit einem Elefanten auf jeder Schulter? Sehen sie, sie ahnen von was ich rede. Aber interessant. Alles ein bisschen Dings. Unten. Perspektive und so. Eröffnet einem komplett neue An- und Einsichten. Habe ich gehört. Vom Hörensagen. Gestern. Im Tram. Auf dem Sitz hinter mir, von, nennen wir ihn, Ruedi.
Ruedi wurde na…

Männer ticken anders, Frauen auch

Bild
Das heutige Thema passt gut zur aktuellen Jahreszeit. Also nicht so wegen Natur und Schnee und was weiss ich nicht noch alles. Nein, mehr wegen Winterschlussverkauf und Rabatt und Prozent und die weibliche Psyche und so. Es tickt einfach anders. Da können sie mir sagen, was sie wollen.

© Foto Alexander Villiger
Zum Beispiel am Beispiel eines Einkaufes. Wir sind mit einer Schar schnell wachsender, pubertierender Jungs ausgestattet. Sehr schnell wachsend und äusserst pubertierend auch. So schnell wachsend, dass Schuhe, die wir gerade gekauft haben, beim nach Hause kommen schon wieder zu klein sind. So ungefähr. Oder Hosen. Nigelnagelneue Hosen. Kaum aus der Tüte und im Schrank? Ein Schranz. Andere Eltern in gleicher oder ählicher Situation werden wissen, von was ich rede. Dabei. Es gibt Nachbaren, die haben auch Kinder. Und bringen es fertig uns Sachen zu überlassen, aus denen ihr Nachwuchs gerade rausgewachsen ist. Die sehen aus wie neu. Die Sachen. Die Eltern übrigens auch. Für mich ei…

A wie Anfang - Aktiv – Abmachung – Abschluss

Bild
Selbstkritik ist für mich ein integrierter, selbstregulierender Lebensprozess. Es tut gut, mit sich selber regelmässig über die Bücher zu gehen. So richtig intensiv durfte ich diesen Prozess am letzten Workshop „Die 7 Wege zur Effektivität, von Franklin Covey“ erleben. Meine schriftlichen Notizen und die Bücher dazu begeistern mich noch immer. Vielleicht inspiriert euch ein Gedankensprung/Inhalt oder regt an etwas neu anzufangen, etwas aktiv umzusetzen, eine Abmachung einzugehen.1
© Foto Cristina Cadau
Wenn wir eine Situation nicht mehr ändern können, müssen wir uns selbst ändern.
Viktor Frankl
Pro-aktiv sein – Die Gewohnheit der Wahl - SEHEN – TUN – ERREICHEN. Effektiv: Ich bin das Ergebnis meiner gewählten Entscheidung. Ineffektiv: Ich bin das Ergebnis meiner Umstände. Ich habe die Wahl und ich bin verantwortlich für meine Entscheidungen. Wie schnell kritisieren oder werten wir andere? Meistens zu schnell, nicht wahr? Nicht vergessen, zuerst auf uns selbst zu schauen und einen Mome…

2014

Bild
Wir hoffen sie sind Alle gut und mit etwas Gelassenheit im 2014 angekommen. Die gleiche Gelassenheit, die die drei Katzen, die uns auf unserem Neujahrsspaziergang begegnet sind, ausstrahlen.

Wir setzen unsere Storys fort mit "Männer ticken anders, Frauen auch" und "Das rote Sofa, oder Meilen ist nicht gleich Milano".

In der Zwischenzeit stöbern sie doch etwas in unseren Storys von 2013. Was hat Ihnen besonders gefallen?


© Foto Alexander Villiger